Bonn

Wer wir sind!

Wir sind eine von deutschlandweit über 200 lokalen Gruppen des globalisierungskritischen Netzwerkes attac. Ausgehend von unserer Überzeugung, dass die Wirtschaft den Menschen dienen muss und nicht umgekehrt, engagieren wir uns für eine gerechte, demokratische und ökologisch nachhaltige Globalisierung. Wir sind nicht gegen Globalisierung - aber gegen Globalisierung, in der die Menschen nur noch den Interessen der Wirtschaft untergeordnet sind. Nach dem Motto: Globalisierung wird gemacht, also kann man sie auch anders machen!

Gruppentreffen

Wir treffen uns immer am zweiten Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr

im DGB-Haus, Endenicher Str. 127.

Der nächste Termin ist der 8. Oktober 2014. Alle Neuen sind bei unseren offenen Gruppentreffen herzlich willkommen.

Aktuelle Veranstaltung von Attac Bonn

Was Sie schon immer über TTIP, CETA und TISA wissen wollten, aber ...


Freihandelsabkommen EU - USA: Konzerne profitieren, Menschen verlieren.


Donnerstag 25.09.2014 um 19:30 Uhr

im DGB-Haus, Endenicher Str. 127, 53225 Bonn

Eintritt frei


Konzerne sollen Staaten vor intransparenten Schiedsstellen verklagen können, wenn neue Umwelt- oder Sozialgesetze ihre Gewinnerwartungen schmälern. Im Supermarkt sollen Hormonfleisch und genveränderte Lebensmittel ohne Kennzeichnungspflicht angeboten werden. Energiekonzerne sollen sich die Erlaubnis zum Fracking erklagen können usw.

Mit einem umfassenden Pakt wollen EU und USA eine transatlantische Freihandelszone erschaffen. Verkauft wird uns die geplante Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) als großes Wachstumsprogramm – bezahlen müssen es die BürgerInnen in EU und USA mit dem Abbau von Produktionsstandards, Verbraucherschutz, Arbeitnehmerrechten, Lohnniveaus, Umweltauflagen, ja sogar unserer demokratischen Rechtsstaatlichkeit.

All diese „Handelshemmnisse“ könnten in den geheimen Verhandlungen beseitigt werden. Noch kann das Vorhaben gestoppt werden. Attac setzt sich dafür gemeinsam mit Menschen aus ganz Europa und den USA ein.


Unser Referent ist Dr. Harald Klimenta, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac, außerdem Publizist und Autor mehrerer globalisierungskritischer Bücher. Nach einem Einführungsreferat steht er für Fragen und Diskussion zur Verfügung.

 

 

 

 

Bedingungsloses Grundeinkommen

Faltblatt bedingungsloses Grundeinkommen

Mit diesem Faltblatt haben Aktive der Attac-AG genug für alle zwei Tage lang in der Münchener Innenstadt auf die zunehmende Armut hingewiesen. Anlass war der zweijährliche Kongress des weltweiten Basic Income Earth Network, der gleichzeitig in Ottobrunn und damit erstmals in Deutschland stattfand.

 

Die Idee war, physisch nachvollziehbar zu machen, was „man“ ohnehin wusste: Mit der „Trittin-Rente“, wie das Flaschensammeln von Spöttern genannt wird (der damalige Umweltminister Trittin hatte diese Art der Pfandregelung eingeführt) kommt man auf keinen grünen Zweig. Das wurde auch schon optisch sehr deutlich: Die AktivistInnen hatten einen Käfig gebaut, der mehr als 4000 Flaschen fassen konnte – so viele hätte man gebraucht, um auf einen Pfandwert von 1000 Euro zu kommen. Das Ziel wurde trotz eifrigen Sammelns vieler HelferInnen bei weitem nicht erreicht.


