Hamburg

AG Palaestina

Arbeitgruppe Palästina,  Kontakt: hamburg[at]attac.de

Inhalt der Seite:

- Aktuelle Meldungen

- Unsere Ziele und Aktivitäten

- Unsere Veröffentlichungen

- Weitere Informationen /Analysen/ Stellungnahmen

- Hinweise auf andere Internetseiten

Aktuelle Meldungen

Ausstellung "Haft ohne Anklage"

Die Ausstellung erläutert die kaum bekannte Praxis der Administrativhaft, so wie sie vom Staat Israel angewendet wird – keine Anklage ,kein Gerichtsverfahren, verlängerbar auf unbestimmt Zeit – sie erklärt die damit verbundenen Rechtsansprüche; verdeutlicht, wie durch Hungerstreiks Widerstand geleistet wird und zeigt die Auswirkungen auf die palästinensische Gesellschaft und den Friedensprozess.

Eröffnung: Dienstag, 8. April 2014
19 Uhr, Von-Melle-Park 9 , Raum S 7
(Fachbereich Sozialökonomie, „HWP“)

Vortrag und Diskussion mit
Nora Demirbilek und Katerina Peros (Autorinnen der Ausstellung) und
Prof. Norman Paech

Ausstellungszeitraum:

8. April bis 17. April 2014
Universität Hamburg,Von-Melle-Park 9, Foyer
(Fachbereich Sozialökonomie, „HWP“)
werktags von 10 bis 21 Uhr

Veranstalter:
Referat für internationale Solidarität, AStA Uni Hamburg

Unterstützende Organisationen:
Palästinensische Gemeinde in Hamburg und Umgebung e. V., Deutsch-Palästinensische Gesellschaft e. V. Regionalgruppe Nord-Hamburg, Deutsch-Palästinensischer Frauenverein e.V Regionalgruppe Hamburg, Palästina AG von Attac, sowie die Vereinigung demokratischer Juristinnen und Juristen (VdJ)

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Filme im Mai-Juni


13. Mai, 19 Uhr in der W3, Nernstweg 32 in Altona

"To see if i'm smiling"

(Dokumentarfilm, ISRAEL 2007, 59 Min., Regie: Tamar Yarom):

Israel ist das einzige Land weltweit, in dem 18-jährige Mädchen zum Militärdienst einberufen werden. Sechs junge Frauen berichten von ihren Erfahrungen während der zwei Jahre in der Armee, und entwerfen dabei ein Bild der fortschreitenden Verrohung und Gewalt auf beiden Seiten, sowohl bei Soldaten als auch bei Zivilisten.
Im Gazastreifen und im Westjordanland stationiert, haben die Mädchen ihre eigene Sichtweise auf die gespannte Beziehung zwischen Israelis und Palästinensern gewonnen. Sie sprechen offen über ihre teilweise grauenvollen Erfahrungen, die sie zum Teil nicht mehr vergessen können.

http://hamburg.stadtus.de/kino/film_to_see_if_im_smiling.html  



14. Mai, 19 Uhr
im Gewerkschaftshaus Bergedorf, Serrahn 1

"Wie weigern uns Feinde zu sein"

Ein Dokumentarfilm über eine Begegnungsreise deutscher Jugendlicher durch die Krisenregion im Nahen Osten. Von Stefanie Landgraf ( Regie) und Johannes Gulde (Kamera).

Gefördert von der Evangelisch – Lutherischen Kirche in Bayern, der Robert Bosch Stiftung und vom auswärtigen Amt.

Grundlage ist das Schulbuch des Friedens-forschungsinstitut PRIME( Peace Research Institute in Middle East) „ Israelis und Palästinenser- die Geschichte des anderen verstehen lernen“ . Mit dabei ist der HipHop-Künstler ENZ, der seine Eindrücke während der Reise mit seinen „rhythm and rhymes“ wiedergibt.

Auf ihrem Weg durch Israel und das besetzte Westjordanland begegnen die Jugendlichen auf beiden Seiten Menschen, die Wege der Verstän-digung mit dem „Feind“ suchen. Daoud Nasser z.B., ein palästinensischer Bauer, der sich unter dem Motto „Wir weigern uns Feinde zu sein“ allein mit juristischen Mitteln der Gewalt der jüdischen Siedler widersetzt, der Rapper Amim, der „Kunst als Waffe“ einsetzt, oder die israelische Familie Shahak, die eine Tochter bei einem palästinensischen Selbst-mordattentat verloren hat und trotzdem mit Palästinensern zusammen arbeitet.

