Kampagne "GrünStrom ist MogelStrom"
attac Brühl hat die Brühler Bürgerinnen und Bürger mit einer Kampagne über die Brühler "GrünStrom-Affäre" informiert.
Mit einer Aktionenreihe aus Flugblattverteilung an Infoständen und auf dem Brühler Agenda-Markt, sowie einem Interview mit Radio Erft und einer Rathausstürmung mit ZDF neo ist öffentlicher Druck auf die Verantwortlichen Brühler Stadtverwaltung und Stadtwerke aufgebaut worden.
Forderungen
attac Brühl kritisiert Brühler RECS-„GrünStrom“ als ökologische Augenwischerei und populistische Verbrauchertäuschung.
attac Brühl ruft zum Wechsel zu Versorgungsunternehmen mit echtem Ökostrom auf: Elektrizitätswerke Schönau (EWS), Greenpeace Energy oder Naturstrom.
attac Brühl fordert die Umwandlung der Brühler Stadtwerke zu einem ökologischen, demokratischen und sozialen Versorgungsunternehmen mit echtem Ökostrom.
Kriterien für echten Ökostrom
- fast gänzlich regenerative Energie ausschließlich ohne Kernenergie
- Fördercent für neue Erzeugungsanlagen von regenerativer Energie
- Unabhängigkeit des Versorgungsunternehmens von Versorgungskonzernen mit Großerzeugungsanlagen für fossile Energie und Kernenergie
- wirtschaftsdemokratisches und nicht marktbeherrschendes Versorgungsunternehmen
Quelle: "Wechsel zu Ökostrom!"
Umwandlungsziele für die Stadtwerke Brühl
Ökologisch:
"Es geht um einen Umbau hin zu erneuerbaren Energien: Solar-, aber vor allem Windkraft. Allerdings ist das nur ein Teil der Antwort, denn wenn die ökologischen Grenzen tatsächlich berücksichtigt werden sollen, dann sind ein sofortiger Ausstieg aus der Atomkraft und ein Ausstieg aus fossilen Energieträgern notwendig. Keine einfache Aufgabe, wenn in der EU15 (2007) die enorme Menge von 15% der Primärenergie auf nuklearer Basis produziert wird. Demokratisch kontrollierte Energieversorger sollten daher als Unternehmensziel haben immer weniger Energie anzubieten, anstatt das Ziel zu verfolgen das gegenwärtige Niveau auf Basis erneuerbarer Energien zu substituieren. Ebenso fatal sind öko-imperiale Strategien, wenn z.B. Biomasse aus Afrika, wie es Vattenfall (Berlin) aus Liberia plant, importiert wird (oder beispielsweise auch Palmöl und Agrosprit). Für diesen Sektor ist eine Postwachstumsstrategie nötig."
Demokratisch:
"Jenseits von privat und obrigkeitsstaatlich-öffentlich. In der Bundesrepublik dominieren private oder klassisch-öffentliche, eben obrigkeitsstaatliche Formen der Energieversorgung. Neben ggf. genossenschaftlichen Modellen sind neue demokratische Modelle der Kontrolle von Energieversorgung auf kommunaler und regionaler Ebene notwendig. Wichtige Mechanismen bei der demokratischen Kontrolle öffentlicher Versorger sind die Ausweitung von repräsentativer Demokratie auf öffentliche Unternehmen (d.h. die allgemeine und direkte Wahl der Aufsichtsratsmitglieder) und direkt-demokratische Kontrollmechanismen, wie Abstimmungen bei zentralen Investitionsentscheidungen."
Sozial:
"Öffentliche, demokratisch kontrollierte Energieunternehmen haben Arbeitsplätze im Sinne von „guter Arbeit“ bereitzustellen und die betriebliche Mitbestimmung und Formen von Wirtschaftsdemokratie weiter zu entwickeln. Energiearmut ist in der Bundesrepublik (im Gegensatz zu GB) ein Tabu-Thema. Trotzdem leiden Millionen unter hohen Energiekosten, Hunderttausende unter Verschuldung auch aufgrund von hohen „Nebenkosten“ und Hundertausende unter Abklemmungen. In der EU ist Deutschland Abklemmungsweltmeister. Notwendig ist daher ein System von kostenfreien Grundkontingenten und Sozialtarifen."
