Hamburg

AG Palaestina

Arbeitgruppe PalĂ€stina,  Kontakt: hamburg[at]attac.de

Inhalt der Seite:

- Unsere Ziele und AktivitÀten

- Unsere Veröffentlichungen

- Aktuelle Meldungen

- Hinweise auf andere Internetseiten

Unsere Ziele und AktivitÀten

Unsere Ziele

Wir setzen uns fĂŒr die Einhaltung der Menschenrechte und fĂŒr einen gerechten und dauerhaften Frieden in PalĂ€stina und Israel auf der Basis des internationalen Rechts ein. Damit reihen wir uns in die weltweite Bewegung gegen die neoliberale Globalisierung ein, die fĂŒr das Recht auf Selbstbestimmung und gegen wirtschaftliche, politische und militĂ€rische UnterdrĂŒckung kĂ€mpft.
Die Kernpunkte eines dauerhaften und gerechten Friedens in PalÀstina und Israel sind:
1.    die sofortige Beendigung der Besatzung der palĂ€stinensischen Gebiete - Westbank, Gaza und Ostjerusalem – und die Anerkennung der Grenzen vom 4. Juni 1967;
2.     die vollstĂ€ndige RĂ€umung aller israelischen Siedlungen in allen be-setzten Gebieten;
3.    die Anerkennung von Israels Anteil an der Schaffung des Problems der palĂ€stinensischen FlĂŒchtlinge und das prinzipielle RĂŒckkehrrecht der FlĂŒchtlinge;
4.    UnterstĂŒtzung des Rechts von Israelis und PalĂ€stinensern auf lebens-fĂ€hige Staaten mit international garantierten Grenzen;


Wir sind jeden Tag entsetzt, wie der Staat Israel die Verfolgung und UnterdrĂŒckung der PalĂ€stinenser weiter verschĂ€rft und wie die mehrfache Verurteilung seiner Politik durch die UNO-Institutionen folgenlos bleibt.
Wir wollen dazu beitragen, Druck auf die Institutionen (Regierungen, UN) auszuĂŒben, um die Umsetzung der entsprechenden internationalen Resolutionen und Konventionen zu garantieren.
Wir wollen dazu beitragen, dass ein direkter Dialog zwischen den Menschen in Israel und PalĂ€stina gefördert wird. DafĂŒr unterstĂŒtzen wir die Menschen in PalĂ€stina und Israel, die sich dort fĂŒr diese Ziele einsetzen.
Wir suchen die Zusammenarbeit mit anderen Menschen in Hamburg und anderswo, die ebenfalls diese Ziele vertreten.

Unsere TĂ€tigkeiten

Öffentlichkeitsarbeit:
InfostÀnde / Teilnahme an Demonstrationen / Unterschriftensammlungen / Veranstaltungen (mit Friedensaktivisten aus Israel und PalÀstina) / Work-shops / Ausstellung / Veröffentlichungen

Teilnahme an Aktionen, insb.:
-    gegen den Mauerbau und zur UnterstĂŒtzung des Widerstands dagegen
(z.B. in BilÂŽin);
-    gegen die Blockade von Gaza;
-    zur UnterstĂŒtzung der palĂ€stinensischen Gefangenen;
-    zur UnterstĂŒtzung der israelischen Kriegsdienstverweigerer (Refusniks) und des International Solidarity Movement;
-    zur StĂ€rkung der humanitĂ€ren Hilfe;
-    gegen die Waffenexporte nach Israel und gegen die Importe von Waren aus den illegalen israelischen Siedlungen in den besetzten Gebieten;
-    fĂŒr die Aussetzung des Assoziationsabkommens zwischen der EU und Israel, und zwar solange, wie Israel die Menschenrechte nicht respektiert.

Weltsozialforum Freies PalÀstina 28.Nov -1.Dez

Infos unter: http://www.palaestina-solidaritaet.de/?page_id=20 

Veröffentlichungen der AG PalÀstina

jerusalem.pdf

Ostjerusalem: Israelische Siedler vertreiben PalÀstinenser

israelische_Bulldozer.pdf

Zerstörung von Solaranlagen in den palÀstinensischen Gebieten durch Israel

zerstoerung_von_solaranlagen_4_seiten.pdf

200805_reader_ps_neu_rf.pdf

Reader von 48 Seiten: Schluss mit der Besatzung der palÀstinensischen Gebiete durch Israel!

