Attac-Bonn Nachrichten http://www.attac-netzwerk.de/ Nachrichten von Attac-Bonn de Attac-Bonn Nachrichten http://www.attac-netzwerk.de/fileadmin/tt_news_article.gif http://www.attac-netzwerk.de/ Nachrichten von Attac-Bonn TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Mon, 03 Oct 2016 08:07:00 +0200 Gegen Austerität und Rassismus: Protest-Wochenende in Berlin http://www.attac-netzwerk.de/index.php?id=2773&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=8868 Blockupy-Blockaden, Demonstration "Aufstehen gegen Rassismus" und Treffen "Welcome2Stay"
"Die Weltwirtschaft steckt in einer tiefen Krise. Die einzigen Auswege, die von den herrschenden Eliten aufgezeigt werden – Sparen und Wachstum –, widersprechen sich und werden nicht aus der Krise herausführen. Sparen zerstört die sozialen Lebensverhältnisse, Wachstum die ökologischen", sagt Wolf Raul vom Attac-Koordinierungskreis. "Ein entscheidender Akteur in diesem Krisenszenario ist die Bundesregierung. Deshalb ist Berlin der richtige Ort für die Proteste."

Mit einer Blockade des Bundesarbeits- und Sozialministeriums wollen Blockupy-Aktive ihren Widerstand gegen die soziale Entrechtung von Migranten und Hartz-IV-Empfängern auf die Straße bringen. Wolf Raul: "Das Arbeitsministerium war und ist im Zentrum der Verarmungspolitik – von Riesterrente über Hartz IV bis zu aktuellen Plänen, die Sozialsysteme weiter zu privatisieren und EU-Bürgerinnen und -Bürgern aus ihnen auszugrenzen."

Die Demo "Aufstehen gegen Rassismus! Deine Stimme gegen die AfD!" setzt ein klares Zeichen gegen rechte Hetze. "Die AfD ist der konsequente Ausdruck einer Politik, die Neid, Ausgrenzung und soziale Zerstörung propagiert. Deshalb ist sie der richtige Gegner für die Demo", sagt Thomas Eberhard-Köster, ebenfalls im Attac-Koordinierungskreis. Die Demo führt vom Adenauerplatz an symbolischen Orten der Neuen Rechten vorbei zum Lützowplatz, wo ein Konzert gegen Rassismus gegeben wird.

Bei "Welcome2Stay" kommen Aktive aus verschiedenen Organisationen und Initiativen zusammen, um den Kampf um Bleiberechtsperspektiven für geflüchtete Menschen zu intensivieren. Werner Rätz, ebenfalls im Attac-Koordinierungskreis: "Welcome2Stay führt Aktivistinnen und Aktivisten, die das Krisenmanagement der Eliten beenden wollen, zusammen mit Menschen, die den hierher Geflüchteten ein  menschenwürdiges Leben zu verschaffen versuchen, sowie mit jenen, die sich schon lange gegen ihre eigene Diskriminierung wehren. Diese Zusammenarbeit ist notwendig – und die richtige Antwort auf die Angstkampagne der Rechten."]]>
Sozialpolitik News News der Bundesseite Webredaktion karen.schewina@attac.de Mon, 29 Aug 2016 11:44:00 +0200
Großfraktionen wollen CETA durch EU-Parlament schleusen http://www.attac-netzwerk.de/index.php?id=2773&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=8865 89 zivilgesellschaftliche Organisationen fordern Einbindung aller betroffenen Ausschüsse offenen Brief fordern daher heute 89 europäische Organisationen, darunter Attac, die Koordinatoren des INTA-Ausschusses auf, bei ihrer entscheidenden Sitzung am 31. August alle betroffenen Ausschüsse zu Stellungnahmen zu CETA einzuladen. Roland Süß vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis: "Das Europäische Parlament muss eine möglichst breite Debatte über CETA führen. Das 1500 Seiten starke, hochkomplexe Abkommen hätte massive Auswirkungen auf alle Lebensbereiche. Es enthält Klagerechte für Konzerne, die von einer Mehrheit der Menschen abgelehnt werden. Es wäre inakzeptabel und undemokratisch, wenn die vielen von CETA betroffenen Ausschüsse im Europäischen Parlament nicht gehört würden und keinen Einfluss auf die abschließende Entscheidung nehmen könnten." Unter dem Motto "CETA und TTIP stoppen! – Für einen gerechten Welthandel!" ruft Attac zusammen mit vielen Bündnispartnern dazu auf, den Widerstand gegen CETA und TTIP, das Abkommen mit den USA, am 17. September in die Breite zu tragen: mit bundesweit sieben Großdemonstrationen in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart.]]> WTO/Welthandel News News der Bundesseite Webredaktion Thu, 25 Aug 2016 13:03:00 +0200 Bündnis "CETA & TTIP stoppen" in der Bundespressekonferenz http://www.attac-netzwerk.de/index.php?id=2773&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=8863 Mobi-Aktion für die sieben Großdemos am 17. September
Heute forderte das Bündnis "CETA & TTIP stoppen! – Für einen gerechten Welthandel!" in der Bundespressekonferenz den sofortigen Stopp der Verhandlungen über TTIP und die Aussetzung der Ratifizierung von CETA. Denn: Die Abkommen sind ein demokratiepolitischer Skandal – ebenso wie das Vorhaben der EU-Kommission, das EU-Kanada-Abkommen CETA noch vor der Ratifizierung durch die nationalen Parlamente vorläufig anzuwenden.

