Attac-Freiburg Nachrichten http://www.attac-netzwerk.de/ Nachrichten von Attac-Freiburg de Attac-Freiburg Nachrichten http://www.attac-netzwerk.de/fileadmin/tt_news_article.gif http://www.attac-netzwerk.de/ Nachrichten von Attac-Freiburg TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sat, 26 May 2018 10:01:00 +0200 Weltwassertag: Natur bietet Kombi-Lösung für Hunger-, Wasser- & Umweltprobleme http://www.attac-netzwerk.de/index.php?id=1171&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=9194 Quelle Universität Hohenheim 2018 Intelligente Bewirtschaftung nutzt Mega-Deltas der... Quelle   Universität Hohenheim 2018 Intelligente Bewirtschaftung nutzt Mega-Deltas der großen Flüsse für kombiniertes Wassermanagement, Nahrungsmittelproduktion und Umweltschutz.  Die Natur bietet Lösungen für Menschheitsprobleme – vorausgesetzt, die Menschheit versteht es, ökologische Zusammenhänge zu nutzen, so das Credo von Prof. Dr. Folkard Asch von der Universität Hohenheim in Stuttgart. Als Beispiel nennt er die Mega-Deltas großer Flüsse: Sie gelten als Reis-Körbe der Menschheit mit einem Produktionspotenzial, das noch lange nicht ausgereizt sei. Doch Wassermanagement, Küstenschutz und Maßnahmen gegen Meeresspiegelanstieg und Versalzungsgefahr seien nur mit naturnahen Lösungen möglich, betont der Agrarwissenschaftler im Vorfeld des Weltwassertages am 22. März 2018. Prof. Dr. Asch ist Leiter des Graduiertenkollegs „Wasser-Mensch-Landwirtschaft“, gefördert von der Anton & Petra Ehrmann-Stiftung.Wasser ist Lebensgrundlage und Bedrohung – das zeigt sich besonders deutlich in den Mündungsgebieten großer Flüsse mit ihren Quadratkilometer großen Überschwemmungsgebieten.Auch die Konflikte um Wasser, die die Vereinten Nationen mit dem jährlichen Weltwassertag am 22. März ins Bewusstsein rücken, träten dort gleich in außergewöhnlichen Dimensionen auf, erklärt Prof. Dr. Asch von der Universität Hohenheim: Steigende Meeresspiegel und drohende Versalzung bedrohten Ackerland, Trinkwasser verknappe, Stadt- und Landbevölkerung konkurrierten um Süßwasser für menschliche Nutzung und Bewässerung.Falscher Umgang mit Wasser bedroht Nahrungsgrundlage der halben MenschheitDabei handelt es sich keineswegs um ein lokales Problem. „Vor allem in Asien bilden die großen Flussdeltas die Reis-Körbe der Menschheit – und damit eine der wichtigsten Nahrungsquellen der Welt“, erklärt Prof. Dr. Asch von der Universität Hohenheim.Weltweit lebten drei von sieben Milliarden Menschen vor allem von Reis als Grundnahrungsmittel. Bislang hielten sich Bevölkerungswachstum und Produktionssteigerung halbwegs die Waage. Dies verdanke die Menschheit vor allem den fruchtbaren Böden der Flussdeltas.Dank ihnen habe die Reisproduktion in den vergangenen 25 Jahren um 50 Prozent gesteigert werden können. Aktuell betrage sie 890 Mio. Tonnen pro Jahr. „Bis 2050 benötigen wir eine weitere Steigerung um 27 Prozent. Dies lässt sich nicht ohne weitere Produktionssteigerung in den Flussdeltas bewerkstelligen.