Aktuelle Meldungen

Alle Meldungen aus "Sand im Getriebe" Nr.96, http://www.attac.de/aktuell/attac-medien/sig/

Weltsozialforum Freies PalÀstina, 28. Nov - 1. Dez 2012 in Porto Alegre

Eine Welle der SolidaritÀt mit PalÀstina hat Europa und die Welt erfasst.
Wir, Organisationen in Europa, rufen auf zur Teilnahme am Weltsozialforum Freies PalĂ€stina, einem weltweiten Treffen von auf breiter Basis agierenden  zivilgesellschaftlichen Bewegungen aus der ganzen Welt. Wir rufen auf zu einer breiten Beteiligung unterschiedlicher zivilgesellschaftlicher Organisationen in Europa, diese einzigartige Gelegenheit zu ergreifen, um mit internationalen Partnern ein Netzwerk zu bilden und an der Vorbereitung des Forums mitzuwirken.

Das Weltsozialforum Freies PalÀstina hat sich zum Ziel gesetzt:

- Die StÀrke der SolidaritÀt mit den Forderungen des palÀstinensischen Volkes aufzuzeigen und die Vielfalt der Initiativen und AktivitÀten um Gerechtigkeit und Frieden in der Region darzustellen.

- Wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die palĂ€stinensische Selbstbestimmung, die Schaffung eines palĂ€stinensischen Staates mit Jerusalem als Hauptstadt zu sichern und die Einhaltung der Menschenrechte und des Völkerrechts zu gewĂ€hrleisten durch:
a) das Ende der israelischen Besatzung und der Kolonialisierung allen arabischen Landes und den Abriss der Mauer;
b) GewĂ€hrleistung der fundamentalen Rechte der palĂ€stinensischen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger Israels auf vollstĂ€ndige Gleichstellung; und
c) Einsetzung, Schutz und Förderung des Rechts der palĂ€stinensischen FlĂŒchtlinge,in ihre Heimat und auf ihre BesitztĂŒmer zurĂŒckzukehren, wie es in der UN-Resolution 194 festgelegt wurde.

- Einen Raum fĂŒr Diskussion, Austausch von Ideen, Strategien und PlĂ€nen zu bieten, um die Strukturen der SolidaritĂ€tsarbeit zu verbessern.

Wir rufen europĂ€ische SolidaritĂ€tsbewegungen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Netzwerke und Gewerkschaften auf, das Weltsozialforum Freies PalĂ€stina zu unterstĂŒtzen und an ihm teilzunehmen.

UnterstĂŒtzende Gruppen aus europĂ€ischen LĂ€ndern:
> www.palaestina-solidaritaet.de/?page_id=20
Webseite zum WSF FP: > http://wsfpalestine.net/

Internationaler Aufruf fĂŒr Ende der Gaza-Blockade

FĂŒnf Jahre Abriegelung
AnlĂ€sslich des fĂŒnften Jahrestags der Abriegelung des Gazastreifens fordern heute 50 internationale Hilfs- und UN-Organisationen, darunter "medico international" in einem gemeinsamen Aufruf ein Ende der Blockade:
"Seit ĂŒber fĂŒnf Jahren leiden mehr als 1,6 Millionen Menschen unter einer völkerrechtswidrigen Abriegelung des Gazastreifens. Mehr als die HĂ€lfte hiervon sind Kinder. Wir, die Unterzeichnenden fordern mit einer Stimme: Beendet die Abriegelung jetzt."
Die Abriegelung des Gazastreifens und seine Trennung von der Westbank und Ostjerusalem ist Teil einer israelischen Politik der Fragmentierung der palĂ€stinensischen Gebiete, sagt Tsafrir Cohen, Nahostreferent der Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation: "Will die Bundesregierung am Ziel einer Zweistaatenlösung festhalten, muss sie massiven Druck auf Israel ausĂŒben die Abriegelung aufzuheben. Ansonsten droht die Zersplitterung der PalĂ€stinensergebiete unumkehrbar zu werden."

Der Aufruf wurde u.a. von Amnesty International, IKV Pax Christi, Oxfam, Terre des Hommes, UNICEF, UNESCO, UNRWA, Weltgesundheitsorganisation unterschrieben.

Über die Situation in Gaza siehe auch:
Bericht der UN-Organisation fĂŒr die besetzten Gebiete: > www.ochaopt.org/gazablockade/

> www.medico.de/themen/menschenrechte/nahost/dokumente/einige-irrtuemer-zu-gaza-und-die-lebenswirklichkeit-in-einem-abgeriegelten-streifen/4235/

Medico international: Israel zerstört Solar-und Windanlagen
Israel will erneut von Deutschland finanzierte humanitĂ€re Projekte im Westjordanland abreißen

