GATS-Kongress 2003 / Arbeitsgruppen

1) Tanja Chawla,
Marianne Hochuli
Das WTO-Dienstleistungsabkommen GATS (General Agreement on Trade in Services), Eine Einführung in die Struktur und Auswirkungen... mehr
   
2) Irina Moulechkova (Bulgarien), Mirjana Dokmanovic (Serbien & Montenegro) Women, Privatisation in South East Europe in the Context of Liberalisation. Case Studies on the Impact of GATS... mehr
   
3) Bente Madeira, Dagmar Diesner (Großbritannien) Teaching as Business... mehr
   
4) Susanne Schunter-Kleemann Die geheimen Lobbyisten - Wer macht Druck für GATS und TRIPS... mehr
   
5) Ellen Diederich Globalisierung, Krieg und die Konsequenzen für Frauen... mehr
   
6) Katherina Schubert Stellungnahmen der deutschen Wohlfahrtsverbände zum GATS-Abkommen... mehr
 
7) Christiane Hansen Privatisierung der Wasserversorgung...mehr
   
8) Christine Klecha GATS und die nichtanerkannte, unbezahlte weltweite Familienarbeit (Fürsorgearbeit) als Ursache von Krisen bei Frauen - unter besonderer Berücksichtigung von Altersvor- und -fürsorge (Altersarmut) und Kinderfürsorge Kinderarmut...mehr
   
9) Christel Degen Das Hartz-Papier...mehr
   
10) Eva Hack, Andra Dobe

DIN-ISO-Qualitätssicherung in Frauen-/ sozialen Projekten – Bausteine neoliberaler Wettbewerbs- und Kommerzialisierungspolitik...mehr

1) Tanja Chawla/Marianne Hochuli:

Das WTO-Dienstleistungs-abkommen GATS (General Agreement on Trade in Services), Eine Einführung in die Struktur und Auswirkungen

In diesem Workshop soll die Grundstruktur des GATS dargestellt, ihre Verortung innerhalb der WTO transparent gemacht und über ihre Auswirkungen mit gesonderten Blick auf die Lebensrealitäten von Frauen diskutiert werden. Was bedeutet die Implementierung des Abkommens für Länder des Nordens und was für Länder des Südens und was für die Frauen, die in ihnen leben. Dazu werden wir verschiedene Beispiele aus der Schweiz und aus südlichen Ländern mit in die Betrachtung einfließen lassen. Dieser Workshop richtet sich explizit an jene, die einen ersten Überblick über das Abkommen bekommen wollen.

Marianne Hochuli ist Koordinatorin der schweizerischen entwicklungspolitischen Organisation "Erklärung von Bern" und verantwortlich für den Bereich Handelspolitik, insbesondere WTO. Sie arbeitet mit Netzwerken zu Handel und Gender zusammen. Seit über zwei Jahren koordiniert sie die Schweizer GATS-Kampagne "Kein weltweiter Ausverkauf des Service public".

Tanja Chawla, Dipl. Volkswirtin an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik, Schwerpunkte: Gender, WTO (GATS), IWF, Weltbank

 

2) Irina Moulechkova (Bulgarien), Mirjana Dokmanovic (Serbien & Montenegro):

Women, Privatisation in South East Europe in the Context of Liberalisation. Case studies on the Impact of GATS

Mirjana will do some general introduction on GATS, will introduce privatisation in the post-yugoslawia region and the influence of WTO. I will brief on privatization in Bulgaria and a case study on water supply as a service. All will be from gender aspect.

Irina Mouleshkova (Bulgarien)
Juristin, Spezialistin für internationales Recht, Lehrtätigkeit an den Universitäten von Sofia und Plovdiv, Vorstandvorsitzende der Bulgarian Gender Research Foundation in Sofia, Studien zu Frauenrechten und Chancengleichheit für die ILO, UNIFEM und UNDP

Mirjana Dokmanovic, (Serbien & Montenegro)
Leiterin des Women’s Center for Democracy and Human Rights für Serbien und Montenegro, ist Rechtsanwältin, forscht und lehrt zu Frauenrechten, Schwerpunkt: wirtschaftliche und soziale Rechte von Frauen im Kontext von Privatisierung und Strukturanpassung.

 

3) Bente Madeira/Dagmar Diesner (Großbritannien):

Teaching as Business

This workshop looks at the consequences of privatisation of universities and schools from the perspective of part-time, casualised teachers. It explores the question: "What does it mean to work as a teacher for an agency?” The question is addressed by describing my personal experience in London where job agencies for education workers are widespread in the context of privatisation of schools and universities have been happening already for some time. Also, the workshop wishes to explore certain aspects of the ‘modernisation process’ such as the con-tradictory meaning of flexibility; the role of teachers and lecturers as entrepreneurs; the question of social security and vulnerability.
The workshop can be held in German or in English as wished by the audience.

