Hamburg

100 Jahre sozialistische Frauenbewegung

Eine entscheidende Anregung fĂĽr einen jährlichen Internationalen Frauentag ging von Clara Zetkin aus.  Im August 1910 beschlossen hundert Teilnehmerinnen der II. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen, alljährlich einen Frauentag durchzufĂĽhren, in dessen Mittelpunkt damals die Forderung nach dem Frauenwahlrecht stand. 

Am 19. März 1911 wurde in Dänemark, Deutschland, Ă–sterreich-Ungarn und der Schweiz der erste Frauentag gefeiert.  Dieser stieĂź weltweit auf groĂźen Widerhall. Ab 1920 wurde das Datum auf den 8. März festgelegt in Erinnerung an einen Streik russischer Textilarbeiterinnen vom 8. März 1917, mit dem die russische Revolution eingeleitet worden war. Diesen Tag hat die Frauenbewegung im harten Kampf durchgesetzt. Im Hitler-Faschismus war er verboten und in der Bundesrepublik Deutschland  erst wieder seit zirka 30 Jahren Schritt fĂĽr Schritt erkämpft worden.

 

Nun sind 100 Jahre seit dem vergangen. Am 10 Dezember1948  hat die Menschenrechtserklärung

die Absicht der Gleichberechtigung der Frauen unterstrichen. Danach sind verschiedene Konventionen wie z.B. 1951 die Konvention fĂĽr den Schutz der  FlĂĽchtlinge oder die Antirassismus-Konvention 1965 bis hin zum Jahr 2006 die Antidiskriminierung-Gesetz in Europa bzw. das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz von 2006 in Deutschland. Und viele feierliche Absichtserklärungen durch UNO, die EU und andere Staaten und Organisationen sind vergangen. Die moderne Frauenbewegung ist nun 100 Jahre alt. Es weist auf viele Defizite und Handlungsbedarf an Gleichberechtigungsforderung von damals hin.

 

In dieser Gesellschaft wird die Frau als (sexistische) Ware und Objekt betrachtet – siehe jeden Tag das Frauenbild in den Medien. Die Löhne der Frauen sind ca. 23% im Durchschnitt geringer als „normal“. In den Führungsetagen sind noch gravierende : Über 90% der Manager, Chefs usw. sind Männer. Im Bildungs- und Ausbildungsbereich sind immer noch große Defizite zu sehen.

 

Gleichberechtigung kann nicht in eine gemĂĽtliche Ecke oder am Stammtisch „vollzogen“ werden. Es muss in alle – wirklich alle – Bereichen der Gesellschaft wohlwollend – auch kämpferisch – und enthusiastisch - „revolutionär“ gewollt und vollzogen werden . Ist diese Gesellschaft bereit die Frauen respektvoll zu behandeln? Oder gilt nach wie vor: Ja und Nein -  mit männlichen Ellenbogen und mit „spassgesellschaftlichen“ Auffassungen. 

 

100 Jahre Frauenbewegung – immer noch gibt es den Zynismus in Sonntagsreden? Ja  - aber auch hinter verschlossenen TĂĽren durch „falsche Erziehung“ und kulturelle Defizite, Gewalt und „Show-Justiz“ …  Gewalterfahrene Frauen werden sowohl durch Polizei oder Gerichte immer noch entwĂĽrdigt und mit Machogehabe „ungewollt „ behandelt. Angebot und Nachfrage- auch fĂĽr Menschen – gilt nach wie vor!

 

Daher fordern wir von AG Menschenrecht, attac Hamburg: Frauenrechts-Beobachterinnen mit Veto-Recht – ĂĽberall in der Gesellschaft, wo Entscheidungen getroffen werden. Frauenrechte sind  erlernbar vom Kindergarten an ĂĽber das Studium bis zur Berufsausbildung und Rente. Dies alles soll mit  Respekt und wohlwollend. So können wir eventuell die Defizite in dieser Gesellschaft, die seit 100 Jahren durch die sozialistische Frauenbewegung eingefordert werden, in einer „Charta der neuen Aufklärung“ zur Umsetzung einbringen. So kann „Demokratie“ wirklich als Herrschaft aller Menschen verstanden werden.

 

Lasst uns diese neue Aufklärung mit Elan verwirklichen

 

V.i.S.d.P.: Kourosh  Yektai:  E-Mail: koyekt[at]yahoo.de 

Tel: 040 – 716 78 717

der Flyer

Stand Februar 2010

Neuigkeiten

18.05.

Samstag 19.5. ab 12 Uhr: Demonstration in Frankfurt http://www.european-resistance.org/actiondays/demobild Das Verbot der Demonstration wurde aufgehoben! Die Klage der Stadt wurde in Kassel abgewiesen.  Die TeilnehmerInnen sammeln sich bis 12.00 Uhr auf dem Baseler Platz  16.30h Abschlusskundgebung - Taunusanlage/Taunustor/NeckarstraĂźe  (Anhang: Weitere aktuelle Entwicklungen, Lohnende Links zur Berichterstattung, Videos, etc, wird weiterhin aktualisiert)

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18.05. Frankfurt Blockupy: Polizei setzt Demonstrationsfreiheit in Frankfurt auĂźer Kraft (Pressemitteilung des Ermittlungsausschuss Frankfurt, 17.05.2012)
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14.05. Keine Zukunft fĂĽr Nazis - JugendbĂĽndnis - Aktionen gegen den "Tag der deutschen Zukunft" der NPD am 2.6.
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