“Naturnahe Lösungen als Schlüssel für Umweltschutz, Wasser- und ErnährungssicherungDer Schlüssel dazu sei eine nachhaltige Intensivierung, die ökologische Zusammenhänge nutzt. Auf diese Weise ließen sich Ernährungssicherung, Armutsbekämpfung, der Zugang zu sicherem Trinkwasser und die Balance des Wasserbedarfs von Stadt und Land ins Lot bringen mit Küstenschutz und anderen Maßnahmen gegen Erosion und Versalzung.Das Konzept entspräche damit dem des diesjährigen Weltwassertages, den die UN unter das Motto "Nature-Based Solutions for Water" stellt. „Es ist der Mensch, der beim Thema Wasser zunehmend vor Herausforderungen gestellt wird. Die Natur stellt dazu die Lösungen.“Der Ansatz sei in vielen Fällen auch ingenieurstechnischen Großmaßnahmen überlegen. „Flussdeltas wie das des Indus, Mekong oder des Ganges-Brahmaputras haben eine Ausdehnung von mehreren 100 Kilometern. Küstenschutz durch Sperren und Deiche wie in Norddeutschland oder den Niederlanden ist hier weder sinnvoll noch finanzierbar.“Küstenschutz, Erosionsminderung und Aufbau von GrundwasserDen Küstenschutz würde Prof. Dr. Asch lieber natürlichen Mangrovenwäldern überlassen. Diese Bäume wachsen im Brackwasser des Gezeitenbereiches. So sichern sie den Boden auch bei Sturmfluten. Ihre Wurzeln bauen zusätzlich noch Erdwälle auf.Auch der Reisanbau im Hinterland entspräche vom Ansatz her den natürlichen Gegebenheiten. „Reis ist eine der wenigen Kulturpflanzen, die in Sumpfgebieten wächst.“ Das aufgestaute Süßwasser auf den Feldern erhalte auch den Boden, denn „es verhindert, dass Meerwasser aus dem Untergrund durch die Verdunstung nach oben gesaugt wird und den Boden versalzt.“Gleichzeitig lieferten die Felder einen wichtigen Beitrag zum lokalen Wetter: „Durch die Verdunstung auf den Feldern entstehen Nebel, Wolken und Regen. Dieser versickert und baut unter dem Delta eine Frischwasserblase auf, die die Großstädte mit Trinkwasser versorgt.“Shrimp-Farming: Gefahr durch neue Formen der LandnutzungAls gefährlich wertet der Agrarwissenschaftler dagegen den Trend, die fragilen Deltas für neue, nicht angepasste Produktionsformen zu nutzen. „Ein Negativ-Beispiel ist sicher die zunehmende Shrimps-Produktion im Mekong-Delta von Vietnam“, urteilt Prof. Dr. Asch.Shrimps seien lukrativ, das wecke Begehrlichkeiten. Doch die Krustentiere lebten im Brackwasser, das sich in künstlich angelegten Teichen sammle. Durch diese künstlichen Teiche gelangten Salz und große Mengen Antibiotika in den Wasserkreislauf, das natürliche System würde zerstört.Sanfte Optimierung kann neue Einkommensquellen erschließenUm den steigenden Wasser- und Nahrungsbedarf zu stillen sei es dagegen notwendig, das gewachsene System weiter zu optimieren. „Wir müssen das vorhandene Wasser besser ausnutzen, indem wir gewährleisten, dass die Pflanzen nur die genau notwendige Menge an Wasser erhalten und nur zu den Zeiten, in denen sie es wirklich verwerten können.