Cottbus

16. - 19. Mai 2012 Blockupy Frankfurt - europaweite Aktionstage

Europa kaputtsparen?

 

Und sie sparen immer noch … Ungeachtet massiver Verarmung, ungeachtet der Proteste, ungeachtet schwindender Wirtschaftskraft, ungeachtet steigender Rezessionsgefahr. Wie lange wollen unsere blinden Eliten ihre autistische Wirtschaftpolitik weiterverfolgen? Attac fordert einen fundamentalen Kurswechsel!

Wellen des Protests gingen und gehen um die Welt, es ist höchste Zeit, die europäischen Proteste endlich in Deutschland zu verankern. Denn die deutsche Regierung spielt einmal mehr eine Schlüsselrolle bei  der Verschärfung einer Krisenpolitik, die Millionen von Menschen in vielen Ländern Europas in Not und Elend stürzt.

Nicht mit uns!

 

Unsere Proteste müssen weitergehen. Für den Monat Mai wurde als Meilenstein der Jahrestag der Besetzung öffentlicher Plätze in Spanien gewählt. An diesem dezentralen Protesttag - genannt 12M - werden weltweit öffentliche Protestaktionen stattfinden.

Unter dem Motto "BLOCKUPY FRANKFURT" werden wir als Teil eines breiten Bündnisses zusammen mit vielen Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet und anderen europäischen Ländern unseren Protest in die Finanzmetropole und vor die EZB tragen! AktivistInnen vieler politischer Spektren, darunter auch von Attac, werden die Protesttage mit symbolischen Besetzungen Frankfurter Plätze am Donnerstag, den 17. Mai offiziell beginnen, mit einer Blockade der EZB als deutliches Zeichen gegen die Verarmungspolitik am Freitag, den 18. Mai fortsetzen und am Samstag, den 19. Mai mit einer großen, bunten und internationalen Demonstration abschließen.

Umfangreiches Veranstaltungs- und Kulturprogramm

 

Die im Blockupy-Bündnis zusammengeschlossenen Organisationen haben ein umfangreiches Veranstaltungs- und Kulturprogramm vorbereitet. Die Liste der Veranstaltungen umfasst mehr als 70 Podiumsdiskussionen, Workshops, Lesungen, Ausstellungen und Konzerte mit vielen internationalen Gästen. Unter anderen werden der bekannte Autor Michael Hardt aus den USA, Sonia Mitralias vom griechischen Kommitee für ein Schuldenaudit und der Disobbedienti-Aktivist Sandro Mezzadra aus Italien teilnehmen. Auf den Musikbühnen werden unter anderen Konstantin Wecker, Kai Degenhardt, Iries Revoltés und Dota Kehr von der Berliner Band "Kleingeldprinzessin" auftreten.

Deshalb kommt …

Die Mobilisierung für das Himmelfahrts-Wochenende vom 16. bis 19. Mai läuft auf vollen Touren. Das ungerechtfertigte Verbot werden wir über den Rechtsweg aufheben lassen. Blockupy wird definitiv stattfinden! Jetzt gilt es erst recht nach Frankfurt zu kommen. Als aller erstes rufen wir dazu auf, sich an dem Protest gegen das Verbotsverfahren zu beteiligen. Auf der Mobilitätsbörse kommen täglich neue Busse hinzu. Meldet euch möglichst früh an.  

Kontakt: 05722 27645 oder 0160 4826798, 17.30h- 19.00h

… und macht alle mit!

 

Helft mit Material zu verteilen, meldet euch als Freiwillige oder unterstützt uns finanziell.

Wenn ihr nicht selber kommen könnt besteht die Möglichkeit Solitickets zu erwerben. Damit ermöglicht ihr Aktiven aus dem Ausland die Teilnahme an den Protesttagen in Frankfurt.

 

 

Cottbus gegen Rechtsextreme

 

Ein breites Bündnis von Bürgern hat sich Rechtsextremen in Cottbus entgegengestellt.