Quelle: Alexis Passadakis: Energiedemokratie Jetzt! - Demokratische Kontrolle statt Konzernmacht; Berlin 2011
Infos der Stadt Brühl

Infos der politischen Parteien
2011
Die Grünen Brühl: Vermeintlicher Ökostrom der Stadtwerke Brühl; Brühl 30.03.2011
Michael vom Hagen: Energiepolitischer Ablasshandel; Brühl 06.04.2011
Die Grünen Brühl: Ökostrom der Stadtwerke Brühl - Die Wahrheit ist nicht geschäftsschädigend; Brühl 12.04.2011
Michael vom Hagen: Lieber spät als gar nicht; Brühl 20.04.2011
Infos der Presse
Wikipedia: "RECS"
Wolf von Fabeck: "RECS gefährdet das EEG"; Solarenergie-Förderverein Deutschland 2005
Lars Lange: "Die Ökostrom-Lüge"; Telepolis 23.11.2007
Jens Lubbadeh: "Stromanbieter verkaufen Atomstrom als Ökostrom"; Der Spiegel 05.01.2008
dpa: "Kritik an Etikettentricks bei Ökostrom"; Kölnische Rundschau 06.01.2008
dpa: "Etikettenschwindel beim Ökostrom"; Hamburger Abendblatt 07.01.2008
Thorsten Kasper: "Nutzen für die Umwelt gleich Null" Stiftung Warentest 08.01.2008
Uwe Leprich: "Der Stromwechsel ist ein politischer Faktor"; Die Tageszeitung 10.01.2008
Carola Siedentop: "Öko-Strom als Werbemasche"; Rheinische Post 18.01.2008
Detlef Grumbach: "Etikettenschwindel bei grünem Strom?"; Deutschlandfunk 08.02.2008
Uwe Leprich: "Fokus Ökostrom: Bestandaufnahmen und Perspektiven"; Saarbrücken 02.2008
Anke Siegert: "Energiepolitik: Zertifikate sind geduldig"; Ökom Verlag 06.03.2008
N.N.: "Ökostrom für Brühl"; Brühler Schlossbote 25.03.2011
Alexander Gonscherowski: "Die Stadtwerke Brühl GmbH entdecken die Farbe Grün: Ganz toll!"; Brühler Bilderbogen 04.2011
Alexander Gonscherowski: "Deine Meinung zählt"; Brühler Bilderbogen 04.2011
Uli Kreikebaum: "Brühler werben mit Ökostrom"; Kölner Stadt-Anzeiger 25.03.2011
Wolfgang Kirfel: "´Grünstrom´ hat zwei Seiten"; Kölnische Rundschau 09.04.2011
Wolfgang Kirfel: "Der Sozialtarif ist abgelehnt"; Kölnische Rundschau 14.04.2011
Wolfgang Kirfel: Stadtwerke legen einen Vertrag vor; Kölnische Rundschau 20.04.2011
Uli Kreikebaum: "Grün ist noch lange nicht sauber"; Kölner Stadt-Anzeiger 26.04.2011
Uli Kreikebaum: "Eine Frage der Transparenz"; Kölner Stadt-Anzeiger 26.04.2011
Blogs
Kämpfer an der unsichtbaren Front: Ökostrom Brühl verstrahlt; IQ130Plus Webblog Deutschland 13.04.2011
Karikatur
attac Brühl sammelt Karikaturen, die sich gemäß der Meinungs- und Kunstfreiheit mit der "Grünstrom-Affäre" beschäftigen.
