Flashmob "Aufstehen zum Ausstieg" gegen Bundesumweltminister Röttgen
Am 14. April 2010 überraschten Brühler attacies mit rund 50 weiteren Kernkraftgegnern mit einem von "Anti Atom Bonn" und "Campact" organisierten Flashmob den CDU-Bundesumweltminister Norbert Röttgen bei seinem Vortrag zur Umweltpolitik im Bonner Volksbank-Haus.

Quelle: Rheinraum
Wir Brühler attacies verkleideten uns als treue CDU-Mitglieder:

Was benötigt man dazu?
1. Schwarzer Anzug mit "Tortenheber", denn Kleider machen Leute, gerade bei der CDU ist ein "gepflegtes" Outfit ein Muss.
2. Eine halbe Flasche Haaröl für so ne richtig schmierige Type.
3. Ein arrogant-humorloser Blick mit Kinn hoch!
4. 50-Jahre-CDU-Parteiabzeichen (Woher habe ich das Ding nur?...):

5. Dazu der richtige schleimige Button:

So verkleidet hatten wir an der Eingangskontrolle und Bodyguards vorbei kein Problem uns im Vortragsraum in die erste Reihe neben den reservierten Stühlen der echt wichtigen Bonner CDU-Landtagskandidaten und fünf Plätze von Herrn Röttgen entfernt hinzusetzen:

Die Verkleidung war so gelungen, dass keiner von den CDUlern wegen unserer wahren Identität Verdacht schöpfte. Die CDU-Lokalpolitiker in der Reihe hinter uns hatten keine Hemmungen für uns hörbar über diese "nervigen Ökos" am Infostand vor dem Eingang abzulästern. Einer lobte uns sogar wegen unserer tollen "Atomkraft? - ganz toll"-Buttons.
Dann stieg Herr Röttgen ans Rednerpult und wir dachten anfangs wir hätten uns verlaufen, denn er hielt eine butterweiche Rede zum Umweltschutz mit schön klingenden Allgemeinplätzen von Energieeffizienz bis zur Schöpfung Gottes, was überhaupt nicht zur umweltgefährdenden politischen Wirklichkeit seiner Atomlobbypartei CDU passte, die eine Laufzeitverlängerung problematischer deutscher Kernkraftwerke um Jahrzehnte gegen den mehrheitlichen Willen der deutschen Bevölkerung durchboxen will. Diesen Bruch zwischen Taten und Worten bewusst in unseren Hinterköpfen, hielten wir Kernkraftgegner plötzlich mitten in dieser Rede zeitgleich schwarz-gelb-farbene Plakate halbaufgeklappt mit positiven Sprüchen wie z.B. "schwarz-gelb - jawohl!" hoch, die Sekunden später ganz aufgeklappt wurden, so dass kritische Worte wie z.B. "schwarz-gelb - Atomalarm" sichtbar wurden. Danach verließen wir Kernkraftgegner geschlossen den Raum...

