Begleitet wird die Gruppe von Lotty Camerman, einer Israelin, deren Eltern Überlebende des Holocaust sind, und von Ali Abuawwad, der Jahre lang als „Kämpfer gegen die Besatzer“ in israelischen Gefängnissen saß. Beide arbeiten heute in einer Organisation für Frieden und Gerechtigkeit zusammen. Mit ihnen kann die Gruppe über alles sprechen: z.B. über das Leid der Juden und ihren Widerstand z. Zeit des Warschauer Ghetto 1943, ( nach einem Museumsbesuch), sowie über das Leid der Palästinenser und ihren Widerstand, den sie heute unter einer völkerrechtswidrigen Besatzung leisten.

Der Staat Israel ist ein verwirklichter Traum“, so der Holocaust –Überlebende Reuven Moskovitz im Gespräch mit den Jugendlichen. „ Tatsache aber ist, dass seine Fundamente nicht auf Liebe und Frieden gebaut sind. Ich möchte mein Leid nicht in den Dienst einer Gewalt- und Kriegspolitik gestellt sehen, mit der die Palästinenser als Vertriebene und Heimatlose verewigt werden.“



22. Mai, 19 Uhr in der W3, Nernstweg 32 in Altona

"Die eiserne Mauer"

In dem Film von 2006 (52 Min.) schildert Mohamed Alatar aus palästinensischer Sicht die Auswirkungen der sogenannten "Trennmauer", die seit Anfang 2000 tief in palästinensisches Gebiet hineinschnei-det. Alatar interviewt Palästinenser und Israelis, auch israelische Siedler und ehemalige Armeeange-hörige kommen zu Wort.

Dokumentarszenen veranschaulichen eindrucksvoll die Entwicklungsgeschichte des israelischen Siedlungsprogramms.



5. Juni, 19 Uhr in Barmbek Basch

(http://www.barmbek-basch.info/ )

"5 broken cameras"

(Dokumentarfilm, ISRAEL/F/PALÄSTINA 2011, 90 Min., Regie: EMAD BURNAT, GUY DAVIDI).


Der palästinensische Bauer Emad Burnat aus Bil’in, einem kleinen Ort im Westjordanland, dokumentiert mit der Kamera den Widerstand gegen die aggressive Okkupations- und Siedlungspolitik der Israelis. Sein Film ist gleichermaßen privates Tagebuch, politischer Essay und Alltagschronik. Während der mehrjährigen Dreharbeiten wurden fünf Kameras zerstört. Es sind jene Momente, in denen die defekten Aufnahmegeräte nur noch flackernde, in Pixel zerfallende Bilder übermitteln, die, mehr noch als explodierende Handgranaten und schreiende Verwundete, dem Film seine Dringlich-keit und eine ganz spezielle Textur verleihen.

http://www.viennale.at/de/film/5-broken-cameras  


Eintritt frei

Attac Hamburg: hamburg[at]attac.de

Nernstweg 32 in Altona

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 Frühere Aktivitäten:

 

Aufruf: Stoppt den Prawer-Plan

 

BERLIN, 30.11.2013 Mahnwache am Kottbusser Tor, Südblock in Kreuzberg um 13 Uhr
HAMBURG, 30.11.2013 Mahnwache am Hachmannplatz, Rückseite vom Haupthauptbahnhof, St. Georg um 13 Uhr
MÜNCHEN, 30.11.2013 Mahnwache am Karlplatz, Stachus um 13 Uhr


Am 24. Juni wurde der Prawer-Plan von der Knesset genehmigt, der im Falle seiner Umsetzung die Zerstörung von mehr als 35 nicht-anerkannten Dörfern im al Naqab vorsieht und zur Zwangsumsiedlung von über 70.000 palästinensischen BeduinenInnen führen wird.  Dies würde somit die größte israelische Landnahme seit 1948 bedeuten.

Der Prawer-Plan steht exemplarisch für die israelische Eindämmungspolitik gegenüber der palästinensisch-arabischen Bevölkerung zu Gunsten der demografischen Ausbreitung von israelisch-jüdischen Bevölkerungsgruppen.

