Bonn

AK Gentechnologie

jeden 2. und 4. Freitag im Monat, 19.30, DGB-Haus, Endenicher Str. 127

Die attac-AG "Gentechnologie" will Entwicklungen um diese Technik, die unsere Nahrungsgrundlagen im globalen Rahmen dramatisch verändert, kritisch begleiten.


Wer sich auf unserer Mailingliste eintragen will, kann sich unter folgendem Link eintragen:

https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/ak-gegen
 

Hinweis: Das nächste Treffen findet am 25.6.10 statt, Thema ist aktuell "indivisualisierte Medizin".

Ergebnisse aus dem Seminar Gentechnikkritik

Im Semiar "Gentechnikkritik konkret" am 28./29.5.2010 in Bonn ergaben
sich aus der Diskussion ein paar Kritikpunkte, die fĂĽr die grĂĽne und
die rote Gentechnik gleichermaĂźen zutreffen. (Punkte 1 - 8, 9 bis 11
ergänzt - IM)

  1. GAU-Potential
  2. Kommerzialisierung des Lebens
  3. Reparatur statt Ursachenbekämpfung
  4. Verändertes Bild von Natur und Mensch (mechanistisch, technologieorientiert)
  5.  â€žVerbesserung“ von Natur/Mensch
  6. Bevorzugte öffentliche Förderung/Finanzierung/Werbung -->
  7. Verdrängung von Alternativen
  8. Akzeptanzbeschaffung durch Wecken von Hoffnungen (in weiter Zukunft)
  9. Fokussierung auf kleinste Bausteine --> das Ganze ist nicht im Blick
  10. Utilitarismus (Bewertung von Lebewesen unter dem Aspekt der NĂĽtzlichkeit)
  11. Unkritische Wissenschaftsgläubigkeit (global „players“)  


Ilse Maresch, Bonn

Seminar 'Gentechnikkritik konkret'

 Gentechnikkritik konkret

 

Seminar der AG Gentechnologie bei attac Bonn und des Politischen Arbeitskreis

Freitag 28. Mai 2010, 15.00 Uhr – Samstag, 29. Mai 2010, 16.30 in Bonn, Haus Venusberg

Beschränkte Teilnehmerzahl, daher bitte frühzeitig anmelden!

Wer einführende Texte in die politische Kritik an der Gentechnik sucht, wird schnell feststellen, dass es zwar viele Sammelbände, Artikel zu Spezialthemen und ähnliches gibt, jedoch kaum umfassende und gleichzeitig für NichtspezialistInnen interessante und verständliche Texte.

In diesem Seminar wollen wir versuchen, Gentechnikkritik als Ganzes zu denken und zu diskutieren. Dabei gehen wir davon aus, dass der Begriff „Gentechnologie“ zwar höchst unterschiedliche Methoden, Spezialisierungen und Forschungsansätze zusammenfasst, so dass teilweise ein genaues Hinschauen auf das je Konkrete erforderlich ist, dass es sich aber trotzdem um eine Technologie handelt, die wie die Atomtechnologie ein grundsätzlich unkontrollierbares Destruktivpotenzial enthält. Ist es denkbar, dieses Potenzial zu zähmen oder auszuschließen, indem nur sichere Elemente der Technologie genutzt werden? Wir glauben das eher nicht.

Damit geht unsere Position teilweise über Meinungen auch in der technikkritischen Szene hinaus, wo ja durchaus einzelne Aspekte der Technologie akzeptiert werden. Wir wollen der Frage nachgehen, in welcher Weise und inwieweit man grüner und roter Gentechnologie mit gleicher Kritik begegnen kann. Dazu werden wir einige Texte lesen, die sowohl zusammenfassende Grundsatzkritik äußern als auch einzelne Aspekt genauer betrachten. Die Texte werden allen zugeschickt, die sich zum Seminar anmelden; nach und nach werden sie auch auf unserer Webseite stehen – der erste ist bereits dort nachlesbar: http://www.attac-netzwerk.de/bonn/neuigkeiten/detailansicht/datum/2010/05/28/seminar-einladung-gentechnikkritik-konkret/?cHash=a6ddda4318ccc37b50b5dfdd4f8c125c