Dem Trägerkreis des Bündnisses gehören neben Attac rund 30 Organisationen an. Dabei sind Gewerkschaften, Globalisierungskritiker_innen, Wohlfahrts-, Sozial- und Umweltverbände, kultur-, demokratie- und entwicklungspolitische Organisationen, Initiativen aus Kirchen und von kleinen und mittleren Unternehmen sowie für Verbraucherschutz und nachhaltige Landwirtschaft. Sie alle sind sich einig, dass mit CETA und TTIP eine Paralleljustiz für Investoren verankert und rechtsstaatliche Prinzipien außer Kraft gesetzt werden. Es droht die Aushöhlung der demokratischen Gestaltungsspielräume. Staaten würden auf Investitionsschutz zu Lasten der Gemeinwohlorientierung verpflichtet, soziale und ökologische Errungenschaften der Gewinnerwartung von Großunternehmen untergeordnet.

"Ein demokratisch bestimmtes Gemeinwesen mit hohen sozialen Standards muss Vorrang vor Sonderrechten für grenzüberschreitend tätige Investoren und Unternehmen behalten", forderte etwa Verdi-Vorsitzender Frank Bsirske bei der Pressekonferenz. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, ergänzte: "Wo es um Erziehung, Pflege oder soziale Arbeit geht, haben Profitinteressen nichts zu suchen. CETA und TTIP bedrohen soziale Standards, gefährden unsere gemeinnützigen sozialen Dienste und hebeln die Bürgergesellschaft aus. CETA und TTIP müssen deshalb sofort gestoppt werden. Wir brauchen bei beiden Verträgen einen Neuanfang."

Brot-für-die-Welt-Präsidentin Cornelia Füllkrug-Weitzel stellte zudem fest, dass zu den Leidtragenden der durch die Abkommen forcierten Handelspolitik – insbesondere im Agrarsektor –weltweit "die Ärmsten der Armen" gehören werden. Nötig sind faire Abkommen mit höheren, nicht niedrigeren sozialen und ökologischen Standards.

Die Bündnispartner_innen unterstrichen den transatlantischen Charakter des Protestes und distanzierten sich deutlich von nationalistisch motivierter Freihandelskritik. Bei den Demonstrationen am 17. September sind alle Bürger_innen willkommen – außer von rechts außen.