In Cottbus protestierten nach Veranstalterangaben etwa 2000 Einwohner gegen einen NPD-Aufmarsch am Abend des 15. Februar 2012. Unter dem Motto „Cottbus bekennt Farbe“ zogen Teilnehmer eines Aktionsbündnisses vom Hauptbahnhof zur Kammerbühne. Redner mahnten auf einer Kundgebung, das Gedenken an die Opfer des von Nazideutschland ausgelösten Krieges gegen eine Vereinnahmung durch die Rechtsextremen zu verteidigen. Zuvor wurde mit dem Läuten von Kirchenglocken, Mahnwachen und Friedensgebeten der 1000 Toten des Angriffs am 15. Februar 1945 auf den Bahnhof der Lausitzstadt gedacht, zwei Tage nach dem Inferno von Dresden.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf der Demonstrationen zu sichern. Etwa 200 NPD-Anhänger zogen nach Polizeiangaben abends auf einer Route durch die Innenstadt, die etwas abseits vom großen Demonstrationszug lag. Teilnehmer des Bündnisses „Cottbus Nazifrei“ versuchten, den NPD-Aufmarsch durch eine friedliche Sitzblockade zu stoppen. Sie räumten jedoch die Straße nach Aufforderung durch die Polizei wieder.
 
Auf der Kundgebung würdigte Brandenburgs Bildungsministerin Martina Münch (SPD) den Einsatz der demokratischer Kräfte gegen den NPD-Aufzug. „Hier in Cottbus ist kein Platz für alte und neue Nazis“, rief die Sprecherin des „Cottbuser Aufbruchs“ unter Beifall. Eine Geschichtsverdrehung durch die Rechtsextremen, die Nazi-Deutschland als Opfer der Alliierten darstellen wollten, werde nicht zugelassen. „Deshalb treten wir für ein tolerantes und buntes Cottbus ein.“

Die Chefin des Aktionsbündnisses Brandenburg, Heilgard Asmus, wies darauf hin, dass der Zweite Weltkrieg für Millionen Menschen große Zerstörung, Leid und Trauer brachte. Die rechtsextremen Demonstranten in Cottbus verstünden sich als Erben der alten Nazis. „Sie sind bereit zum Angreifen und zum Töten, aber ihre feindlichen Ansichten dulden wir hier nicht!“, bekräftigte die frühere Generalsuperintendentin des Sprengels Cottbus. Der Cottbuser Bürgermeister Holger Kelch (CDU) sagte, Cottbus lasss sich die Trauer um die Kriegsopfer nicht von  NPD-Anhängern wegnehmen. „Außer braun hat jede Farbe in Cottbus ihren Platz.“ Unter den Stadtverordneten von Cottbus sind auch zwei NPD-Mitglieder.

 

Hier gehts zum Artikel aus "Potsdamer neueste Nachrichten" vom 16.02.2012

 

Ein Video aufgenommen auf der Demo in Cottbus!!

NAZIAUFMARSCH VERHINDERN! 15.02.2012 in Cottbus!!!

 

Wieder Setzen!

Wir bleiben dabei – Naziaufmarsch verhindern!


Millionen Menschen starben im zweiten Weltkrieg – einem Krieg, der von deutschem Boden ausging und im industriellen Massenmord endete. Der einzige aufrichtige Umgang mit diesen Verbrechen muss lauten: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

Am 15. Februar 2012 jährt sich der alliierte Luftangriff auf den Cottbuser Bahnhof und das nahe gelegene Munitionslager - das Bombardement galt somit einem wichtigen Nachschubpunkt der Wehrmacht.
Neonazis wollen dieses Datum wieder nutzen, um ihre menschenverachtende Ideologie  unter dem Deckmantel eines Gedenkmarsches zu verbreiten. Dabei verschweigen sie, dass sie die geistigen Brandstifter für Not, Elend und Vernichtung von Millionen Menschen sind.

Das werden wir nicht zulassen!
Wir meinen: Diese – unsere – Stadt muss sich eindeutig und kraftvoll gegen solche Bestrebungen wehren! Und darum stellen wir uns den Neonazis erneut entgegen!

Im letzten Jahr versuchten Neonazis aus Nah und Fern durch unsere Stadt zu marschieren. Daran wurden sie durch zivilgesellschaftliches Engagement und entschlossenes Handeln gehindert. Mehr als 300 Cottbuserinnen und Cottbuser nahmen an erfolgreichen Sitzblockaden teil und widersetzten sich den Rechten friedlich. Gemeinsam haben wir deutlich gemacht, dass wir in unserer Stadt keine Geschichtsverfälschung tolerieren!

Das werden wir auch in diesem Jahr wieder tun! Zusammen mit Euch, bunt, friedlich und entschlossen!

Wir betrachten uns dabei als einen Teil des Cottbuser Bündnisses „Cottbus bekennt Farbe“, in dem viele Menschen und Organisationen mit verschiedenen Protestformen den Neonazis eine klare Abfuhr erteilen werden.