Wir wünschen uns, dass aus dem Seminar heraus Verabredungen für einen weiteren Arbeitsprozess entstehen, wie die diskutierten Inhalte in eine endgültige, veröffentlichungsreife Form gebracht werden können. Diesen Arbeitsprozess werden die Mitglieder der AG Gentechnik nach dem Seminar auf jeden Fall anpacken, alle anderen können sich auf Wunsch beteiligen. Die so entstehenden Materialien werden später allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt und in geeigneter Form veröffentlicht.

 

Teilnahme-Gebühr: 15,- € (inkl. Übernachtung)

Für Rückfragen: Werner Rätz 02 28/21 22 22,

Anmeldung schriftlich ĂĽber

info@pas-bonn.de

oder

Politischer Arbeitskreis Schulen e.V.
WeberstraĂźe 4
53113 Bonn

25.05.09 Verhindert die EU ein gentechnikfreies Europa?

Befragung der KandidatInnen für die Europawahl zum Thema Gentechnologie und Europäische Gesetzgebung

Europa hat ĂĽber seine verschiedenen Gremien groĂźen
Einfluss darauf, ob sich die BĂĽrger mit ihrem Wunsch nach
einem gentechnikfreien Europa oder zumindest einem Europa
der  gentechnikfreien Regionen durchsetzen, oder ob die
multinationalen Agrar-Multis (Monsanto, Bayer CropScience, ...)
ihren Einfluss ausweiten und ihre Interessen durchsetzen.


Das Problem der mit der Zulassung von gentechnisch veränderten
Lebensmitteln befassten europäischen Behörden ist folgendes:
Zum einen gibt es die "neutrale wissenschaftliche" Behörde, die
EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit). Diese
greift gerne auf "Expertisen" des GVO -Panel (Gremium zur
Einordnung und Bewertung gentechnisch veränderten
Organismen) zurĂĽck, das stark mit Gentechnik-BefĂĽrwortern
durchsetzt und keineswegs neutral ist.
Meist lauten die Stellungnahmen der EFSA: "Es wurden keine
neuen Erkenntnisse vorgebracht, die ein Verbot rechtfertigen."
Problematisch ist dabei auch, dass sich die EFSA in der Ă–ffentlich-
keit als "Grundfeste der Risiko-Abschätzung" bezeichnet, die von
ihr an den GVO-Panel delegierten Stellungnahmen aber jegliche
Risiko-Abschätzung ausklammern.


Dagegen kann der Europäische Ministerrat unabhängig davon
einen politischen Beschluss fassen. So geschehen vor kurzem, als
der Antrag, die durch Ungarn und Ă–sterreich ausgesprochenen
landesweiten Verbote von Gen-Mais der Sorte Mon810 zu
untersagen, abgelehnt wurde.


UngĂĽnstig ist aber, wenn es im Ministerrat keine Mehrheit gibt.
Dann entscheidet die Europäische Kommission. Diese ist wie die
EFSA sehr gentechnikfreundlich und winkt normalerweise alle
Anträge durch.


Welche Möglichkeiten sehen die KandidatInnen hier, mehr
Transparenz zu schaffen und den BĂĽrgerwillen gegenĂĽber den
Lobby-Einflüssen zu stärken?

Kommen Sie zur Veranstaltung des Arbeitskreises Gentechnologie
von attac Bonn und fragen Sie die KandidatInnen fĂĽr das EU-
Parlament, wie sie dazu stehen.


Es nehmen teil:
- Oliver Krischer/ BĂĽndnis 90-Die GrĂĽnen
- Sebastian Hartmann/ SPD
- Alexander Plahr/ FDP
- Sabine Wils/ Die Linke.
- N.N./ CDU

Datum/Uhrzeit: 25.05.09 19:00 bis 21:00

Ort: Adenaueralle 37, Bonn (Haus der Evangelischen Kirche)

Organisator: Attac Bonn

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