< Fluchtursachen bekämpfen heißt EPAs abschaffen
07.07.2017 16:23 Alter:

157 days

Kategorie: TTIP, News, Veranstaltungs- oder Aktionshinweis, G8 / G20, EPAs, Entwicklungsländer, Stop EPAs (AG WTO/Welthandel)

Aktion Freihandel Macht Flucht am 7.7 bei den G20-Protesten in Hamburg

Kritik am G20-Treffen: Freihandel ist Fluchtursache AktivistInnen protestieren für grenzenlose Solidarität


Mit einem Demozug mit anschließender Aktion und Kundgebung zum Thema "Freihandel. Macht. Flucht" haben heute Aktivistinnen und Aktivisten des Hamburger Flüchtlingsrates sowie des globalisierungskritischen Netzwerks Attac an der Überseebrücke gegen die neoliberale Freihandelspolitik der G20 protestiert und in  zahlreichen Redebeiträgen deren existenzzerstörenden Folgen für die Menschen aus Afrika angeprangert.   

"Freihandelsabkommen wie EPAs (Economic Partnership Agreements) verklären die realen Interessen der Industrie- und Schwellenländer; mit diesen Verträgen festigen und steigern sie  ihre Wirtschaftsvormacht. Dies hat tödliche Folgen: Europäischen Exporten überschwemmen lokale Märkte und vernichten die Lebensgrundlagen von Kleinbauern, Kleinproduzenten und Fischern,  Ressourcen  werden geplündert. Menschen machen sich auf die Flucht vor existentieller Not und Bedrohung.", sagt Hanni Gramann von Attac. "Initiativen wie der "G20 Compact with Afrika" sind kein Beitrag zu globaler Gerechtigkeit".

"Die Regierungen der G20-Staaten stehen für eine Politik der Zerstörung von Lebensgrundlagen in den Ländern des globalen Südens und damit die Produktion von Fluchtursachen. Sie stehen für die Abschottung der ökonomisch reichen Staaten gegen die Menschen aus den arm gehaltenen Ländern des Südens, für Zäune und Mauern, den Tod von Tausenden von Geflüchteten auf dem Mittelmeer und in der Wüste, die Verschärfung von Ausgrenzung und Lagerhaltung, Abschiebung in Verfolgung, Hunger, Krieg und Elend, für erpresserische Abschiebeabkommen, Konditionalisierung von Entwicklungshilfe und neokoloniale Handelsverträge", so ein Sprecher vom Flüchtlingsrat.

"Mit den erpresserischen Abkommen zur weiteren Ausbeutung der Bevölkerung und zur Migrationsverhinderung muss Schluss sein", forderte eine Sprecherin des Flüchtlingsrates. Notwendig seien sichere und legale Fluchtwege und die Aufnahme von Geflüchteten hier, Bewegungsfreiheit und Bleiberecht für alle.

Weitere Informationen:

    

Für Rückfragen und Interviews:

  • Conni Gunsser, Flüchtlingsrat Hamburg, Tel.: (040) 431587
  • Hanni Gramann, Attac Koordinierungskreis, Tel.: (0176) 30 60 87 62

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