Dagmar Diesner is German who has been living in London for the past seven years. After her BA in Development Studies/Political Economy she is now a post-graduate in Sociology and Cultural Studies. Her emphasis is on forced migration, and currently is writing her final dissertation on the psychological and economic survival of illegal immigrants in the UK.

 

4) Susanne Schunter-Kleemann:

Die geheimen Lobbyisten - Wer macht Druck für GATS und TRIPS

In dem Workshop wird es darum gehen, etwas genauer die Einflußwege und Einflußmöglichkeiten der zentralen Lobby- und Interessengruppen nachzuvollziehen. Wie setzten sich die Interessenverbände und Multis durch, wie arbeiten sie auf EU- Ebene, welche Rolle spielt die EU-Kommission und ihre Expertenausschüsse? Wie transportiert die EU ihre Positionen hinein in die GATS- bzw. TRIPS Verhandlungen? Wer profitiert im einzelnen ? Der Workshop wird von 14- 17 Uhr dauern und wird einen Referatsblock und einen Diskussionsblock enthalten.

Prof. Dr. Susanne Schunter–Kleemann ist seit 1976 Hochschullehrerin an der Hochschule Bremen im Fachbereich Wirtschaft, Mitbegründerin der Wissenschaftlichen Einheit Frauenstudien und Frauenforschung an der Hochschule Bremen, Lehre in den Fächern Sozial-, Politik- und Arbeitswissenschaften. Zahlreiche Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen zu internationaler und europäischer Arbeitsmarkt-, Geschlechter- und Sozialpolitik und zu den Auswirkungen der Globalisierung auf die Geschlechterverhältnisse, im besonderen zum GATT- und WTO-Regime.

 

5) Ellen Diederich:

Globalisierung, Krieg und die Konsequenzen für Frauen
Ökonomie, Privatisierung, Kriegspolitik und Widerstand in den Zeiten des Empire

Die konzerngesteuerte Globalisierung mit ihren Institutionen wie WTO und Re-gulierungen wie GATS braucht Kriege, um ihre Interessen durchsetzen zu können. Wir erleben es gerade im Irak.
80 - 90% der Opfer in den heutigen Kriegen sind Frauen und Kinder.
Welche Möglichkeiten haben wir, Widerstand zu leisten, was geschieht weltweit bereits?...mehr als rtf.

Ellen Diederich, Koordinatorin des Internationalen Frauenfriedensarchivs Fasia Jansen e.V. , Friedensarbeiterin, Diplompädagogin, Journalistin, Fotografin
Friedensarbeit in Europa, verschiedenen Ländern in Nord- Mittel- und Lateiname-rika, Afrika und Asien, Arbeit für verschiedene Zeitungen und Rundfunkstationen, Bildungsarbeit, Herstellung von Foto- und Kunstausstellungen Untersuchungsarbeit in verschiedenen Ländern zu Traumatisierungen, Menschenrechtsverletzungen, Folter, Verhaftungen und Ermordungen von Menschen, vor allem Frauen in Kriegsgebieten. Organisierung von Solidaritätsaktionen in Kriegs- und Atomtestgebieten, an Militärstandorten.
Schwerpunkte: Zusammenhang von Globalisierung und Krieg, GATS, Frauen und Widerstand, NATO, Atomwaffen, Rüstungskonversion, Lateinamerika, USA, Palästina.

 

6) Katherina Schubert:

"Stellungnahmen der deutschen Wohlfahrtsverbände zum GATS-Abkommen"

Zum oben genannten Kongress wird Frau Katharina Schubert einen Workshop mit dem Thema durchführen. Thematische Schwerpunkte sind neben Stellungnahmen Erfahrungsberichte, Analysen und mögliche Handlungskonzepte

Katharina Schubert: Dipl. Soz. Pädagogin, 52 Jahre alt, Geschäftsführerin des Frauenforums Brühl e.V., Fachberaterin für Schwangerschaftskonfliktberatung, Projektleiterin für Konzeptionen und Durchführungen von Frauenarbeitsintegrationsmaßnahmen - Familienservice - Youthstart - Dienstleistungsübungszentrum.

 

7) Christiane Hansen:

Die Wasser der Erde gehören allen Lebewesen und dürfen nicht wie eine Ware behandelt werden, die aus Profitgründen gekauft, verkauft und gehandelt wird. Jede menschliche Gemeinschaft hat an ihrem Ort die vorrangige Verantwortung, dafür zu sorgen, daß Wasser als gemeinsames Erbe behandelt wird."