Der Stand für die Aktion befand sich mitten in der Münchener Fußgängerzone zwischen Stachus und Marienplatz, also einem Ort, der von Einheimischen und TouristInnen bis spät abends stark bevölkert ist. Es war strahlendes Sonnenscheinwetter, so dass viele Menschen etwas tranken und häufig danach die Flaschen in die Mülleimer steckten. Dennoch war es kaum möglich, mehr als fünf bis sechs Flaschen pro Stunde einzusammelen, weil in dem Bereich so viel SammlerInnen unterwegs sind. Einer, der seit sechs Jahren davon lebt, erzählte, dass er anfangs bis zu 20 € am Tag einnehmen konnte, heute höchstens an guten Tagen mal sechs bis acht.


Anfangs waren die Menschen in der Stadt zurückhaltend gegenüber der Aktion. Es dauerte ein paar Stunden, bis sich viele darauf einließen. Dann brachten sie aber Tüten voll Flaschen, Nachtschwärmer gaben ihre Bierflaschen ab, einer sogar einen ganzen (leeren) Bierkasten. Die SammlerInnen selbst waren sehr zurückhaltend, viele hatten die Sorge, dass ihnen die letzten Flaschen weggenommen würden. Tatsächlich war aber immer geplant, die Flaschen am Ende der Aktion an diejenigen abzugeben, die davon leben, und so konnten sich alle, die zum Abholen kamen, über eine Sondereinnahme freuen. Einige haben sich intensiv auf die AktivistInnen eingelassen. Sie erzählten ihre Geschichten rund ums Pfandflaschensammeln und aus welchen Gründen sie das benötigen. Auffällig war, dass vor allem Sammlerinnen ablehnend waren. Auch die Mitteilung, dass die Flaschen verschenkt würden, beruhigte einige nicht: Sie waren offensichtlich in einer insgesamt von außen verächtlich angeschauten Szene die Underdogs, die nicht glaubten, dass sie einen Anteil bekommen würden. Es gab viel zu lernen.


Auch am Stand gab es regen Zulauf und viele interessante Diskussionen. Bei etlichen Gesprächen mit KritikerInnen eines bedingungslosen Grundeinkommens konnte durch ruhiges Argumentieren erreicht werden, dass sie zumindest einmal darüber nachdenken würden. Auch in den späten Abend- und Nachtstunden kamen nicht etwa – wie AktivistInnen befürchtet hatten – Betrunkene an den Stand, sondern einige (noch) gut Situierte, die noch in Arbeit sind, sich aber große Sorgen über die Zukunft machen. Sie setzten sich an den Tisch und diskutierten lange. So war auch die Nacht gar nicht langweilig.


Musik und Reden per Lautsprecheranlage stießen durchaus auf Interesse. Zwar blieben die meisten PassantInnen nicht stehen, um zuzuhören, aber der Flugbalttabsatz stieg sofort an, wenn jemand am Mikro stand. Und es kamen auch immer wieder Leute, die sagten, sie seien da eben schon mal vorbeigegangen und wollten jetzt doch mal genauer hören, was wir da machen.


Das Fazit aller an der Aktion Beteiligten war eindeutig: Der Aufwand hat sich gelohnt, man kann das Thema Armut öffentlichkeitswirksam platzieren und das bedingungslose Grundeinkommen wird als eine seriöse Antwort auf das Problem weitgehend akzeptiert.Zwar versteht die AG selbst das Grundeinkommen keineswegs in erster Linie als ein armutspolitisches Instrument, sondern als Teil einer umfassenden öffentlichen Daseinsvorsorge und Infrastruktur http://www.grundeinkommen-attac.de/fileadmin/user_upload/AGs/AG_Genug_fuer_Alle/Download/flyer%20gfa%20GE2012druck.pdf aber da nicht alles in eine Aktion gepackt werden kann, war dies ein rundum gelungener erster Schritt.


Aktionsbilder:

https://mc.gmx.net/guest?path=M%C3%BCnchen%20Gfa%20von%20georgfrigger%40gmx.de&token=849637AAEAA78ADC&mandant=01&locale=de&viewType=1

 

 

Demokratie lässt sich nicht verbieten!