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News News der Bundesseite Webredaktion presse@attac.de Tue, 23 Aug 2016 15:11:00 +0200
Klimacamp im Rheinland startet http://www.attac-netzwerk.de/index.php?id=2773&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=8859 Demo und Aktionen gegen Braunkohle
Das Camp richtet sich gegen die Zerstörung von Dörfern und Ökosystemen durch die Tagebaue sowie gegen die verheerenden Auswirkungen der Braunkohleverstromung auf das Klima. In dem vielfältigen Programm geht es unter anderem um Alternativen zu einer Wirtschaft , die auf endlosem Wachstum und Ressourcenverbrauch basiert. Außerdem bietet das "Aktionslabor" auf dem Camp einen Raum, in dem Gruppen selbstorganisiert Aktionen vorbereiten und durchführen können. Die Bandbreite wird von Straßentheater bis hin zu zivilem Ungehorsam reichen.

Dorothee Häußermann von der Attac-AG Energie, Klima, Umwelt.: "Das Klimacamp ist ein Ort, an dem sich Menschen politisieren und den Mut bekommen, Kohleausstieg und gesellschaftlichen Wandel selbst in die Hand zu nehmen. Das ist dringend nötig. Denn die 'Klimaschutzmaßnahmen' der Regierenden sind ein trauriger Witz und werden der Dringlichkeit der globalen Krisen nicht annähernd gerecht."

Im Mai hatten rund 4000 Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten in der aufsehenerregenden Aktion "Ende Gelände" das Kraftwerk Schwarze Pumpe im Lausitzer Braunkohlereiver blockiert. Für den Sommer 2017 sind erneut Massenaktionen Zivilen Ungehorsams im Rheinland geplant. ]]>
News News der Bundesseite Webredaktion Aktion/ Protest/ Demonstration/ Veranstaltung Energiekonzerne Globalisierung und Ökologie Wachstumskritik presse@attac.de Fri, 19 Aug 2016 18:14:00 +0200
Attac-Spot: Zwangsheirat CETA verhindern http://www.attac-netzwerk.de/index.php?id=2773&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=8858 Kurzfilm warnt vor vorläufiger Anwendung von EU-Kanada-Pakt
So beginnt ein Kurzfilm, mit dem Attac zu den sieben Demonstrationen gegen die Freihandelsabkommen CETA und TTIP am 17. September in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart mobilisiert. Der Spot weist auf unterhaltsame Art auf die Gefahr einer vorläufigen Anwendung von CETA hin: Geht es nach der EU-Kommission, soll der umstrittene EU-Kanada-Pakt bereits vor seiner Ratifizierung durch die EU-Staaten vorläufig angewendet werden – also noch bevor die Abgeordneten in den Mitgliedsländern über diese Wirtschaftsehe mit Kanada entscheiden können.

Zu sehen ist das anderthalbminütige Video mit dem Titel "Wie Sie vermutlich nicht heiraten wollen..." auf der Attac-Webseite (www.attac.de/vorlaeufige-anwendung) und auf Youtube. Auch über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter findet es Verbreitung. Zudem wird der Film in mehreren Programmkinos gezeigt.

Entwickelt und produziert wurde der Spot von der NoTTIP-Gruppe von Attac Berlin in Zusammenarbeit mit der Filmproduktion 900seconds.]]>
News News der Bundesseite Webredaktion Aktion/ Protest/ Demonstration/ Veranstaltung EU WTO/Welthandel USA presse@attac.de Fri, 19 Aug 2016 13:08:00 +0200
Neues Attac-Bildungsmaterial erschienen http://www.attac-netzwerk.de/index.php?id=2773&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=8856 "TTIP & Co: Handelsvertrag sticht Demokratie?" "Wirtschaft demokratisch gestalten lernen".

Die 80 Seiten umfassende Arbeitsblatt- und Methodensammlung greift die aktuelle Debatte um die Handelsabkommen der EU auf: TTIP (mit den USA), CETA (mit Kanada), TiSA (mit den USA und 21 weiteren Staaten) sowie die EPAs (mit den Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks). Worum geht es in diesen Verträgen? Welche Interessen stehen auf dem Spiel? Und wie lässt sich ein solch abstraktes Thema so mit Lerngruppen bearbeiten, dass sie ihre eigenen Interessen in diesem Zusammenhang verstehen und Wege erkennen können, sich für sie einzusetzen?

