Gender AG

Bildungsbausteine der Gender AG

An dieser Stelle werden in Zukunft Analysen, Hintergrundpapiere und Links zu interessanten Texten rund um das Thema Gender veröffentlicht. Einer unserer Schwerpunkte ist die Möglichkeit der gesellschaftlichen Beteiligung unabhängig vom Geschlecht. Eine gründliche Analyse der Strukturen auf der Alltagsebene, den Organisationen und auf der gesellschaftlichen Ebene ist Voraussetzung für ein tieferes Verständnis dafür, warum es immer noch unterschiedliche Zugänge bedingt durch das Geschlecht zu gesellschaftlichen Positionen und Verortungen gibt. Denn:

Eine radikale Veränderung unseres Systems wäre die Durchsetzung von Geschlechtergerechtigkeit auf allen Ebenen - eine Theorie, die das Geschlecht nicht erwähnt, ausklammert, als unwichtig abtut - kann nicht den Anspruch erheben, vollständig zu sein.: "Die Transformation der Geschlechterordnung ist Teil eines allgemeinen Prozesses gesellschaftlicher Enttraditionalisierung. Da Geschlecht - immer noch - ein ‚major status’ ist, also eine Dimension der Sozialstruktur, an die grundlegende soziale Teilhabechancen sowie fundamentale soziale Identitäten geknüpft sind, haben die Umbrüche im Geschlechterverhältnis Auswir-kungen auf die Entwicklung der sozialen Ordnung insgesamt."Zitat aus Männerwelten, von Michael Meuser

Eine Durchsetzung von Gleichberechtigung würde bedeuten, dass die gesellschaftliche und politische Kultur sich komplett verändert.

Die gesellschaftliche Realität sieht aber anders aus: Besonders deutlich wird das an den Vermögensverhältnissen, der Besetzung und Besoldung von Positionen und die Einordnung von Arbeitsbereichen in gesellschaftlich anerkannte (UnternehmensberaterInnen, IngenieurInnen, UnternehmerInnen) und nicht so anerkannte (AltenpflegerInnen, ErzieherInnnen, SterbebegleiterInnen) Berufe. Die unbezahlte Arbeit wird generell als selbstverständlich angenommen. 

Gesellschaftliche Anerkennung drĂĽckt sich jedoch in einem kapitalistischen System in der VergĂĽtung aus - deswegen lassen sich RĂĽckschlĂĽsse ziehen, dass die Arbeit am und mit dem Menschen scheinbar nicht so viel wert ist. Dieses bezieht sich nur nur auf den Umgang mit Menschen und deren Wertschöpfung, sondern auch auf den Umgang mit natĂĽrlichen Ressourcen: das ist eine kulturelle und politische Schieflage.

 

Typische Reaktionen auf die Frage nach Geschlechtergerechtigkeit in politischen Debatten

Bei Vorträgen zu Geschlechtergerechtigkeit als politisches Ziel wird oft als Gegenargument gebracht:

"was bringen uns Frauen in den entsprechenden Positionen, wir müssen die Produktionsverhältnisse ändern, dann ändern sich auch die Geschlechterverhältnisse" - der typische Nebenwiderspruch - ein interessanter Artikel zum sozialistischen Feminismus von Frigga Haug zum Sozialistischer Feminismus: Eine Verbindung im Streit

...oder "guckt euch doch Frau Merkel und Margaret Thatcher an, die sind noch schlimmer als jeder Mann" - ja, angepasst an das Leitbild des Erfolges, welches eng mit der hegemonialen Männlichkeit Raewyn Connell verknĂĽpft ist.

Warum ist das schwierig zu vermitteln? Eine Antwort darauf findet sich zum Beispiel in der Beschreibung einer Dominanzkultur. Dieses beinhaltet die Wechselwirkungen von verschiedenen Kategorien (Interdependenzen) mehr hier:  „ Interdependenzen- Geschlecht, Klasse und Ethnizität“ Beitrag zum virtuellen Seminar Mai 2006, Birgit Rommelspacher

Neuigkeiten

30.01. Mitstreiter_innen gesucht fĂĽr Tagung zu Feministischer Ă–konomie!

Die Gender-AG trifft sich am 11. Februar zu einem Tagungs-Vorbereitungstreffen. Interessierte sind herzlich eingeladen.

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16.11. Solidarität mit den Frauen von Occupy Wall Street! Solidarity with Women of OWS!
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07.11. Wir sind 51%!
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