Feminist Attac
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GATS-Kongress 2003

 

Dienste ohne Grenzen?

 

GATS, Privatisierung und die Folgen für Frauen

 

 

Vom 9. bis 11. Mai 2003 fand an der Fachhochschule Köln der erste Internationale Kongress zum GATS aus Frauenperspektive statt.
Mit über 400 Teilnehmerinnen und international bekannten Referentinnen wie Vandana Shiva, Maude Barlow, Maria Mies, Claudia von Werlhof und vielen anderen.

GATS (General Agreement on Trade in Services) ist eines der Freihandelsabkommen der Welt-Handels-Organisation (WTO). Das Abkommen beinhaltet den gesamten, sogenannten Dienstleistungssektor und umfasst mehr als 140 Länder. Kurz gesagt hat es zum Ziel, die Dienste von Menschen für Menschen und die Ressourcen der Erde, grundsätzlich unter marktwirtschaftliche Gesichtspunkte zu stellen und somit der Gewinnmaximierung zu unterwerfen.

Das GATS ist, wenn es im Sinne der WTO durchgeführt wird, ein Krieg mit anderen Mitteln. Ein Krieg weil es der Zerstörung und Ausbeutung der Lebensgrundlage von vielen Menschen Vorschub leistet. Hier wie dort geht es um Kontrolle und Inbesitznahme von Ressourcen, die eigentlich allen gehören.

Das GATS wird als effektives Mittel eingesetzt um die Armen noch ärmer und die Reichen noch reicher zu machen. Es definiert so ziemlich alle Dienstleistungen und somit auch die Daseinsvorsorge zur Ware. Wir Menschen werden zur Ware. Dies unter eine Gender- und Frauenperspektive zu stellen liegt nahe. Die bestehenden Geschlechterverhältnisse sind ein Grundpfeiler der neoliberalen Globalisierung.

An den Folgen von GATS für Frauen können wir heute schon sehen, wohin die Richtung für alle zeigt.

Wer GATS verhindern hilft, legt einen Meilenstein in Richtung einer Weltgemeinschaft, die in Achtung voreinander und in Frieden miteinander zu leben in der Lage ist.

 

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Neuigkeiten

10.12. Neue OECD-Studie belegt wachsende Einkommensungleichheit in Deutschland

Die Einkommen in Deutschland werden immer ungleicher verteilt.Die 10% mit dem höchsten Einkommen verdienten 2008 achtmal mehr als die 10% mit dem niedrigsten Einkommen. Mitte der 90er Jahre betrug die Relation nur 6:1.Das Steuersystem reduziert die Ungleichheit zwar um fast 30%, doch seit 2000 nimmt der Umverteilungseffekt ab. Damit liegt Deutschland nur noch im mittleren Feld aller OECD-Staaten. Am größten ist die Ungleichheit in Chile, am niedrigsten in Slovenien.Einkommensverteilung in OECD-Staaten. Reich und Reich gesellt sich gern (taz-Artikel vom 5.12.2011) OECD Country Note Germany

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