Die internationale Gemeinschaft hat wiederholt Israel aufgerufen die Umsetzung des Prawer-Plans anzuhalten, da dieser immanent die Rechte der palästinensischen BeduinenInnen im Naqab verletzt. Das UN-Komitee zur Eliminierung von Rassendiskriminierung (CERD) hat Israel dazu aufgefordert den Gesetzesentwurf zum Prawer-Plan zurückzuziehen.

In 2012 forderte auch die EU Israel dazu auf den Prawer-Plan zu stoppen und damit zugleich die Verdrängung und Enteignung ein Ende zu setzen. In der palästinensischen Geschichte sind Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Zwangsumsiedlung durch die israelische Kolonialpolitik immer wieder kehrende Tatsachen.

Aus diesen Erfahrungen heraus werden wir uns diesen kontinuierlichen Angriffen und Aggressionen, denen unsere Communities in ganz Palästina ausgesetzt sind, widersetzen. Diesmal um zu verhindern, dass sich der Prawer-Plan zu einem weiteren Kapitel in der allzu langen und tragischen palästinensischen Geschichte verdichtet. Sich dem Prawer-Plan zu widersetzen heißt zugleich sich gegen ethnische Säuberung, Zwangsumsiedlung und Landnahme zu widersetzen.

Schließ Dich uns an und unterstütze uns beim Organisieren von Protesten und dem Versenden von Briefen an einflussreiche Personen in Deinem Land oder in Deiner Community, um somit auf den Prawer-Plan aufmerksam zu machen und somit öffentlichen Druck auszuüben und die Umsetzung dieses menschenrechtsverletzenden Plans zu verhindern.

Unterstütze uns (die Palästinenser_innen) mit einer Protestaktion und einem internationalen Protesttag am 30.11.2013 in Deinem Land.

 

Weitere Informationen über die Beduinen in Israel und den Prawer-Plan

http://www.palaestina-solidaritaet.de/2013/11/30-november-2013-tag-des-zorns-stoppt-den-prawer-plan/

1. Die Entwurzelung von 30.000 Beduinen in Israel
Wie Zwangsumsiedlung "freiwillig" geschieht

(…) Zur Zeit leben in den nicht anerkannten 45 Beduinendörfern in Israel schätzungsweise etwa 70.000 Menschen, denen per Gesetz untersagt ist, ihre Häuser an das Stromnetz anzuschließen oder Wasser- oder Abwasserleitungen zu haben. Auch Bautätigkeit ist streng reguliert, allein im vergangenen Jahr wurden 1.000 Wohnungen und Tiergehege von Beduinen, die die Regierung üblicherweise als "Strukturen" bezeichnet, zerstört. In diesen Dörfern gibt es keine gepflasterten Straßen, und es ist verboten, an den Autostraßen Ortsschilder aufzustellen. Auch ein Blick in die Landkarte hilft dann nicht, da keines dieser Dörfer eingezeichnet ist. Jedenfalls geografisch existieren diese Bürger Israels nicht.


(…) Vor der Gründung des Staates Israel lebten etwa 70.000 Beduinen im Negev. Nach dem Krieg von 1948 waren nur noch etwa 12.000 geblieben, während die anderen  nach Jordanien und Ägypten geflohen oder vertrieben worden waren.

Auf Grund der Direktiven des ersten israelischen Premierministers, David Ben Gurion, wurden viele der gebliebenen Beduinen von ihrem Land, auf dem sie über Generationen gelebt hatten, gerissen und in einer unfruchtbaren Gegend, meist im Nordosten des Negev, konzentriert, einer Region, die man als "Siyag" (Einfriedung) kennt.Diese Region umfasst eine Million Dunam (1 Dunam enstprechen 1.000 Quadratmetern) bzw. etwas weniger als 10 Prozent des Territoriums des Negev. Durch diese Zwangsumsiedlung wurden die fruchtbarsten Böden von den arabischen Einwohnern gesäubert und den neuen Kibbutzim und Moshavim übergeben, jüdischen Landwirtschaftskommunen, die die fruchtbaren Böden uneingeschränkt nutzen. (...)

