Weser Kurier

Gegner der beiden Freihandelsabkommen protestieren

Mit Heinrich Heine gegen Ceta und TTIP

03.09.2016 

Altstadt. „Wer uns vor nutzlosen Wegen warnt, leistet uns einen ebenso guten Dienst wie derjenige, der uns den rechten Weg anzeigt.“ Das Heine-Zitat aus dem 19. Jahrhundert wirkt reichlich aktuell in der Debatte über die umstrittenen Freihandelsabkommen. Ceta, die Übereinkunft zwischen der EU und Kanada, soll im Oktober unterzeichnet werden und galt als Testlauf für TTIP. Bremer Gegner der beiden Vertragswerke haben offenbar auf Heine als Unterstützer gebaut und ein kleines Banner an seinem Denkmal in den Wallanlagen angebracht:  „Denk ich an Ceta in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“ Gleich darunter die Einladung zur Großdemo am Sonnabend, 17. September, um 12 Uhr in Hamburg: „Stopp Ceta und TTIP. Für einen gerechten Welthandel“.  Die Bremer Attac-Gruppe, Linke, Umwelt-, Verbraucher- und Menschenrechtsaktivisten rufen zur Teilnahme an der Demo auf.

Ein zweites Protestpapier klebte am Sockel des Knautschwürfels vor der Kunsthalle: „Korpus kommunaler Rechte nach Ceta“, war darauf zu lesen. Diese Form der politischen Kunst im öffentlichen Raum kam bei einigen Passanten gut an und war, anders als Graffiti, keine Sachbeschädigung.

Der 1938 in Witten geborene Konzeptkünstler und selbsternannte „Luftschmied“ Ewerdt Hilgemann hat dem Metallkubus ­übrigens mit einer Vakuumpumpe Luft ­entzogen. Ähnliche Effekte erhoffen sich ­offensichtlich Gegnerinnen und Gegner von Ceta. Die Gespräche über TTIP, das Ab­kommen mit den USA, sind ins Stocken geraten.

Kunst im öffentlichen Raum

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