Deshalb bitten wir Sie und Euch: Lasst uns gemeinsam friedlich und kreativ gegen die Nazis streiten. Es ist an der Zeit, sich den Neonazis erneut entgegen zu stellen. Blockaden sind legitim und notwendig!

 

Keinen Fußbreit den Faschisten! Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

COTTBUS  NAZIFREI!

 

Februar 2012 Attac fordert Abschaffung der Münchener "Sicherheitskonferenz"

 

Die »Sicherheitskonferenz« – ein Sicherheitsrisiko

Seit vielen Jahren treffen sich in München hochrangige Politiker, Militärs und Vertreter der Rüstungsindustrie zur sogenannten »Münchner Sicherheitskonferenz « – gegründet 1962 als »Wehrkundetagung«. Attac München protestiert seit mehreren Jahren gegen diese internationale Tagung.

Unsere wichtigsten Gründe sind:

1. Der Name »Sicherheitskonferenz« ist irreführend
Die Menschen aller Länder der Erde wollen in Sicherheit und Frieden leben. Kriege sind immer mit unermesslichem Leid verbunden. Eine Konferenz, die »Sicherheit« im Namen führt, müsste die Sicherung des Friedens anstreben, also die Absage an Kriege als Mittel zur Durchsetzung von politischen und ökonomischen Interessen. Die von ihren Teilnehmern her militärisch geprägte Konferenz ist kein geeignetes Forum, um Konfliktlösungen erarbeiten zu können.

2. Auf der »Sicherheitskonferenz« werden Kriege gerechtfertigt
Ein Großteil der Teilnehmer der »Sicherheitskonferenz « kommt aus militärischen, verteidigungspolitischen und industriellen Zusammenhängen. Sie betrachten die Welt und ihre Konflikte aus einem militärischen Blickwinkel und halten den Einsatz militärischer Gewalt für legitim, um strategische Ziele zu erreichen. Die auf der Konferenz vertretene Rüstungsindustrie verdient am Krieg. Deutschland ist drittgrößter Rüstungsexporteur der Welt. Wir meinen, die »Sicherheitskonferenz« dient mehr der Rechtfertigung von Kriegen – wie am Beispiel Afghanistans deutlich wird, wo deutsche Soldaten nichts verloren haben – als der Vermeidung von Kriegen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass einige Vertreter kritischer Positionen teilnehmen dürfen. Sie erfüllen lediglich eine Alibifunktion.

3. Fast alle Kriege sind wirtschaftlich motiviert
Für die Öffentlichkeit werden völkerrechtswidrige Angriffskriege als Verteidigungskriege deklariert
und mit Argumenten wie »notwendiger Präventivschlag «, »Aufstandsbekämpfung«, »Krieg gegen
den weltweiten Terror«, »Humanitäre Intervention« und »Einführung der Demokratie« gerechtfertigt. Tatsächlich aber geht es fast immer um die Verfügungsgewalt über Rohstoffe, Sicherung von Handelswegen und Machtinteressen. Der Irak-Krieg ist ein Beispiel dafür. Wir betrachten die »Münchner Sicherheitskonferenz« nicht als Teil der Lösung, sondern als Teil des Problems. Zitate zu den wirklichen Kriegsmotiven siehe Rückseite.

4. Nötig ist eine echte Friedenskonferenz
Wir halten die „Sicherheitskonferenz“ für nicht reformierbar und fordern ihre Auflösung. Auf einer
Friedenskonferenz, wie wir sie uns wünschen, dürfen nicht Leute tonangebend sein, die militärische Lösungen von Konflikten befürworten oder sogar am Krieg verdienen. Friedens- und Konfliktforscher sowie Vertreter der Zivilgesellschaft sollten auf einer solchen Konferenz gemeinsam mit Politikern Wege finden, um den Frieden erhalten zu können.
Die Gefahren für den Frieden müssen früh erkannt werden, damit rechtzeitig alle Erfolg versprechenden friedlichen Mittel zur Lösung der Konflikte eingesetzt werden können. Schon im Vorfeld akuter Konflikte gehört zu den friedenssichernden Maßnahmen vor allem der weltweite Kampf gegen den Hunger, gegen die zunehmende Verelendung der Länder des Südens und für die Rettung des Klimas.

Diese »Sicherheitskonferenz« muss abgeschafft werden.

 

 

November 2011 Risikominimierte zurückholbare und überwachte Lagerung von Atommüll auf dem Meeresgrund des Küstenschelfs!