Nach ihrer Umsiedlung bis 1966 standen die Beduinen, israelische Bürger, unter einem strengen Militärregime; ihre Mobilität wurde eingeschränkt, man verweigerte ihnen grundlegende politische, soziale und wirtschaftliche Rechte. (...)

 

Der (zweite) Plan ab 1966 bestand darin, die Beduinen-Bevölkerung in semi-urbanen Räumen zu konzentrieren, die schließlich nur einen winzigen Prozentsatz ihrer ursprünglichen Stammesböden ausmachten. Mehrere Jahre lang trafen sich Regierungsbeamte mit Beduinenscheichs und kamen mit vielen von ihnen zu Vereinbarungen. In einem stufenweisen Prozess, der 20 Jahre dauerte, gründete man sieben Townships: Tel-Sheva, Rahat, Segev Shalom, Kusaife, Lqya, Hura und Ar'ara.

 In einigen Fällen lebten noch Beduinen an den Orten, wo eine Township errichtet wurde, die große Mehrheit aber wurde wieder umgesiedelt und in diese Townships gebracht, die nur für Beduinen gedacht sind. Einige gingen freiwillig, andere wurden gezwungen. Der Preis, den die Familien für ihre Umsiedlung zahlen mussten, war beträchtlich: Verzicht auf große Teile ihres Landes und ihre bäuerliche Lebensweise. 

 

Noch viele Jahre nach der Errichtung der Townships war es den dort lebenden Beduinen nicht erlaubt, demokratische Wahlen abzuhalten, und ihre Gemeindeverwaltungen  wurden von jüdischen Beamten der Innenministeriums geleitet. Die Townships waren rasch überbevölkert, die Infrastruktur armselig, es gab kaum Arbeitsmöglichkeiten. Jetzt stehen die sieben Townships, in denen etwa 135.000 Menschen leben, am untersten Ende der sozioökonomischen Skala in Israel, bei 1 von 10; typisch für sie ist die hohe Arbeitslosigkeit, hohe Geburtsraten und drittklassige Bildungseinrichtungen.

 

Und schließlich ernannte die Regierung Prawer, der versuchen sollte, ein für alle Mal das "Beduinen-Problem" zu lösen. Er hat den Auftrag, die Beduinen, die nicht bereit sind ihre Eigentumsrechte abzugeben und in nicht anerkannten Dörfern geblieben sind, umzusiedeln. (…)

http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_Israel_juedische/gordon_neve_Zwangsumsiedlung%20von%2030000%20Beduinen%20in%20Israel.htm



2. "Die Nakba hat nie aufgehört"

Die Rechtsanwältin Haneen Naamnih über die geplante Vertreibung der Beduinen aus der Negev-Wüste *


Die israelische Palästinenserin Haneen Naamnih ist Juristin und Mitarbeiterin des Internetmagazins www.jadaliyya.com. Über die Pläne der israelischen Regierung, die Beduinen aus der Negev-Wüste auszusiedeln, sprach mit Haneen Naamnih für »nd« Rolf-Henning Hintze.
http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Israel/beduinen6.html


3. Aus Israel: Stop Prawer!

Rabbis for Human Rights is the only rabbinic voice of conscience in Israel, defending human rights of marginalized communities within Israel and the Palestinian Territories.  

http://rhr.org.il/eng/stop-prawer/


4. Stellungnahme der  “Jüdischen Stimme” zur Genehmigung des “Prawer - Begin - Plans”

 Der südliche Teil Israels, Naqab bzw. Negev auf Hebräisch, umfasst ungefähr 60 % des israelischen Territoriums  innerhalb seiner international anerkannten Grenzen.  Dieses wasserarme Gebiet war die Heimstatt für palästinensische und beduinische Bürger schon lange,  bevor der Staat Israel gegründet wurde. Doch die israelische Regierung setzt alles daran, nun schon über Generationen, den Naqab/ Negev zu “judaisieren”.  So arbeitet die israelische Regierung nicht nur daran, den Naqab/Negev mit so vielen “Juden” wie möglich zu besiedeln, sondern auch die Anzahl der “Araber”, besonders der dort lebenden Beduinen, zu vermindern.(...) Weiter: http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_deutsch/Zur%20Genehmigung%20des%20Prawer%20-%20Begin%20-%20Plans.htm