“Ein Ansatz sei durch verbesserte Anbauformen zu verhindern, dass zu viel Regenwasser ungenutzt ablaufe. Gleichzeitig seien die Deltas vielfältiger, als bislang genutzt. „Auch im Flachland der Deltas gibt es erhöhte Lagen, die nicht überstaut und sumpfig sind. Hier ließen sich andere, hochwertigere Kulturen wie Gemüse oder sogar Zitrusfrüchte für zusätzliche Einkommen anbauen. Das wäre eine sinnvolle Weiterentwicklung, die sich in die Ökologie eingepasst.“Hohe Bedeutung von Forschung und WissenstransferTatsächlich bestehe in vielen Fragen auch noch Forschungsbedarf. „Die gesellschaftlichen Herausforderungen, die Deltas zu schützen, sind wesentlich größer als das Wissen und die Finanzen, um die naturnahen Lösungen umzusetzen“, resümiert der Wissenschaftler der Universität Hohenheim. Wichtig sei deshalb, dass Wissenschaft und Transfermedien auch vor Ort intensiv zusammen arbeiteten.Einen Beitrag dazu wolle die Universität Hohenheim mit der Anton & Petra Ehrmann-Stiftung durch das Graduiertenkolleg „Wasser-Mensch-Landwirtschaft“ leisten. Darin beschäftigen sich derzeit 15 Doktoranden mit globalen Fragestellungen und Herausforderungen zum Thema Wasser. 50 Prozent der Nachwuchswissenschaftler stammen aus Übersee. „Für uns sind das künftige Ausbilder und Multiplikatoren in ihren Heimatländern“, so Prof. Dr. Asch.Dem Weltwassertag am 22. März 2018 widmet das Graduiertenkolleg ein eigenes Kolloquium. Unter der Überschrift „Nature-based solutions for societal challenges related to water“ beschäftigen sich die Vorträge speziell mit dem Thema Flüsse, Küsten und Deltas. Das Kolloquium an der Universität Hohenheim beginnt um 13:00 Uhr in Schloss Hohenheim, 70599 Stuttgart. Programm und Informationen unter water4use.uni-hohenheim.de]]> Freiburg Wed, 21 Mar 2018 11:26:00 +0100 Paralleljustiz für Konzerne verstößt gegen EU-Recht http://www.attac-netzwerk.de/index.php?id=1171&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=8419 (6. März 2018) Heute fällte der Europäische Gerichtshof (EuGH) ein bahnbrechendes Urteil: Die...
(6. März 2018) Heute fällte der Europäische Gerichtshof (EuGH) ein bahnbrechendes Urteil: Die Schiedsklausel im Bilateralen Investitionsschutzabkommen zwischen den Niederlanden und der Slowakei ist nicht mit dem EU-Recht vereinbar. Die dort verankerten Schiedsgerichte zur Beilegung von Streitfällen zwischen ausländischen Unternehmen und nationalen Regierungen sind nach Ansicht des EuGH unzulässig. Das Urteil ist richtungsweisend, weil ähnliche Klauseln in fast 200 weiteren innereuropäischen Abkommen verankert sind. >>weiter
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Freiburg Tue, 06 Mar 2018 15:49:00 +0100
+ + Projekt „Pestizidfreie Kommune“: Schon 90 Städte und Gemeinden gegen Glyphosat + + http://www.attac-netzwerk.de/index.php?id=1171&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=8414 Pressemitteilung vom 1. Dezember 2017 + + Projekt „Pestizidfreie Kommune“: Schon 90 Städte...