Prinzipskizze einer Meeresanlage im Küstenschelf zur überwachten Atommüllaufbewahrung

 

Für die Endlagerung der stark radioaktiven Rückstände von Atomkraftwerken gibt es gegenwärtig keine Lagerstätten, in denen die risikofreie hermetische Abschottung von der belebten Umwelt während der Strahlungsdauer gewährleistet werden kann: In heute erreichbarer Tiefe unter der Erdoberfläche gibt es keine geologischen Formationen, für die tektonische Veränderungen während der Jahrmillionen währenden Strahlungsdauer ausgeschossen werden können.

 

Nach derzeitigem Erkenntnisstand gibt es deshalb keine Alternative zur überwachten und zurückholbaren Lagerung in maximaler Entfernung von menschlichen Ansiedlungen.

 

Die Lagerungsbedingungen sollen so beschaffen sein, dass ein Rückholerfordernis für mindestens drei Generationen ausgeschlossen werden kann. Das Material der Behälter und Einrichtungen muss den Umgebungsbedingungen auf dem Meeresgrund über vier Generationen (ca. 120 Jahre) sicher überstehen. Auch danach muss die Rückholeinrichtung noch funktionieren.

Es ist davon auszugehen, dass künftig Bildung und solidarischer Selbsterhaltungstrieb der Weltbevölkerung terroristische Aktionen gegen die Lagerstätten verhindert. Kommenden Generationen wird für die sichere Verwahrung des Atommülls ein ebenso hoher bzw. höherer Stellenwert vermittelt, als beispielsweise gegenwärtig für den Hochwasserschutz.

 

Für die Lagerstätten werden folgende Entwicklungsziele vorgeschlagen:

  • Die Energie für die Überwachung und Rückholerfordernisse wird autark durch Windkraft und Druckluftspeicher gesichert. Die Rückholung der versenkten Lagereinrichtung wird durch Wasserverdrängung der gefluteten Auftriebssektionen (siehe Skizze) mittels gespeicherter Druckluft ermöglicht. Als Druckluftspeicher dient eine Rohrleitung zur Küstenstation. Die Druckluft wird dort für Regelenergie zur Netzstabilisierung durch Abnahmeschwankungen und natürliche Schwankungen der Einspeisung aus erneuerbaren Quellen genutzt.
  • Der vollständige Strahlenschutz ist durch die gefluteten Auftriebssektionen zu gewährleisten.
  • Die Kosten für die Lagerung des Atommülls sollen durch Kombination mit Offshore-Windkraftanlagen so weit wie möglich reduziert werden.
  • Zur Einlagerung beispielsweise der Bestände des Zwischenlager Gorleben soll ein Referenzprojekt realisiert werden.
  • Die Referenzanlage soll Vorbild für die eigenständige Errichtung gleichartiger Lagerstätten der Atommüll verursachenden Energiekonzerne sein.
  • Die bei der Errichtung und dem Betrieb der Lagerstätten gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen sollen interessierten Ländern ohne Patentschutz zur Verfügung gestellt werden.

von Dieter Brendahl (attac Cottbus)

 

Kommentar von Sebastian Merbold (21.11.11)

Die Finale Entsorgung der bestehenden radioaktiven Masse kann über zweierlei Wege führen. Es darf aber keine weitere Masse anfallen.

 

Die eine wäre sie zu "nutzen". Diese ist genauso kontrovers zu betrachten wie die bisherige Nutzung der Kernkraft überhaupt und mit Sicherheit nicht zu empfehlen.

 

Die zweite ist es, die Masse so weit entfernt wie möglich von Organismen unterzubringen und den Einfluss auf diese zu minimieren.

Dies ist natürlich nicht irgendwo im Wendland in einer Lagerhalle, geschweige denn in einer wässrigen Umgebung gegeben. Zum Beispiel ist ein Grund, warum man nach einem Salzstock gesucht hat, dass dieser trocken ist. Damit ist der Austausch von Stoffen die im Lager radioaktiv angeregt werden mit der Umgebung sehr gering.

 

Dies bringt uns zu dem Punkt, die Container voll mit Radioaktivem Müll in Ozeane oder Meere zu verfrachten. Die Umgebung ist wässrig. Radioaktive Strahlung kann entweichen und über Meeresströmungen zusätzlich verbreitet werden.