Am Freitag, den 4.5., hat die Demonstrationsbehörde in Frankfurt (das ist nach hessichem Recht dort das Ordnungsamt) gegen 15 Uhr in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass sie die gesamten Veranstaltungen von Blockupy Frankfurt verboten habe www.frankfurt.de/sixcms/detail.php

Tatsächlich wurden die Verbotsverfügungen überwiegend erst heute, Montag 7.5., zugestellt, z.T. Auch das noch nicht: Für die internationale Demonstration am 19.5. liegen bis heute keine Verbotsverfügunge vor. Wir werden gegen alle Verbote Widerspruch einlegen und beim Verwaltungsgericht klagen. Nach Einschätzung aller Beteiligten, darunter mehrere sehr erfahrene RechtsanwältInnen, werden die Verbote vor Gericht keinen Bestand haben: Blockupy Frankfurt wird stattfinden!

Die Menschen, die bisher von unserer Mobilisierung erreicht worden sind, werden sich von EZB und Regierung nicht verbieten lassen, ihren Protest öffentlich zu äußern. Aber wir sind auch absolut sicher, dass dieses verfassungsmäßige Recht vor den Gerichten durchgesetzt werden wird. Blockupy Frankfurt wird in großen Teilen eine legale, vom Demonstrationsrecht geschützte Veranstaltung sein. Es wird aber auch wie geplant Elemente Zivilen Ungehorsams haben, an denen diejenigen teilnehmen können und werden, die sich des Risikos bewusst und bereit sind, es einzugehen.

Die Unterschriftenkampagne gegen das angekündigte Verbot läuft sehr erfolgreich, sollte aber unbedingt noch weiter beworben und gestärkt werden blockupy-frankfurt.org/de/protestnote

Die Strategie der Frankfurter Demonstrationsbehörde wird nicht aufgehen. Sie wird uns weder provozieren noch einschüchtern. Blockupy Frankfurt hat sehr klare Konsense darüber, wie die Platzbesetzung und Blockade european-resistance.org/blockade/aktionskonsens european-resistance.org/blockade/aktionsbild und die internationale Demonstration european-resistance.org/actiondays/demobild ablaufen und aussehen sollen. Alle an der Mobilisierung beteilten Gruppen und Organsiationen haben das gemeinsam entwickelt und werden es einhalten. Niemand muss Angst haben, an den Aktionstagen teilzunehmen. JedeR sollte sich allerdings informieren, welche unterschiedlichen Aktionen geplant sind, und sich bewusst entscheiden, welche Aktionsformen er/sie sich zumuten möchte.

Angesichts des unverschämten Versuchs einer Behörde, die für die Sicherung des Demonstrationsrechts zuständig ist, genau dieses zu unterbinden, geht es nicht mehr nur um die Anliegen des Protestes gegen das Spardiktat von Troika und Regierungen. Es geht auch um die Verteidigung des Bestandes an demokratischen Rechten, den es in diesem Land noch gibt. Die sind seit langem immer weiter ausgehöhlt worden. Die allein der Sicherung der Finanzanlagen geltende Politik der EU-Regierungen kommt nicht umhin, sie noch stärker einzuschränken, und mit dem Fiskalpakt ist ihre völlige Aushebelung in Bezug auf die Finanzinterssen programmiert.

Deshalb gilt für uns alle noch mehr als ohnehin schon:

Moblisiert zu den Blockupy-Aktionstagen vom 16. – 19. Mai! Macht lokale Veranstaltungen, informiert breit in eurere Stadt! Macht öffentliche Aktionstrainings (wir vermitteln TrainerInnen)! Organisiert Busse für die Fahrt nach Frankfurt!

Demokratie lässt sich nicht verbieten!

Europäische Aktionstage in Frankfurt

 

Europa kaputtsparen? Nicht mit uns!