Pressemitteilung, 19.06.2012
Erneut haben israelische Behörden AbrissverfĂŒgungen fĂŒr humanitĂ€re Projekte im Westjordanland erteilt. Betroffen sind diesmal Solar- und Windanlagen, welche die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation "medico international" in Zusammenarbeit mit der israelischen Organisation Comet-ME in dem palĂ€stinensischen Dorf Tuba errichtete. Finanziert werden die Projekte aus Spendengeldern und mit finanzieller UnterstĂŒtzung des Deutschen AuswĂ€rtigen Amts.
Rund 1.500 PalĂ€stinenser sind von der dezentralen, regenerativen Energieversorgung abhĂ€ngig, da die israelische Administration ihnen den Anschluss an die bestehenden Wasser- und Stromleitungen in den sog. C-Gebieten, entgegen dem HumanitĂ€ren Völkerrecht, verweigert. "Die israelischen Behörden fördern dort zwar den Siedlungsbau mit großzĂŒgigen Subventionen, genehmigen PalĂ€stinensern aber keinerlei Baumaßnahmen in ihren Dörfern", kritisiert medico-Nahostreferent Tsafrir Cohen.
Cohen erlĂ€utert: "Der drohenden Abriss ist Ausdruck einer Politik der gezielten RĂŒckentwicklung. Die israelische Administration macht der palĂ€stinensischen Bevölkerung das Leben in den C-Gebieten unmöglich. Sie sollen so in die dichtgedrĂ€ngten stĂ€dtischen Enklaven Ramallah oder Hebron verdrĂ€ngt werden." Aber ohne den lĂ€ndlichen Raum der C-Gebiete – immerhin 60 Prozent der Westbank – ist kein lebensfĂ€higer palĂ€stinensischer Staat möglich. Darin sind sich ebenfalls Bundesregierung, EU, UN und Weltbank einig. Deshalb sorgten AbrissverfĂŒgungen fĂŒr Ă€hnliche Projekte von medico international und Comet-ME Anfang 2012 fĂŒr internationale Proteste. Mit der Fortsetzung der Abrissprozedur, so Cohen, erteilt die israelische Politik einer Zweistaatenlösung weiter faktisch eine Absage.

> www.medico.de/presse/pressemitteilungen/israel-will-erneut-von-deutschland-finanzierte-humanitaere-projekte-im-westjordanland-abreissen/4236/

Berichte:
> www.medico.de/themen/vernetztes-handeln/blogs/paradoxe-hoffnung/2012/02/15/248/
> www.medico.de/themen/krieg/nahost/dokumente/cgebiete/4167/#Gal

 

Pax Christi: "Besatzung schmeckt bitter"
Mit der bundesweiten Aktion "Besatzung schmeckt bitter" möchte die Nahostkommission von pax christi Verbraucher/innen darauf aufmerksam machen, dass Obst und GemĂŒse mit der Ursprungsangabe "Israel" vielfach aus völkerrechtswidrigen Siedlungen stammt.
Was kann ich tun?
- Fordern Sie mit uns die eindeutige Kennzeichnung von Waren, die aus israelischen Siedlungen stammen.‹‹
- Melden Sie Lebensmittel, deren Herkunft Ihnen unklar ist, ĂŒber das bundesweite Webportal > www.lebensmittelklarheit.de an die Verbraucherzentralen.
‹‹- Verzichten Sie - bis die Kennzeichnungspflicht erfĂŒllt ist - auf Lebensmittel, die die unklare Ursprungsangabe "Israel" tragen, wenn es sich dabei um Siedlungsprodukte handeln könnte. Kaufen Sie nur Produkte, von denen Sie sicher wissen, dass sie aus Israel stammen.‹‹ Farbig bedruckte ObsttĂŒten als "Hingucker" fĂŒr den Dialog mit EinzelhĂ€ndlern und fĂŒr Aktionen vor Ort stellen wir Ihnen zusammen mit weiteren Aktionsmaterialien gern kostenlos zur VerfĂŒgung.

Bitte schicken Sie Ihre Bestellung an sekretariat[at]paxchristi.de und geben Sie Ihre Adresse und die gewĂŒnschte Anzahl an.

Mehr:
> www.paxchristi.de/nahost.infos.2/nahost.infos.2.2.3/index.html
Kurzes Video: > www.katholisch1.tv/index.php/kath1/Startseite/Besatzung_schmeckt_bitter   