Pressemitteilung vom 1. Dezember 2017

+ + Projekt „Pestizidfreie Kommune“: Schon 90 Städte und Gemeinden gegen Glyphosat + +

Berlin: Deutschlandweit verzichten bereits 90 Städte und Gemeinden auf Glyphosat und andere Pestizide bei der Pflege ihrer Grün- und Freiflächen. Um diesen Einsatz zu dokumentieren und zu würdigen, hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine interaktive Karte dieser pestizidfreien Kommunen veröffentlicht.

„Mit dem Bekenntnis zur pestizidfreien Kommune kommen die Kommunalpolitiker ihrer Verantwortung für Menschen und Umwelt nach. Sie zeigen, es geht auch ohne Glyphosat“, sagte Corinna Hölzel, BUND-Pestizidexpertin und Leiterin des Projekts „Pestizidfreie Kommune“. Nach dem unlauteren „Ja“ des Bundeslandwirtschaftsministers Christian Schmidt, das für die Glyphosat-Wiederzulassung in Brüssel sorgte, sei es umso wichtiger, das vorbildliche Engagement der Kommunalpolitiker bekanntzumachen, so Hölzel.

Glyphosat gilt laut Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation als wahrscheinlich krebserregend beim Menschen und ist mitverantwortlich für das dramatische Insektensterben und den Verlust der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. Das Totalherbizid vernichtet alle Wildkräuter und entzieht dadurch Insekten die Nahrungsgrundlage und den Lebensraum. Das Insektensterben wiederum gefährdet auch andere Tierarten und letztlich die Lebensmittelproduktion für Menschen, denn rund zwei Drittel der Kulturpflanzen sind auf Bestäuber angewiesen. 

„Sowohl in der Landwirtschaft als auch in den Kommunen und in Hobbygärten gibt es umweltfreundliche Alternativen zu Glyphosat, die Insekten wie Bienen und Wildbienen nicht gefährden. Blütenreich und ohne Gift – das sollte das Motto aller Städte und Gemeinden sein. Städte erfüllen viele Funktionen. Sie sind Orte der  Erholung und Umweltbildung, Rückzugsgebiete für bedrohte Insekten wie Wildbienen und sogar Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Honig werden in Städten produziert. Gifte haben in dieser Umgebung nichts zu suchen“, sagte Hölzel.

 

Kommunen haben viele Möglichkeiten für eine pestizidfreie Pflege ihrer Grün- und Freiflächen. „Statt giftgrünem Einheitsrasen oder exotischen Bepflanzungen können Städte und Gemeinden mit mehrjährigen Blühwiesen ein ganzjähriges Nahrungsangebot für Insekten schaffen“, so die BUND-Pestizidexpertin. Für die Reinigung von Wegen seien mechanische und thermische Geräte eine gute Alternative zu chemischen Unkrautvernichtern.

 

Die interaktive Karte mit pestizidfreien Kommunen und weitere Informationen, darunter eine Beschlussvorlage für den Gemeinderat, gibt es im Internet unter: www.bund.net/pestizidfreie_kommune

 

Pressekontakte:

Corinna Hölzel, BUND-Pestizidexpertin, Tel.: 0175-4487691, corinna.hoelzel@bund.net; bzw. Ansgar Lahmann, BUND-Pressestelle, Tel.: 030-27586-497, presse@bund.netwww.bund.net


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Am 1. Dezember 2017 um 13:21 schrieb Barbara Volhard via attac-freiburg <attac-freiburg@listen.attac.<wbr>de>:
Eine Nachricht von attac-Freiburg

Anfang der weitergeleiteten Nachricht (bitte den Anhang nicht übersehen!):

Von: "Freiburg Fraktion-UL" <Fraktion-UL@stadt.freiburg.de<wbr>>
Betreff: Wtrlt: Glyphosat auch in Freiburg verbieten!
Datum: 1. Dezember 2017 um 13:14:31 MEZ

Fraktionsgemeinschaft
Unabhängige Listen Freiburg
Rathausplatz 2-4, 79098 Freiburg
Tel.: 0761/201-1870 oder -1871

Fax: 0761/26234
fraktion-ul@stadt.freiburg.de
http://www.unabhaengige-listen<wbr>-freiburg.de


>>> Freiburg Fraktion-UL 01.12.2017 13:12 >>>
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Stuchlik,
einige wenige Städte in Deutschland haben bereits den Einsatz von Glyphosat auf ihren eigenen Flächen per Gemeinderatsbeschluss verboten, sowie öffentlichkeitswirksame Initiativen ergriffen, mit dem Appell an Private, bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen weitestgehend auf die Anwendung von Glyphosat zu verzichten. Unsere Fraktion wünscht sich, dass auch Freiburg diesen Beispielen folgt.

Mit freundlichen Grüßen Irene Vogel

Fraktionsgemeinschaft
Unabhängige Listen Freiburg
Rathausplatz 2-4, 79098 Freiburg
Tel.: 0761/201-1870 oder -1871

Fax: 0761/26234
fraktion-ul@stadt.freiburg.de
http://www.unabhaengige-listen<wbr>-freiburg.de

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Freiburg Fri, 01 Dec 2017 18:19:00 +0100