Unsere Ziele und Aktivitäten

Unsere Ziele

Wir setzen uns für die Einhaltung der Menschenrechte und für einen gerechten und dauerhaften Frieden in Palästina und Israel auf der Basis des internationalen Rechts ein. Damit reihen wir uns in die weltweite Bewegung gegen die neoliberale Globalisierung ein, die für das Recht auf Selbstbestimmung und gegen wirtschaftliche, politische und militärische Unterdrückung kämpft.
Die Kernpunkte eines dauerhaften und gerechten Friedens in Palästina und Israel sind:
1.    die sofortige Beendigung der Besatzung der palästinensischen Gebiete - Westbank, Gaza und Ostjerusalem – und die Anerkennung der Grenzen vom 4. Juni 1967;
2.     die vollständige Räumung aller israelischen Siedlungen in allen be-setzten Gebieten;
3.    die Anerkennung von Israels Anteil an der Schaffung des Problems der palästinensischen Flüchtlinge und das prinzipielle Rückkehrrecht der Flüchtlinge;
4.    Unterstützung des Rechts von Israelis und Palästinensern auf lebens-fähige Staaten mit international garantierten Grenzen;


Wir sind jeden Tag entsetzt, wie der Staat Israel die Verfolgung und Unterdrückung der Palästinenser weiter verschärft und wie die mehrfache Verurteilung seiner Politik durch die UNO-Institutionen folgenlos bleibt.
Wir wollen dazu beitragen, Druck auf die Institutionen (Regierungen, UN) auszuüben, um die Umsetzung der entsprechenden internationalen Resolutionen und Konventionen zu garantieren.
Wir wollen dazu beitragen, dass ein direkter Dialog zwischen den Menschen in Israel und Palästina gefördert wird. Dafür unterstützen wir die Menschen in Palästina und Israel, die sich dort für diese Ziele einsetzen.
Wir suchen die Zusammenarbeit mit anderen Menschen in Hamburg und anderswo, die ebenfalls diese Ziele vertreten.

Unsere Tätigkeiten

Öffentlichkeitsarbeit:
Infostände / Teilnahme an Demonstrationen / Unterschriftensammlungen / Veranstaltungen (mit Friedensaktivisten aus Israel und Palästina) / Work-shops / Ausstellung / Veröffentlichungen

Teilnahme an Aktionen, insb.:
-    gegen den Mauerbau und zur Unterstützung des Widerstands dagegen
(z.B. in Bil´in);
-    gegen die Blockade von Gaza;
-    zur Unterstützung der palästinensischen Gefangenen;
-    zur Unterstützung der israelischen Kriegsdienstverweigerer (Refusniks) und des International Solidarity Movement;
-    zur Stärkung der humanitären Hilfe;
-    gegen die Waffenexporte nach Israel und gegen die Importe von Waren aus den illegalen israelischen Siedlungen in den besetzten Gebieten;
-    für die Aussetzung des Assoziationsabkommens zwischen der EU und Israel, und zwar solange, wie Israel die Menschenrechte nicht respektiert.

Veröffentlichungen der AG Palästina

jerusalem.pdf

Ostjerusalem: Israelische Siedler vertreiben Palästinenser

israelische_Bulldozer.pdf

Zerstörung von Solaranlagen in den palästinensischen Gebieten durch Israel

zerstoerung_von_solaranlagen_4_seiten.pdf

200805_reader_ps_neu_rf.pdf

Reader von 48 Seiten: Schluss mit der Besatzung der palästinensischen Gebiete durch Israel!

Weitere Informationen / Analysen /Stellungnahmen

Beiträge zu Palästina und Israel in "Sand im Getriebe": sandimgetriebe.attac.at/10356.html

 

Alle folgenden Meldungen sind aus "Sand im Getriebe" Nr.96, http://www.attac.de/aktuell/attac-medien/sig/

Weltsozialforum Freies Palästina, 28. Nov - 1. Dez 2012 in Porto Alegre

Eine Welle der Solidarität mit Palästina hat Europa und die Welt erfasst.
Wir, Organisationen in Europa, rufen auf zur Teilnahme am Weltsozialforum Freies Palästina, einem weltweiten Treffen von auf breiter Basis agierenden  zivilgesellschaftlichen Bewegungen aus der ganzen Welt. Wir rufen auf zu einer breiten Beteiligung unterschiedlicher zivilgesellschaftlicher Organisationen in Europa, diese einzigartige Gelegenheit zu ergreifen, um mit internationalen Partnern ein Netzwerk zu bilden und an der Vorbereitung des Forums mitzuwirken.

