Brühl

Demonstration "Atomkraft? Es reicht! Atomanlagen weltweit sofort abschalten!"

attac Brühl beteilige sich an der spontanen Kölner Demonstration nach der Atomkatastrophe in Japan.

Aufruf

"Nach 25 Jahren ist es wieder soweit: mehrere AKW in Japan sind
unkontrollierbar geworden. Im AKW Fukushima ("Glückliche Insel") 1 kam es zu
eine Explosion und wahrscheinlich zu einer Kernschmelze. Der GAU ("Größter
anzunehmender Unfall") ist wieder da. Was mit den anderen AKW ist, wird
nicht mitgeteilt.

Wie immer, wenn das eintritt, vordem wir gewarnt haben, bekommt die
Anti-Atomkraft-Bewegung nun wieder etwas Aufmerksamkeit. Und die werden wir
nutzen - wir werden uns am Montag um 18.00h auf dem Rudolfplatz in
Köln treffen, weil wir die Schnauze gestrichen voll haben.

Atomkraft ist nicht sicher, sie war es nie und wird es nie werden!

Japan hat angeblich mit die sichersten Atomanlagen der Welt - diese Aussage
zeigt wieder, dass es eines bei Atomanlagen nie geben wird - wirkliche
Sicherheit. Atomkraftwerke sind immer tickende Zeitbomben, die zusätzlich
während ihrer gesamten Aktivität Radioaktivität an die Umgebung abgeben, die
immer für Krankheit und geschädigte Erbinformationen in der gesamten Natur
sorgen. Keine Atomanlage, egal wo, war jemals wirklich sicher.

Was wir jetzt erleben, kennen viele von uns noch vom Desaster von
Tschernobyl: Es wird verharmlost, belogen und schöngeredet. Statt dass
informiert wird, wird beschwichtigt.

Wir werden uns stattdessen selber zusammenfinden, uns informieren und
unserer Wut Ausdruck verleihen, denn wir haben keine Lust mehr, von Politik
und Wirtschaft belogen und eingelullt zu werden.

Für den sofortigen Atomausstieg!
Für die sofortige Stillegung aller Atomanlagen!
WELTWEIT!

Kommt vorbei, denkt euch eigene Dinge aus und schickt diese Nachricht
weiter.

Wir sehen uns auf dem Rudolfplatz!"

Infos

kag: "Hunderte auf Demo gegen Atomkraft"; Kölner Stadt-Anzeiger 14.03.2011


jac: "Großdemo in Köln geplant"; Kölner Stadt-Anzeiger 14.03.2011

Augenzeugenbericht

"Die angekündigte "Mahnwache" wurde in eine spontane Demonstration umgewandelt, weil man nicht nur brav an die Opfer gedenken, sondern die ursächliche Problematik benennen wolle. Deswegen waren keine Parteifahnen erwünscht, da keine größere Partei die Forderung nach dem sofortigen Abschalten aller Atomkraftwerke fordere, sondern neben der heftigst umstrittenden schwarz-gelben Laufzeitverlängerung auch der gescheiterte rot-grüne sogenannte AKW-Ausstiegskompromiss nicht das AKW-Problem löse. Neben AKW-kritischen Liedern von Klaus der Geiger brachten verschiedene Rednerinnen und Redner der bunten Anti-AKW-Bewegung von aktiven Gorleben-Blockierern, über Naturfreunden, bis zu einem Kinderarzt der " Ärzte gegen Atomkrieg" (IPPNW) aus ihrer Perspektive ihre Erfahrungen und Argumente an die mehrere Hundert Zuhörer, die öfters "Abschalten!" foderten."

Fotos

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