Gespräch mit Geschäftsführer der Stadtwerke Brühl zu sogenanntem "Grünstrom"
attac Brühl führte am 13.04.2011 ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der Stadtwerke Brühl (SWB), Erwin Gardemann, über den sogenannten "Grünstrom" der SWB, der momentan in der Öffentlichkeit heftig diskutiert wird.
Zusammenfassend hat Herr Gardemann uns folgende Antworten gegeben:
"Herr Gardemann sagte, dass die SWB für ihren sogenannten ´Grünstrom´ keinen Ökostrom aus Deutschland einspeise. Um der Kundennachfrage nach der Atomkatastrophe in Japan nachzukommen, habe die SWB über den Verbund ´Quantum´ (mit Düsseldorf, Hilden usw.) RECS-Zertifikate für 50.000 Euro gekauft. Herr Gardemann spricht selber vom schlechten Ruf der RECS-Zertifikate, weil kein Nachweis über Investitionen in die Erzeugung erneuerbarer Energie erfolge. Die Stadt Brühl wolle aber von einem Wirtschaftsprüfer gutachtlich feststellen lassen, dass die von Brühl erworbenen RECS-Zertifikate für Investitionen in die Erzeugung erneuerbarer Energie verwandt werde. Die SWB habe schon zwischen 7 und 9% erneuerbare Energie und Energie aus hocheffizienten Blockheizkraftwerken selbst erzeugt. In Zusammenarbeit mit der ´Quantum´-Gruppe werde in Hürth eine Biogasanlage entstehen, mit der dann die SWB auf rund ein Drittel Anteil käme. Die SWB sei unabhängig von den vier Energiegroßkonzernen (RWE usw.)."
attac Brühl bedankt sich bei Herrn Gardemann für das Gespräch.
Ökostromkriterien
Vergleich mit Ökostromkriterien von attac Brühl:
attac Brühl hat seit längerem folgende vier Kriterien für tatsächlichen Ökostrom aufgestellt:
- fast gänzlich regenerative Energie ausschließlich ohne Kernenergie
- Fördercent für neue Erzeugungsanlagen von regenerativer Energie
- Unabhängigkeit des Versorgungsunternehmens von Versorgungskonzernen mit Großerzeugungsanlagen für fossile Energie und Kernenergie
- wirtschaftsdemokratisches und nicht marktbeherrschendes Versorgungsunternehmen