"Karikaturen sind meist eine bildliche Form der Satire, die sich als parteiische Kritik an bestehenden Werten oder politischen Verhältnissen versteht und oft als ´Waffe´ in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen verwendet wird. Die Karikatur übertreibt bewusst, spitzt zu und verzerrt charakteristische Züge eines Ereignisses oder einer Person, um durch den aufgezeigten Kontrast zur Realität und die dargestellten Widersprüche den Betrachter der Karikatur zum Nachdenken zu bewegen. Oftmals nimmt die Karikatur zu einem aktuellen Sachverhalt sarkastisch-ironisch Stellung. Wesentliche Fehler und Mängel der dargestellten Person (z. B. eines Politikers) oder des dargestellten Objektes oder Ereignisses werden aufgedeckt und durch die Art und Weise der meist zeichnerischen Präsentation der Lächerlichkeit preisgegeben."
Quelle: Wikipedia
Infostand
attac Brühl klärte am Samstag, 14.05.2011, ab 10 Uhr vor Brühler Rathaus mit einem Infostand zum Thema "GrünStrom ist MogelStrom" die Brühler Bürgerinnen und Bürger über den Brühler RECS-"GrünStrom" auf, indem satirisch zu einer "Ökostrommärchenstunde" der Stadtwerke und des Bürgermeisters eingeladen wurde.
Film zum Infostand
Rathausstürmung
attac Brühl arbeitete am 16.05.2011 mit der Redaktion und Moderatoren der Verbraucherschutzserie "Da wird mir übel" von "ZDF neo" zusammen, indem drei Brühler attacies mit dem Moderator Theo West und einem Kamerateam wegen der Brühler "GrünStrom-Affäre" als empörte Brühler Bürgerinnen und Bürger unangemeldet in die Hauptausschusssitzung des Brühler Rathauses eindrangen und dem Bürgermeister einen "schwarz-gelben Atom-Fliegen-Pilz" als Negativauszeichnung überreichten.
Film zur Rathausstürmung
Augenzeugenbericht zur Rathausstürmung
Die Szene der Übergabe des "Atom-Fliegen-Pilz-Preises" an den Bürgermeister Michael Kreuzberg wurde herausgeschnitten. Hat hier die Verwaltung mit einer Unterlassungsklage wegen Hausfriedensbruch auf Nichtsenden der Übergabeszene geklagt? Wir ergänzen die Szene anhand unserer Beobachtungen:
"Als der Moderator vorneweg und das Kamerateam und wir attacies hinterher durch die Eingangstür in den Raum eintraten, tagten dort die Mitglieder des Brühler Hauptausschusses. Als wir an der linken Seite entlang zwischen der Wand und den CDU- und FDP-Vertretern vorbei zum Bürgermeister am Ende gingen, stellte sich uns zunächst jemand mit seinem Stuhl in den Weg, gab uns dann aber den Weg frei. Der offensichtlich überraschte Bürgermeister stand auf und hörte dem Moderator mit seinem ironischen Lob für den Brühler GrünStrom zu und bejahte das Lob. Der Moderator übergab den Pilz an den Bürgermeister, der ihn auch annahm. Doch dann hörten sich die Worte des Bürgermeisters nicht mehr so freundlich an, so dass der Moderator mit Anhang zügig den Raum und das Rathaus verließ."
Wann zeigt der Bürgermeister uns Brühler Bürgerinnen und Bürgern endlich den verdienten Preis? Dazu haben wir noch nichts im Brühler Schlossboten gelesen...
Interview
Film zum Interview
Presse zum Interview
Quelle: Radio Erft: Stadtwerke weisen Ökostrom-Kritik zurück; Wesseling 20.05.2011
Agenda-Markt
attac Brühl beteiligte sich am 17.09.2011 am jährlichen Brühler "Agenda-Markt", um mit der Kampagne "GrünStrom ist MogelStrom" auf die mangelhafte Nachhaltigkeitspolitik der Brühler Stadtverwaltung und Stadtwerke aufmerksam zu machen, um sich so für Nachhaltigkeit einzusetzen. Obwohl die Nachhaltigkeit ein zentrales politisches Feld von attac Brühl und auch deutschlandweit ist, waren wir überrascht, diesmal nicht wie letztes Jahr im Vorfeld von der Stadt Brühl eingeladen worden zu sein, sondern erst auf gezieltes Nachfragen hin. Wir haben uns und Organisatoren des Agenda-Marktes gefragt, ob es in der Brühler Stadtverwaltung Entscheider gebe, die attac Brühl ausgeschlossen gesehen haben möchten?