Hungerstreik von palÀstinensischen Gefangenen
JĂŒdische Stimme fĂŒr gerechten Frieden in Nahost e.V.: PresseerklĂ€rung
Berlin, 25. Juni, 2012
Am 14. Mai 2012 befanden sich ca. 2000 palĂ€stinensische Gefangene im Hungerstreik. Sie kĂ€mpften gegen die inhumanen und gesetzwidrigen Bedingungen ihres Hafts, u.a. gegen die Administrativhaft, wobei sie ohne Anklage oder Prozess auf immer wieder verlĂ€ngerten Fristen im GefĂ€ngnis gehalten werden, gegen die Isolierhaft, und dafĂŒr, daß sie Familienbesuch und adĂ€quate medizinische Behandlung bekommen dĂŒrfen.
Am 14. Mai wurde ein Abkommen mit den israelischen GefĂ€ngnisbehörden getroffen, worauf die meisten Gefangenen wieder angefangen haben, Nahrung zu sich zu nehmen. Am 31. Mai starb Zuhair Lubada als Folge der SchĂ€den, die seine Gesundheit durch den Streik erlitten hat. Einer der zwei, die weiter gehungert haben, war Mahmoud Sarsak, ein prominenter palĂ€stinensicher Fußballer, der als solcher viele internationale UnterstĂŒtzung bekam. Als Folge des Versprechens, daß er am Ende seiner gegenwĂ€rtigen Administrativhaft am 10 Juli freigelassen wird, hat auch er am Montag wieder angefangen zu essen.
Am Donnerstag begann aber erneut Hassan Safadi einen Hungerstreik, den er am 14 Mai nach 71 Tagen aufgegeben hatte, weil das Versprechen, ihn aus dem Administrativhaft zu befreien, nich eingehalten wurde. Als ‘Strafe’ dafĂŒr ist er jetzt in Isolationshaft.
Es ist zu befĂŒrchten, daß Ähnliches öfters der Fall sein wird.
Der Mangel an Interesse seitens der internationalen Presse trĂ€gt dazu bei, daß Israel Karte Blanche nimmt, aus eigenen Interessen Abkommen zu treffen, die sie nicht einhĂ€lt.
Deshalb stehen wir weiter wöchentlich vor der israelischen Botschaft in Berlin, um gegen die Haft- und allgemeinen Lebensbedingungen der PalÀstinenser zu protestieren.

Weitere Informationen und Protestbrief zum Unterschreiben:
> www.amnesty.org/en/library/asset/MDE15/035/2012/en/7829f26c-62ff-4f6f-9a25-d0d619edc82a/mde150352012en.html


Noam Chomsky: Palestinian Hunger Strike a Protest Against "Violations of Elementary Human Rights"
> www.democracynow.org/2012/5/14/noam_chomsky_palestinian_hunger_strike_a

Praxis der Administrativhaft: "Inhaftierung ohne Anklage, ohne Prozess, das Besuchsrecht massiv eingeschrĂ€nkt: Administrativhaft ist laut eines heute veröffentlichten Berichts von Amnesty International immer noch gĂ€ngige Praxis in Israel. Ende April saßen 308 PalĂ€stinenser in israelischen GefĂ€ngnissen in Administrativhaft - unter ihnen 24 Mitglieder des palĂ€stinensischen Legislativrates, Menschenrechtsverteidiger und Journalisten. Sie sind, ebenso wie viele andere palĂ€stinensische Gefangene in Israel, der Gefahr der Folter sowie grausamer und entwĂŒrdigender Behandlung wĂ€hrend ihrer Gefangenschaft ausgesetzt - auch als Strafmaßnahme fĂŒr Hungerstreiks oder andere Formen des Protests."
> www.amnesty.de/presse/2012/6/6/amnesty-israel-muss-endlich-administrativhaft-fuer-palaestinenser-abschaffen?destination=node%2F2939  

Ein anderer, etwas ausfĂŒhrlicherer Artikel ĂŒber diese Praxis, auch mit Hinweis auf einen neuen Bericht:  > www.amnesty-koeln-gruppe2415.de/


Astrid Schaffert: CINEMA JENIN
Am 28.06.2012 kommt der Dokumentarfilm von Marcus Vetter CINEMA JENIN in die bundesdeutschen Kinos.
Es ist der dritte Dokumentarfilm des Regisseurs aus Jenin in der Westbank. Bei Dreharbeiten zu seinem zweiten Film, in dem er Ismail Khatib, den Vater eines elfjĂ€hrigen Jungen, der im FlĂŒchtlingslager durch die Israelis erschossen wurde, dazu interviewte, warum der die Organe seines Sohnes israelischen Kindern spendete, entstand die Idee, das alte Kino in Jenin wieder aufzubauen.
Zusammen mit dem Übersetzer Ismail stĂŒrzen sie sich in das Projekt, das, wir können es uns denken, nicht einfach zu realisieren ist.
CINEMA JENIN schildert in der Art eines persönlichen Tagebuchs das schwierige, aber schließlich erfolgreiche Ringen um das ungewöhnliche Projekt. (...)
Nachdem im August 2010 das Cinema Jenin eröffnet wurde, feierte der Film CINEMA JENIN am 5. April 2012, dort seine Premiere. (
)
> http://thefreedomtheatre.org
> http://www.freedombus.ps
> http://powerofculture.info/blog/tag/the-freedom-theatre

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