Themen sind der Afghanistan-Krieg und die Forde­rung nach Abzug der deutschen Truppen, die Rolle von NATO und EU als militärische und wirt­schaft­li­che Inter­ven­tions­mäch­te gegenüber Län­dern, die auf­grund ihrer Res­sourcen oder ihrer stra­tegi­schen La­ge unter die Kontrolle der Industrieländer ge­bracht bzw. darin ge­hal­ten werden sollen: z.B. Af­ghanistan, Irak, Libyen, Iran.

Die AG beschäftigt sich auch mit der neo­liberalen Ausbeu­tung der ärmeren Welt durch die reichen Wirtschafts­mächte mit den Mitteln von Waf­fen­verschiebung, Krieg und Kriegsdrohungen wie auch durch Ver­drängung von Kleinbauern und Zer­störung von Natur durch Massentierhaltung, Futter­mit­tel- und Biospritanbau, deren Billigpreis-Nutz­nie­ßer überwiegend die einschlägigen Konzerne in den hoch entwickelten Ländern sind.

Veranstaltungen und Aktionen führen wir oft mit lo­kalen Organisationen der deutschen Friedens­be­we­gung durch.

 

Treffen und Kontakt:
jeden 2. Donnerstag im Monat, 19 Uhr, den Ort bitte erfragen bei:

Peter Bautsch - Tel. 069 511982
peterbautsch(at)web.de

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EU-Handelspolitik als Fluchtursache in Afrika

Attac Frankfurt (Main) AG Globalisierung und Krieg lädt ein:



Diskussionsveranstaltung zum Thema

EPA & Co.

EU-Handelspolitik als Fluchtursache in Afrika


am 16. Mai 2018 ab 19.30 Uhr im Saalbau Bockenheim, Raum 2,

Schwälmer Straße 28, Frankfurt.

In den letzten Jahren versuchen immer mehr Menschen aus Afrika nach Europa zu flüchten. Eine wesentliche Ursache liegt in der Handelspolitik der EU, die den Men­schen dort zunehmend ihre Lebensgrundlage raubt und den afrikanischen Staaten ihre künftigen Entwicklungsmöglichkeiten nimmt. Zudem ist in den letzten Jahren eine Militarisierung der EU-Handels- und Entwicklungspolitik in Afrika zu beobachten.



Die Veranstaltung:


  • Ein kurzer Film zum Thema

  • Ein Vortrag von Mark Lawrence, Attac Stuttgart

  • Anschließende Diskussion



Unter anderm wollen wir folgende Aspekte näher beleuchten:

  • EU-Agrarexport als kleinbäuerliche Existenzvernichtung
    Der Export hochsubventionierter EU-Agrarprodukte wie Milch, Fleisch und Gemüse bedeutet Existenzvernichtung für viele Kleinbauern in Afrika – einem Kontinent, in dem noch 70% der Menschen von der Landwirtschaft leben. Das sind die „Massen­vernichtungswaffen Europas“ sagte dazu eine Malische Politikerin.

  • EPAs –Afrika wird ausgepresst und seiner Zukunft beraubt
    Seit 2003 werden die Staaten Afrikas von der EU erpresst, sog. EPAs, „Economic Part­nership Agreements“, also Freihandelsabkommen, abzuschließen. Diese zwingen sie dazu, ihre Märkte weitgehend für EU-Waren zu öffnen; bestehende oder neue heimische Unternehmen haben keine Chance mehr. Zudem wird den Ländern ver­boten, Exportzölle auf ihre Rohstoffe zu erheben. Somit wird ihnen der Weg zu einer eigenen Entwicklung verbaut: die EU-Politik wird sie arm halten.

  • Konzerne auf Renditensuche
    Seit kurzem lenkt die EU über die Initiativen „Marshallplan“ und „Compact with Africa“ Entwicklungsgelder – als „Investitions-hilfe“! – direkt an europäische Kon­zerne. Deren Geschäftsmodelle basieren jedoch auf Eigeninteresse: viele Fälle sind bekannt, in denen eine neue „Leibeigenschaft“ der Kleinbauern entsteht, die kaum etwas verdienen und zudem noch gezwungen werden, Saatgut und Pestizide von den Großunternehmen zu kaufen.

  • Waffenlieferungen und „Militärische Ertüchtigung“ als Investitionsschutz
    Anstatt die Fluchtursachen in ihrer eigenen Handelspolitik zu bekämpfen, betreibt die EU jetzt in Nordafrika brutale Bekämpfung der Flüchtenden, indem sie auch übelste Diktatoren mit Waffen und Ausbildung versorgt – die Bundeswehr ist jetzt an mindestens neun Militäreinsätzen in Afrika beteiligt. Aber auch beide oben gen. Initiativen verlangen eine afrikanische Mitfinanzierung und -wirkung an deutschen und EU-Militäreinsätzen – zur „Absicherung“ der getätigten EU-Investitionen.


Dies wollen wir gemeinsam am 16. Mai näher diskutieren – zu einem sicherlich spannenden Abend sind Sie/seid Ihr herzlich eingeladen.


TERMINE

26.06
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