Wassererklärung des Weltsozialgipfels in Porto Alegre 5.Feb. 2002

Nachdem wir einiges über globale Wasserpolitik und Alternativen gehört haben, wollen wir gezielter in die Problematik einsteigen. Wie ist die Wasser-Situation in der BRD und auf kommunaler Ebene?

Wir berichten über konkrete Beispiele, tauschen Erfahrungen aus mit Aktionen, zeigen wenn möglich Lösungen oder Ansätze. (bitte Material mitbringen)

Wir vernetzen uns. Wer schon vor der Tagung kontakt mit mir aufnehmen will, kann es unter folgender Adresse: christianeg67@gmx.de

 

Christiane Hansen ist bei Attac-München aktiv im AkWasser

 

8) Christine Klecha/Ruth Luschnat:

GATS und die nichtanerkannte, unbezahlte weltweite Familienarbeit (Fürsorgearbeit) als Ursache von Krisen bei Frauen - unter besonderer Berücksichtigung der Thematiken Altersvor- und -fürsorge (Altersarmut) und Kinderfürsorge (Kinderarmut)

In diesem Workshop werden Bedingungen untersucht, die das GATS erst möglich machen: unbezahlte Fürsorgearbeit; fehlende Strukturen auf kommunaler Ebene, die Leistungen nach dem Solidarprinzip ermöglichen. Es soll im Rahmen des weltweiten "Global Women's Strike" über Möglichkeiten informiert und diskutiert werden, wie diese Fürsorgearbeit, die ausdrücklich in der "Global Women's Strike Petition" an alle Regierungen enthalten ist und die die Mehrheit der Frauen dieser Erde weltweit betrifft, a) weiter sichtbar gemacht werden kann (z.b. erweiterter Arbeitsbegriff) b) die in Bewegung gekommenen fürsorgearbeitenden Frauen sich weiter vernetzen und ihre Stimme erheben können
Vorstellung, Entwicklung und Diskussion von Lösungsvorschlägen - alternative Wirtschaftsformen (z.B. Bodennutzungsentgelte bei Gleichstellung von Fürsorgearbeit und Erwerbsarbeit, zinsfreies Geldsystem, Umverteilung des weltweiten Militärbudgets durch Schaffung einer weltweiten Lebensgrundsicherung / Menschenrechte etc.).

Christine Klecha, Jahrg. 1955, alleinerziehende Mutter zweier Töchter (13 und 17 Jahre), Diplomsoziologin und Familienfrau, Mitbegründerin von FrauenNetzAttac, Vorsitzende des dhgBerlin - Verband der Familienfrauen und -männer e.V., langjährige Mitarbeiterin des Frauenkrisentelefon e.V., Berlin, augenblicklich erwerbslos.
Ruth Luschnat, geb. 1959, Heilpraktikerin, im Berliner Sozialbündnisaktiv, Umweltengagiert in Berlin, Frauentauschring gegründet, gegen MAI organisiert, Einzelfallhilfe für Frauen mit AIDS und anderen Problemen

 

9) Christel Degen:

Das Hartz-Konzept aus frauenpolitischer Sicht - Frauenpolitische Erwartungen an die Hartz-Reformen und Stand der Umsetzung

Welche frauenpolitisch relevanten Ansätze bietet das Hartz-Konzept? Wie ist der Stand der Umsetzung? Wie verhalten sich die Gesetze "Moderne Dienstleitungen am Arbeitsmarkt" zum JOB-AQTIV-Gesetz? Sind Niedriglohnstrategien eine Lösung des Beschäftigungsproblems?

Dr. Christel Degen Referatsleiterin Abteilung Gleichstellungs- und Frauenpolitik DGB-Bundesvorstand ist seit Dezember 2000 beim DGB-Bundesvorstand in der Abteilung Frauen- und Gleichstellungspolitik als Referatsleiterin für Arbeitsmarkt- Bildungs- und Gesundheitspolitik beschäftigt. Vor und nach ihrer Promotion über die Bürgerbewegung Neues Forum war sie am Wissenschaftszentrum Berlin im Bereich Arbeitsmarkt- und Beschäftigung tätig. Zuletzt hat sie im Projekt Arbeit & Ökologie geforscht. Sie hat einen achtjährigen Sohn.

 

10) Eva Hack/Andrea Drobe:

"DIN-ISO-Qualitätssicherung in Frauen-/ sozialen Projekten - Bausteine neoliberaler Wettbewerbs- und Kommerzialisierungspolitik?!

Die Umstellung (nicht nur) der Frauenprojekte auf Leistungsverträge verbunden mit Qualitätsmanagement ist in vollem Gange. Auf der Folie der Privatisierung und Ökonomisierung des sozialen Sektors und des GATS wollen wir in unserem Workshop gemeinsam Erfahrungen und Einschätzungen austauschen.

Andrea Drobe, Eva-K.Hack beide Frauenhaus Kassel"

 

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