17.5. Platzbesetzungen


18.5. Blockade der EZB



19.5. europäische Demonstration


Die internationale Aktionskonferenz in Frankfurt am Main ist am 25. Februar mit dem Beschluss zu Ende gegangen, vom 17. bis 19. Mai zu Tagen des Protestes gegen das Krisenregime der Europäischen Union aufzurufen. Die 400 Teilnehmer_innen aus zahlreichen europäischen  Ländern wollen mit dem Aufruf zu diesen Protesten ein Zeichen gegen die Verwüstung Griechenlands und anderer Länder, gegen die Verarmung und Entrechtung von Millionen und die faktische Abschaffung demokratischer Verfahren setzen. Geplant sind Besetzungen der zentralen Anlagen und Plätze in Frankfurt, massenhafte Blockaden der EZB und anderer Banken am 18. Mai sowie eine große europäische Demonstration am 19. Mai.

Bericht von der Aktionskonferenz
www.attac.de/aktuell/eurokrise/aktionskonferenz/

Erklärung der Konferenz
www.attac.de/aktuell/eurokrise/aktionskonferenz/erklaerung/

15. Januar 2012 Internationaler Aktionstag der Occupy-Bewegung

Globaler Aktionstag 15.1.

 

Bonn: 12.00 Uhr Kundgebung und Demo

Museum König  - Haus der Geschichte



Gemeinsame Presseerklärung von Occupy Bonn und attac Bonn

"Gemeinsam für den sozialen Wandel"
15. Januar 2012 Internationaler Aktionstag der Occupy-Bewegung
Demonstration in Bonn

Unter dem Motto: "Occupy - Geschichte wird gemacht!" lädt die Bonner
Occupy Bewegung gemeinsam mit Attac Bonn ein am

15. Januar 2012 von 12 bis 15 Uhr

vom Museum König (hier wurde das Grundgesetz verabschiedet), nach
einer Kundgebung in einer Demonstration zum "Haus der Geschichte" zu
ziehen und dort eine offene Diskussionen mit allen interessierten
Menschen zu führen.

Am 15. Oktober 2011 demonstrierten in 82 Ländern der Welt über 20
Millionen Menschen in fast 1000 Städten gegen die Macht der
Finanzmärkte. Nur vier Wochen  nach den anfänglichen Protesten an der
New Yorker Wallstreet ist eine weltweite Protestbewegung gewachsen.

Unter dem Motto "Wir sind 99 % und sagen nein zur Macht der Banken und
des Finanzkapitals" wird zum nächsten internationalen Aktionstag am
15.1.2012 aufgerufen.

In Deutschland werden zahlreiche Gruppen der Occupy-Bewegung und
Attac Demonstrationen und Aktionen durchführen, beispielsweise in
Düsseldorf unter dem Motto: "Empört euch - echte Demokratie jetzt!"
und in Köln, Jena, Erfurt, Saarlouis, Frankfurt, Bremen, Würzburg,
Bielefeld, Hamburg, Saarbrücken usw.usw.

Occupy Bonn: Wir stehen ein für eine gerechte Verteilung des
gesellschaftlichen Reichtums, gegen Armut, für ein gerechtes System,
welches Wohlstand und Chancen für alle gewährleistet, eine Welt, die
von uns selbst gestaltet wird.

Wir fordern: Schluss mit den Spekulationen der Banken, Regulierung der
Märkte, Haftung der Banken für ihre Spekulationen, Einführung einer
Finanztransaktionssteuer und Verbot von Leerverkäufen, Trennung von
Investmentbanken und Geschäftsbanken als ersten Schritt.

Atomtechnologie ist eine mörderische Technologie

Redebeitrag von Werner Rätz (attac D) auf der Kundgebung am19.3.2011 in Frankfurt


Die Ereignisse in Japan in den letzten Tagen haben gezeigt, was wir immer wussten: Die Atomtechnologie ist eine mörderische Technologie und wer sich daran beteiligt oder sie rechtfertigt, beteiligt sich am Umbringen von Menschen. Da gibt es nur eines:
- Raus auf die Straße!
- Raus aus der Technologie!
- Sofort!
- Vollständig!