Das Weltsozialforum Freies Palästina hat sich zum Ziel gesetzt:

- Die Stärke der Solidarität mit den Forderungen des palästinensischen Volkes aufzuzeigen und die Vielfalt der Initiativen und Aktivitäten um Gerechtigkeit und Frieden in der Region darzustellen.

- Wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die palästinensische Selbstbestimmung, die Schaffung eines palästinensischen Staates mit Jerusalem als Hauptstadt zu sichern und die Einhaltung der Menschenrechte und des Völkerrechts zu gewährleisten durch:
a) das Ende der israelischen Besatzung und der Kolonialisierung allen arabischen Landes und den Abriss der Mauer;
b) Gewährleistung der fundamentalen Rechte der palästinensischen Bürgerinnen und Bürger Israels auf vollständige Gleichstellung; und
c) Einsetzung, Schutz und Förderung des Rechts der palästinensischen Flüchtlinge,in ihre Heimat und auf ihre Besitztümer zurückzukehren, wie es in der UN-Resolution 194 festgelegt wurde.

- Einen Raum für Diskussion, Austausch von Ideen, Strategien und Plänen zu bieten, um die Strukturen der Solidaritätsarbeit zu verbessern.

Wir rufen europäische Solidaritätsbewegungen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Netzwerke und Gewerkschaften auf, das Weltsozialforum Freies Palästina zu unterstützen und an ihm teilzunehmen.

Unterstützende Gruppen aus europäischen Ländern:
> www.palaestina-solidaritaet.de/?page_id=20
Webseite zum WSF FP: > http://wsfpalestine.net/

Internationaler Aufruf für Ende der Gaza-Blockade

Fünf Jahre Abriegelung
Anlässlich des fünften Jahrestags der Abriegelung des Gazastreifens fordern heute 50 internationale Hilfs- und UN-Organisationen, darunter "medico international" in einem gemeinsamen Aufruf ein Ende der Blockade:
"Seit über fünf Jahren leiden mehr als 1,6 Millionen Menschen unter einer völkerrechtswidrigen Abriegelung des Gazastreifens. Mehr als die Hälfte hiervon sind Kinder. Wir, die Unterzeichnenden fordern mit einer Stimme: Beendet die Abriegelung jetzt."
Die Abriegelung des Gazastreifens und seine Trennung von der Westbank und Ostjerusalem ist Teil einer israelischen Politik der Fragmentierung der palästinensischen Gebiete, sagt Tsafrir Cohen, Nahostreferent der Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation: "Will die Bundesregierung am Ziel einer Zweistaatenlösung festhalten, muss sie massiven Druck auf Israel ausüben die Abriegelung aufzuheben. Ansonsten droht die Zersplitterung der Palästinensergebiete unumkehrbar zu werden."

Der Aufruf wurde u.a. von Amnesty International, IKV Pax Christi, Oxfam, Terre des Hommes, UNICEF, UNESCO, UNRWA, Weltgesundheitsorganisation unterschrieben.

Über die Situation in Gaza siehe auch:
Bericht der UN-Organisation für die besetzten Gebiete: > www.ochaopt.org/gazablockade/

> www.medico.de/themen/menschenrechte/nahost/dokumente/einige-irrtuemer-zu-gaza-und-die-lebenswirklichkeit-in-einem-abgeriegelten-streifen/4235/

Medico international: Israel zerstört Solar-und Windanlagen
Israel will erneut von Deutschland finanzierte humanitäre Projekte im Westjordanland abreißen