Augenzeugenbericht zum Agenda-Markt
"attac Brühl besaß laut Plan den kleinsten Stand an einem Ende des Agenda-Marktes, den wir scherzhaft ´Katzentisch´ nannten. Wir verteilten wie an unseren Infoständen so oft unsere Flugblätter und sprachen mit interessierten Passanten und gaben ihnen auf Wunsch weitere Infomaterialien. Nachdem der Beigeordnete der Brühler Stadtverwaltung Gerd Schiffer in Begleitung von Roland Mohlberg ein MogelStrom-Flugblatt von uns in die Hand gedrückt bekam, drohte er uns verärgert an, attac Brühl vom Agenda-Markt verweisen zu lassen. Als wir daraufhin erwiderten, solch einen Skandal dann offensiv in der Öffentlichkeit publik zu machen, lenkte der Beigeordnete ein und bot uns an, mit uns attacies sofort zu reden. Wir attacies nahmen sein Gesprächsangebot an. In diesem Gespräch äußerte der Beigeordnete seinen Unmut über unsere Kampagne ´GrünStrom ist MogelStrom´, woraufhin wir nicht nur den ökologischen Schaden, sondern auch die undemokratische Entscheidungsfindung an Aufsichtsrat und Stadtrat vorbei kritisierten. Wir attacies boten an, uns von ihm überzeugen zu lassen, wenn die Stadtverwaltung oder Stadtwerke unsere Argumente schriftlich widerlegen könnten. Der Beigeordnete reagierte offensichtlich wohlwollend auf unseren Vorschlag, jedoch wurden keine gewünschten Schriftstücke an die von uns an ihn ausgehändigte Kontaktemailadresse bisher gesendet, wenn es solche Beweise überhaupt gibt.
Nach informativen und spannenden Gesprächen mit drei Brühler Stadtratsmitgliedern der CDU, SPD und der Grünen, davon zwei Fraktionsvorsitzenden, ging ich zum Infostand der Brühler Stadtwerke, um davor den Passanten MogelStrom-Flugblätter auszuhändigen. Zwei der drei Infostandbetreuer von den Stadtwerken reagierten sehr verärgert, was sich in unflätigen Ausdrücken bemerkbar machte. Einer packte sogar an meine Schulter und wollte meinen Namen wissen, was ich verweigerte. Nachdem sich die Situation beruhigt hatte, suchte der dritte Infostandbetreuer in sachlichem und ruhigem Tonfall mich auf, um mich von der Wahrhaftigkeit des GrünStroms der Stadtwerke zu überzeugen. Nach einem längeren konstruktiven Gespräch bot dieser Stadtwerker durch Aushändigen seiner Visitenkarte an, attac Brühl für weitere Nachfragen zur Verfügung zu stehen. Leider haben wir auch noch keine widerlegende schriftliche Beweise von den Stadtwerken erhalten."
attac Brühl wird weiterhin durch spektakuläre Aktionen und konstruktive Gespräche die "GrünStrom-Affäre" in die Öffentlichkeit bringen und zum Anbieterwechsel zu echtem Ökostrom aufrufen, bis die Brühler Stadtwerke nicht mehr Pseudoökostrom anbieten oder ihre Hypothesen schriftlich beweisen.
Infos der Stadt Brühl zum Agenda-Markt

Infos der Presse zum Agenda-Markt
Blogs zum Agenda-Markt
Kämpfer an der unsichtbaren Front: Agenda Markt Brühl 2011; IQ130Plus Webblog Deutschland 17.09.2011
























