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19. August 2010 - EMNID-Umfrage in "die Zeit":

Umfrage:

Wachstumsskeptisch

Eine Umfrage zeigt: Die Deutschen zweifeln am Kapitalismus

Deutschland boomt, die Wirtschaft wächst. Kommentatoren jubeln über Exporterfolge, Politiker verkünden das Ende der Krise und die Rückkehr zur Normalität. Doch damit verfehlen sie ganz offensichtlich den Gemütszustand der meisten Deutschen. Denn die meisten Menschen glauben mitnichten, dass jetzt alles einfach wieder gut wird. Im Gegenteil.

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Dokumentarfilm:

The Corporation

Ein Unternehmen ist juristisch gesehen eine Person, aber was für eine? Ein kanadischer Dokumentarfilm kommt zu dem Ergebnis, dass sich Konzerne in der Regel wie klinische Psychopathen verhalten. Wer weiter den Glauben an den "friendly Capitalism" behalten möchte, der alle Wünsche erfüllt, dabei bunt und fröhlich ist, der möge diesen Film meiden. Wer wie Neo in Matrix die rote Pille der Wahrheit vertragen kann, sollte sich ihn allerdings unbedingt anschauen.

[ Dokumentarfilm (Englisch mit Untertiteln in Deutsch) ]

[ Alternative 1 ] [ Alternative 2 ]

1. bis 3. Januar 2010, 18:40 Uhr - Deutschlandfunk, Hintergrund:

Wegmarken 2010: Wohlstand ohne Wachstum?


1. Januar 2010, 18:40 Uhr:

Perspektiven der Überflussgesellschaft (Teil 1)

Von Harald Welzer

Die politischen und ökonomischen Eliten sehen ihr Heil nach wie vor in der Erzeugung von Wachstum - dabei ist keineswegs sicher, ob die Fortschritte der letzten 50 Jahre auf Wachstum oder nicht eher auf Bildung, Gesundheit und Kommunikation zurückgehen.

[ Sendungstext ] [ audo-on-demand: ( MP3 ) ( Flash ) ]


2. Januar 2010, 18:40 Uhr:

Perspektiven der Überflussgesellschaft (Teil 2)

Von Meinhard Miegel

Ist Wohlstand ohne Wachstum machbar? Nicht ganz. Etwas muss wachsen, damit der Mensch seine natürlichen Bedürfnisse befriedigen kann. Aber der eigentliche, der menschenspezifische Wohlstand, beginnt erst da, wo dieses Wachstum endet.

[ Sendungstext ] [ audo-on-demand: ( MP3 ) ( Flash ) ]


3. Januar 2010, 18:40 Uhr:

Perspektiven der Überflussgesellschaft (Teil 3)

Von Rainer Hank

Woran liegt es, dass Wachstum nicht wirklich glücklich macht? Menschen nehmen offenbar ihr jeweiliges Wohlstandsniveau wie selbstverständlich. Sie können sich kaum noch daran erinnern, dass es ihnen früher schlechter ging.

[ Sendungstext ] [ audo-on-demand: ( MP3 ) ( Flash ) ]

10. Juli 2009 - Le Monde diplomatique, Karl Georg Zinn:

Sättigung oder zwei Grenzen des Wachstums

John Maynard Keynes hat über die kleine Not des Augenblicks hinausgedacht

Die erste große Wirtschaftskrise des 21. Jahrhunderts markiert das Ende eines gescheiterten wirtschaftspolitischen Experiments. Oberflächlich betrachtet erscheint sie als eine Finanzkrise, die den Einbruch des realwirtschaftlichen Wachstums ausgelöst hat. Tatsächlich aber hatten wir es von Anfang an mit einer Doppelkrise zu tun, deren Ursachen bis in die 1970er-Jahre zurückreichen.

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1. April 2009 - EuroMemorandum:

"Die Europäische Kommission hat aktiv zur Krise beigetragen"

Wirtschaftswissenschaftler kritisieren die Deregulierungspolitik der EU und fordern einen Kurswechsel.

Das EuroMemorandum 2008/2009 attestiert der Europäischen Union Systemversagen. Der von linken Wirtschaftswissenschaftlern aus Italien, Ungarn, Deutschland und anderen Ländern gemeinsam herausgegebene Report macht die neoliberale Politik der Kommission mitverantwortlich für die Wirtschaftskrise und schlägt "Alternativen zum finanzmarkt-getriebenen Kapitalismus" vor. Ihre Counterparts um den ehemaligen IWF-Direktor Jacques de Larosière und den bundesdeutschen Monetaristen Otmar Issing kommen in dem für die EU erstellten Bericht zur Reform der Finanzaufsicht überraschenderweise zu ganz ähnlichen Befunden. Allerdings rät die Gruppe zu einer konservativeren Therapie.

[ vollständiger Artikel ] [ EuroMemorandum 2008/2009 (PDF) ]

15. Juli 2008 - Dr.-Ing. Peter Brödner, attac Karlsruhe:

5 Jahre Agenda 2010 - Was ist die Alternative?

Im März 2003 hat die rot-grüne Koalition mit der Ankündigung der Agenda 2010 einer andauernden Politik privater und öffentlicher Verarmung neuen Schub gegeben. Wortreich wurde behauptet, unter dem Wettbewerbsdruck der Globalisierung und den vermeintlichen Zwängen des demografischen Wandels keine andere Wahl zu haben. Heute zeigt eine nüchterne Bilanz indes, dass diese angeblich alternativlose Politik nicht nur die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland weiter verschlechtert hat, sondern auch der wohlfahrtstaatlichen Politik der nordischen Länder in vieler Hinsicht weit unterlegen ist. Vielseitig gestützt auf empirische Fakten wird das in seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit deutlich überlegene nordische Modell als real existierende Alternative präsentiert.

[ Veranstaltung zum Thema ] [ Video-Aufzeichnung der Veranstaltung ]

4. August 2008 - Radio Fri und Dr. Tomas Martin, attac Karlsruhe:

2001 - ARBEIT Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik:

Arbeit, Nachhaltigkeit und Beschäftigung

Die Analyse der Zusammenhänge von nachhaltigem Wirtschaften einerseits und Wachstum, Beschäftigung und Strukturwandel andererseits steht im Mittelpunkt. Anhand jüngst publizierten makroökonomischen Szenarien sowie einem mesoökonomischen Beispiel aus dem Wohnungsbau werden die Wachstums- und Beschäftigungswirkungen ökologisch orientierten Interventionismus auch quantitativ umrissen. Die Integration der Nachhaltigkeitspolitik in den langfristigen Strukturwandel bietet die Möglichkeit, der säkularen Wachstumsabschwächung zumindest temporär entgegen zu wirken.

[ vollständiger Artikel von Karl Georg Zinn der Zeitsschrift ARBEIT (PDF) ]