Pressemitteilung, 19.06.2012
Erneut haben israelische Behörden Abrissverfügungen für humanitäre Projekte im Westjordanland erteilt. Betroffen sind diesmal Solar- und Windanlagen, welche die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation "medico international" in Zusammenarbeit mit der israelischen Organisation Comet-ME in dem palästinensischen Dorf Tuba errichtete. Finanziert werden die Projekte aus Spendengeldern und mit finanzieller Unterstützung des Deutschen Auswärtigen Amts.
Rund 1.500 Palästinenser sind von der dezentralen, regenerativen Energieversorgung abhängig, da die israelische Administration ihnen den Anschluss an die bestehenden Wasser- und Stromleitungen in den sog. C-Gebieten, entgegen dem Humanitären Völkerrecht, verweigert. "Die israelischen Behörden fördern dort zwar den Siedlungsbau mit großzügigen Subventionen, genehmigen Palästinensern aber keinerlei Baumaßnahmen in ihren Dörfern", kritisiert medico-Nahostreferent Tsafrir Cohen.
Cohen erläutert: "Der drohenden Abriss ist Ausdruck einer Politik der gezielten Rückentwicklung. Die israelische Administration macht der palästinensischen Bevölkerung das Leben in den C-Gebieten unmöglich. Sie sollen so in die dichtgedrängten städtischen Enklaven Ramallah oder Hebron verdrängt werden." Aber ohne den ländlichen Raum der C-Gebiete – immerhin 60 Prozent der Westbank – ist kein lebensfähiger palästinensischer Staat möglich. Darin sind sich ebenfalls Bundesregierung, EU, UN und Weltbank einig. Deshalb sorgten Abrissverfügungen für ähnliche Projekte von medico international und Comet-ME Anfang 2012 für internationale Proteste. Mit der Fortsetzung der Abrissprozedur, so Cohen, erteilt die israelische Politik einer Zweistaatenlösung weiter faktisch eine Absage.

> www.medico.de/presse/pressemitteilungen/israel-will-erneut-von-deutschland-finanzierte-humanitaere-projekte-im-westjordanland-abreissen/4236/

Berichte:
> www.medico.de/themen/vernetztes-handeln/blogs/paradoxe-hoffnung/2012/02/15/248/
> www.medico.de/themen/krieg/nahost/dokumente/cgebiete/4167/#Gal

 

Pax Christi: "Besatzung schmeckt bitter"
Mit der bundesweiten Aktion "Besatzung schmeckt bitter" möchte die Nahostkommission von pax christi Verbraucher/innen darauf aufmerksam machen, dass Obst und Gemüse mit der Ursprungsangabe "Israel" vielfach aus völkerrechtswidrigen Siedlungen stammt.
Was kann ich tun?
- Fordern Sie mit uns die eindeutige Kennzeichnung von Waren, die aus israelischen Siedlungen stammen.


- Melden Sie Lebensmittel, deren Herkunft Ihnen unklar ist, über das bundesweite Webportal > www.lebensmittelklarheit.de an die Verbraucherzentralen.


- Verzichten Sie - bis die Kennzeichnungspflicht erfüllt ist - auf Lebensmittel, die die unklare Ursprungsangabe "Israel" tragen, wenn es sich dabei um Siedlungsprodukte handeln könnte. Kaufen Sie nur Produkte, von denen Sie sicher wissen, dass sie aus Israel stammen.

 Farbig bedruckte Obsttüten als "Hingucker" für den Dialog mit Einzelhändlern und für Aktionen vor Ort stellen wir Ihnen zusammen mit weiteren Aktionsmaterialien gern kostenlos zur Verfügung.

Bitte schicken Sie Ihre Bestellung an sekretariat[at]paxchristi.de und geben Sie Ihre Adresse und die gewünschte Anzahl an.

Mehr:
> www.paxchristi.de/nahost.infos.2/nahost.infos.2.2.3/index.html
Kurzes Video: > www.katholisch1.tv/index.php/kath1/Startseite/Besatzung_schmeckt_bitter   