In dem Bildungsmaterial spiegelt sich das Selbstverständnis von Attac als internationale Bildungsbewegung mit Aktionscharakter wider. Die Reihe soll eine Gegenexpertise zur vorherrschenden neoklassischen Sichtweise auf wirtschaftliche Prozesse einbringen und die häufig national beschränkte Debatte erweitern. Thema sind auch die Handlungsmöglichkeiten sozialer Bewegungen.

Holger Oppenhäuser, zuständig im Attac-Bundesbüro für Bildungsarbeit: "Mit der Attac-Bildungsreihe wollen wir auch dem vielen kostenlosen Unterrichtsmaterial etwas entgegensetzen, mit dem Lobbygruppen die Schulen überschütten und das die spezifischen Interessen der Privatwirtschaft widerspiegelt."

Ein zentrales Prinzip des Attac-Bildungsmaterials ist die Verknüpfung der Lerngegenstände mit aktivierenden Methoden und kooperativen Lernformen. Erarbeitet wird die Reihe von einer weitgehend ehrenamtlichen Gruppe mit viel professioneller Erfahrung in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit.

Das Bildungsmaterial zu Freihandelsabkommen steht zum kostenlosen Download bereit unter www.attac.de/bima oder kann für zehn Euro plus Versand im Attac-Webshop bestellt werden. Für den bilingualen Unterricht sind zwei Arbeitsblätter mit englischen Quellen verfügbar. ]]>
News News der Bundesseite Webredaktion Bildungswesen Demokratie/Medien EPAs WTO/Welthandel Über Attac EU presse@attac.de Thu, 18 Aug 2016 15:10:00 +0200
Aktivist_innen verabschieden Aktionskalender nach dem Weltsozialforum in Montréal http://www.attac-netzwerk.de/index.php?id=2773&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=8854 Globaler Aktionstag gegen Steueroasen geplant / Kanadische Visapolitik verhindert Teilnahme...
"Dieses bunte und vielfältige Forum in Montréal war wirklich ein überzeugender Beweis, dass der Widerstand gegen den weltweiten Sozialabbau, gegen die drohende Klimakatastrophe und die Gefährdung der Demokratie gewachsen ist", sagt Carolina Sachs, Mitglied im Attac-Rat. Das Weltsozialforum hat auch in diesem Jahr gezeigt, dass die Forderung nach einer besseren Welt aktueller denn je ist. "Im Gegenteil, immer mehr wird die Forderung nach einem Systemwechsel deutlich“, erklärt Hugo Braun, Mitglied im International Council des Weltsozialforums und im Attac-Koordinierungskreis.

Durch die strikte Visapolitik der kanadischen Regierung wurde die Teilnahme von zahlreichen Persönlichkeiten aus dem Globalen Süden verhindert. Mit über 230 Ablehnungen waren dies etwa 70 Prozent der Visaanträge. Unter den Betroffenen  auch Aminata Traoré aus Mali, Kandidatin für die Nachfolge des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon. "Diese Tatsache ist offensichtlich politisch motiviert", meint Hugo Braun. "Die Wahl eines liberal geltenden Regierungschefs garantiert offensichtlich noch keine Freiheit menschlicher Begegnungen."

Die gemeinsamen Veranstaltungen von uns umfassten unter dem Motto "Entwaffnet die Finanzmärkte" Themen wie den Klimawandel, Steuergerechtigkeit und den Widerstand gegen die Freihandelsabkommen CETA und TTIP. Attac war mit Gruppen aus Togo, Spanien, Marokko, Frankreich, Kanada, Japan, Argentinien, Tunesien und Deutschland vertreten. Attac ist eines der acht Gründungsorganisationen des Weltsozialforums, welches im Jahr 2001 erstmals in Porto Alegre stattfand.

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Weltsozialforum/ Europäisches Sozialforum News News der Bundesseite Webredaktion karen.schewina@attac.de Mon, 15 Aug 2016 12:28:00 +0200