Regierung und Atomwirtschaft denken nicht im Traum daran, diese Lehre zu ziehen. Daran ändern auch Moratorien oder die Abschaltung alter Reaktoren nichts. Hier geht es auch nicht darum, ob für diese Schritte dauerhafte Rechtsgrundlagen vorhanden sind oder nicht. Bei der Kungelei zwischen Regierung und Atomwirtschaft geht es um viel mehr.
Da geht es darum, dass die Atomtechnologie ein Mordsgeschäft ist!
Das gilt natürlich auch für den ganzen Kapitalismus im Allgemeinen, aber diese Technologie zeigt das noch mal sehr deutlich im Besonderen: Das Setzen auf das Restrisikio ist das Alltagsgeschäft der Anleger. Und je größer das Risiko, desto größer das Geschäft.
Sie setzen darauf, dass die Lebensmittelpreise steigen – oder fallen – und wenn's klappt, klappt ihr Geschäft. Dass Leute dabei hungern und steben, gehört dazu. Sie setzen darauf, dass Währungen in den Keller fallen, und wenn's klappt, läuft das Geschäft. Dass am Ende Millionen sich im Elend befinden, gehört dazu. Sie setzen darauf, dass die Atomanlagen halten, und wenn's klappt, fließen die Milliarden. Dass am Ende Millionen Mneschen das mit Gesundheit und Leben bezahlen werden, gehört dazu. Das alles ist Restrisiko.
Ein Mordsgeschäft eben. Und wer sich daran beteiligt, beteiligt sich am Umbringen von Menschen!

Und es ist von Anfang an ein staatlich geschütztes und gefördertes Geschäft.
- Kein Atomkraftwerk konnte ohne umfassende staatliche Förderung wirtschaftlich gebaut und in Betrieb genommen werden.
- Bei der Beschaffung der Rohstoffe hat staatliche Politik von Anfang an mit Landenteignungen und Vertreibungen unverzichtbare Hilfe geleistet.
- Der Export dieser mörderischen Technologie wird staatlich gefördert und die Gewinne durch Hermesbürgschaften öffentlich garantiert. In Brasilien führt das gerade dazu, dass vor wenigen Monaten die Zusage erneuert worden ist, den dritten Block in Angra dos reis wortwörtlich in den Sand zu setzen. Die brauchen da gar keinen Tsunami, es ist auch so bekannt, dass der Untergrund am Strand von Rio dort jährlich um mehrere Zentimeter nachgibt, und doch stehen da schon zwei Blöcke und der dritte soll nun von deutschen Firmen gebaut werden.
- Nur mit massiven polizeistaatlichen Mitteln, mit Repression, Lüge und Missachtung jeder Demokratie konnte das Atomprogramm gegen die Mehrheit der Menschen durchgeprügelt werden.
Dabei brauchen wir das Ergebnis, das Produkt, den Atomstrom für nichts!

 Es geht nicht nur um das Restrisiko oder darum, dass die Entsorgungsfrage für den Müll ungelöst und unlösbar ist. Das stimmt auch, aber es geht vor allem darum, dass das tägliche Produkt der Atomkraftwerke, der Strom, für nichts gebraucht wird.
In dieser Gesellschaft ebenso wie weltweit hat der Stromverbrauch längst einen Umfang angenommen, der ökologisch durch nichts mehr zu rechtfertigen oder zu verantworten ist. Eine Reduktion in großem Umfang ist dringend angesagt und die Ereignisse in Japan sind eine ultimative Aufforderung an uns, das jetzt auch durchzusetzen.
Wir fordern die Anschaltung aller Atomanlagen weltweit!
Jetzt!
Sofort!
Sollten dabei angebliche Stromlücken entstehen, so müssen sie durch Stromparen geschlossen werden! Wir haben nichts gegen erneuerbare Energien und der Umstieg aus konventioneller in erneuerbare Energieproduktion ist richtig. Aber auf den Atomstrom kann und muss schon jetzt vollständig und ohne Ersatz verzichtet werden!