Es existieren KEINE Container welche die gesamte Strahlung absorbieren. Strahlung tritt immer aus. Hätte man Container, welche 0! Strahlung entweichen lassen, so hätte man bereits die Lösung des Problems. Man baut diese und stellt sie egal wohin da ihre Strahlung ja im Container bleibt. Dies zeigen allein Infrarotaufnahmen der CASTOR-Container und Messungen um die bestehenden Lageranlagen als auch Kraftwerke.

 

Es ist löblich sich über dieses Endlagerproblem Gedanken zu machen, aber dieser Lösungsansatz birgt einen leider nicht weit. Man würde nur unnötig das Meer verseuchen.

 

Die Verfrachtung des Mülls in das Weltall ist ein Punkt der ethisch diskutiert werden muss. Für die Menschen und unseren Planeten wäre dies kurz und mittelfistig eine Lösung. Die dadurch folgenden Probleme sind allerdings nicht abzusehen. Was auch die Frage in den Raum stellt, ob wir unseren Müll einfach vor die Haustür kehren. Eine erneute Interaktion des Radioaktiven Materials mit der Erde ist nicht auszuschließen. Die Verfrachtung auf einen nahegelegenen Planeten ist aus Menschlich egoistischer Sichtweise die ALternative mit geringster Wahrscheinlichkeit von neuen Problemen. Nur bleibt hier eine Frage. Wer will dann noch behaupten, dass die Kernenergie eine günstige Energieform ist oder war.

Doch diese Debatte ist politisch nicht gewollt, die Kosten trägt ohnehin die spätere Gesellschaft.

 

12.11.11 18.000 fordern in Berlin und Frankfurt: Banken in die Schranken!


Regierungsviertel und Bankenzentrum erfolgreich umzingelt

 

Den rbb-Bericht (Abendschau 12.11.11) zu der Umzingelung des Berliner Regierungsviertels gibt es HIER!!!

 

Als großen Erfolg wertet das Aktionsbündnis "Banken in die Schranken" die Umzingelungen des Berliner Regierungsviertels und des Bankenzentrums in Frankfurt am Main am heutigen Samstag. Insgesamt 18.000 Menschen haben sich an den beiden Menschenketten beteiligt – in Berlin waren es 8.000, in Frankfurt 10.000.


"Diese Resonanz zeigt: Immer mehr Menschen haben es satt, dass die Finanzmärkte die Politik vor sich hertreiben und Großbanken ganze Gesellschaften erpressen können. Als Bürgerinnen und Bürger fordern wir ein, was die Politiker bisher versäumt haben", sagte Max Bank vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac.


"Banken und Konzerne dürfen Demokratie und Öffentlichkeit nicht länger auf der Nase rumtanzen! Tausende haben heute gefordert, dass die Regierung endlich grundlegende Konsequenzen aus der Krise zieht, die Finanzmärkte entwaffnet und die Banken in die Schranken weist", sagte Christoph Bautz vom Kampagnen-Netzwerk Campact. Die Bundesregierung müsse sich endlich mit aller Kraft in der Euro-Zone und auf EU-Ebene für eine echte Regulierung der Finanzmärkte einsetzen, statt sich hinter Bremser-Staaten zu verstecken.

Das Bündnis "Banken in die Schranken" fordert von der Politik, Großbanken zu zerlegen und demokratischer Kontrolle zu unterwerfen, riskante und hoch spekulative Finanzinstrumente zu verbieten sowie die Profiteure der bisherigen Rettungsschirme endlich angemessen an den Krisenkosten zu beteiligen – unter anderem durch eine europaweite Vermögens- und eine Finanztransaktionssteuer.

"Die Proteste heute machen eine neue Dynamik deutlich: Akteure, die seit langem Position beziehen gegen die entfesselten Finanzmärkte und für eine Vermögensumverteilung, und die neue Occupy- und Demokratiebewegung ergänzen und verstärken sich gegenseitig", sagte Uwe Hiksch von den Naturfreunden Deutschlands.

Initiatoren der beiden Großaktionen waren das globalisierungskritische Netzwerk Attac, das Kampagnennetzwerk Campact und die Naturfreunde Deutschlands. Zu den mehr als 25 Unterstützer-Organisationen gehörten unter anderem der DBG, Verdi Berlin, der Deutsche Naturschutzring, die Katholische Arbeitnehmerbewegung, das Inkota-Netzwerk, Fian, Terres des Hommes Deutschland, das Institut Solidarische Moderne sowie die Grüne Jugend, die Linksjugend und die Jusos.

 

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