Hungerstreik von palästinensischen Gefangenen
Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.: Presseerklärung
Berlin, 25. Juni, 2012
Am 14. Mai 2012 befanden sich ca. 2000 palästinensische Gefangene im Hungerstreik. Sie kämpften gegen die inhumanen und gesetzwidrigen Bedingungen ihres Hafts, u.a. gegen die Administrativhaft, wobei sie ohne Anklage oder Prozess auf immer wieder verlängerten Fristen im Gefängnis gehalten werden, gegen die Isolierhaft, und dafür, daß sie Familienbesuch und adäquate medizinische Behandlung bekommen dürfen.
Am 14. Mai wurde ein Abkommen mit den israelischen Gefängnisbehörden getroffen, worauf die meisten Gefangenen wieder angefangen haben, Nahrung zu sich zu nehmen. Am 31. Mai starb Zuhair Lubada als Folge der Schäden, die seine Gesundheit durch den Streik erlitten hat. Einer der zwei, die weiter gehungert haben, war Mahmoud Sarsak, ein prominenter palästinensicher Fußballer, der als solcher viele internationale Unterstützung bekam. Als Folge des Versprechens, daß er am Ende seiner gegenwärtigen Administrativhaft am 10 Juli freigelassen wird, hat auch er am Montag wieder angefangen zu essen.
Am Donnerstag begann aber erneut Hassan Safadi einen Hungerstreik, den er am 14 Mai nach 71 Tagen aufgegeben hatte, weil das Versprechen, ihn aus dem Administrativhaft zu befreien, nich eingehalten wurde. Als ‘Strafe’ dafür ist er jetzt in Isolationshaft.
Es ist zu befürchten, daß Ähnliches öfters der Fall sein wird.
Der Mangel an Interesse seitens der internationalen Presse trägt dazu bei, daß Israel Karte Blanche nimmt, aus eigenen Interessen Abkommen zu treffen, die sie nicht einhält.
Deshalb stehen wir weiter wöchentlich vor der israelischen Botschaft in Berlin, um gegen die Haft- und allgemeinen Lebensbedingungen der Palästinenser zu protestieren.

Weitere Informationen und Protestbrief zum Unterschreiben:
> www.amnesty.org/en/library/asset/MDE15/035/2012/en/7829f26c-62ff-4f6f-9a25-d0d619edc82a/mde150352012en.html


Noam Chomsky: Palestinian Hunger Strike a Protest Against "Violations of Elementary Human Rights"
> www.democracynow.org/2012/5/14/noam_chomsky_palestinian_hunger_strike_a

Praxis der Administrativhaft: "Inhaftierung ohne Anklage, ohne Prozess, das Besuchsrecht massiv eingeschränkt: Administrativhaft ist laut eines heute veröffentlichten Berichts von Amnesty International immer noch gängige Praxis in Israel. Ende April saßen 308 Palästinenser in israelischen Gefängnissen in Administrativhaft - unter ihnen 24 Mitglieder des palästinensischen Legislativrates, Menschenrechtsverteidiger und Journalisten. Sie sind, ebenso wie viele andere palästinensische Gefangene in Israel, der Gefahr der Folter sowie grausamer und entwürdigender Behandlung während ihrer Gefangenschaft ausgesetzt - auch als Strafmaßnahme für Hungerstreiks oder andere Formen des Protests."
> www.amnesty.de/presse/2012/6/6/amnesty-israel-muss-endlich-administrativhaft-fuer-palaestinenser-abschaffen?destination=node%2F2939  

Ein anderer, etwas ausführlicherer Artikel über diese Praxis, auch mit Hinweis auf einen neuen Bericht:  > www.amnesty-koeln-gruppe2415.de/


Astrid Schaffert: CINEMA JENIN
Am 28.06.2012 kommt der Dokumentarfilm von Marcus Vetter CINEMA JENIN in die bundesdeutschen Kinos.
Es ist der dritte Dokumentarfilm des Regisseurs aus Jenin in der Westbank. Bei Dreharbeiten zu seinem zweiten Film, in dem er Ismail Khatib, den Vater eines elfjährigen Jungen, der im Flüchtlingslager durch die Israelis erschossen wurde, dazu interviewte, warum der die Organe seines Sohnes israelischen Kindern spendete, entstand die Idee, das alte Kino in Jenin wieder aufzubauen.
Zusammen mit dem Übersetzer Ismail stürzen sie sich in das Projekt, das, wir können es uns denken, nicht einfach zu realisieren ist.
CINEMA JENIN schildert in der Art eines persönlichen Tagebuchs das schwierige, aber schließlich erfolgreiche Ringen um das ungewöhnliche Projekt. (...)
Nachdem im August 2010 das Cinema Jenin eröffnet wurde, feierte der Film CINEMA JENIN am 5. April 2012, dort seine Premiere. (…)
> http://thefreedomtheatre.org
> http://www.freedombus.ps
> http://powerofculture.info/blog/tag/the-freedom-theatre

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