Das Industrialisierungsmodell der letzten 200 Jahre ist an seine Grenzen gestoßen. Der Wachstumszwang der kapitalistischen Ökonomie, deren Takt diktiert wird von der Profitmaximierung, muss überwunden werden. Wir brauchen stattdessen eine Ökonomie mit einem Minimum an Naturverbrauch.
Das ist nur gegen die Energiekonzerne durchzusetzen. Deshalb müssen sie vergesellschaftet werden. Dasselbe gilt für die Banken und die Anlegerinteressen.
Das Ende des Atomzeitalters muss jetzt durchgesetzt werden!
Das Ende des Atomzeitalters muss gleichzeitig das Ende des Industrie- und Energeimodells der letzten Jahrhunderte sein!
Und damit muss das Ende des Atomzeitalters der Anfang vom Ende des Kapitalismus sein!

Blockade am Bankenaktionstag

Bilder der Aktion
Bilder der Aktion

Am 29.9. haben etwa 20 AktivistInnen aus attac Bonn, der Bonner Jugendbewegung, der Gewerkschaftlichen Erwerbslosengruppe, der Antikapitalistischen Aktion Bonn und dem Deutschen Erwerbslosenforum für 90 Minuten die Commerzbank am Marktplatz blockiert. Die Aktion stand uner dem Motto: "Es reicht! Großbanken zerschlagen - Reichtum umverteilen!"

Wir haben die gefälschte Ausgabe der "Financial Crimes" verteilt und Handzettel, in denen auf die Rolle der Banken bei der Umverteilung von unten nach oben hingewiesen wird. Viele PassantInnen haben den BlockiererInnen zugestimmt, auch wenn einige KundInnen der Bank weniger begeistert waren. Polizei kam erst relativ spät zum Ort des Geschehens und beschränkte sich auf die Beobachtung.

Die BlockiererInnen hatten sich mit einem öffentlichen Training zwei Tage vorher auf ihre Aktion vorbereitet, so dass auch Leute mitmachen konnten, die bisher keine Erfahrung damit hatten. Es gab breite Übereistimmung, dass solche Aktionen sinnvoll und notwendig sind und bald wiederholt werden sollten. Auch eine Marktverkäuferin reagierte nach Ende der Blockade mit der Frage: "Und wann geht's weiter, morgen?" "Leider", mussten wir zugeben, "haben wir dafür zu wenig Leute!" Aber vielleicht motiviert der erfolgreiche Ablauf von gestern ja viele bisher unbeteiligte Attacies zum Mitmachen beim nächsten Mal.

Fotos auch aus anderen Städten stehen auf der Webseite von attac d

http://www.attac.de/aktuell/sparpaket/bankenaktionstag/aktionen-vor-ort/bonn/



Attac AG genug für alle in Bonn



Attac AG genug für alle in Bonn



Mittwoch, den 16. Juni 2010, 19.30, DGB-Haus 
(und in Zukunft immer am 3. Mittwoch im Monat)



Attac beshäftigt sich seit seiner Gründung mit der sozialen Frage. Das mag Außenstehende überraschen, scheint es sich dabei doch um ein typisch innenpolitisches Thema zu handeln. 



Aber die soziale Frage ist keine nationale, sondern eine hoch
globalisierte, die sich überall auf der Welt stellt und deren konkrete Gestalt und Schärfe aus der kapitalistischen Globalisierung resultieren. Sie ist keine rein "soziale" Frage im Sinne von Armutsvermeidung und Umvereilung, sie ist nicht allein damit lösbar, dass die kapitalistische Produktivität genügend Waren für alle produziert, sondern sie hat eine ökologische Dimension: „Was wäre denn ein gutes Leben für alle und jedeN? Was sind die Güter und Dienstleistungen, die wir dafür brauchen und wie wollen wir sie produzieren?" Es geht um globale Gesellschaftlichkeit, um Vergesellschaftung als solche.



Bundesweit ist es vor allem die AG genug für alle, die diesen Themen nachgeht. Auch in Bonn haben wir lange eine lokale Arbeitsgruppe gehabt, die sich mit Hartz IV, bedingugnslosem Grundeinkommen, Globalen Sozialen Rechten befasst hat. Das wollen wir nun wieder aufnehmen.



Am Mittwoch, den 16. Juni,treffen wir uns um 19.30 im DGB-Haus, 
Endenicher Str. 127, im Kleinen Saal, um darüber zu beraten, mit 
welchen konkreten Themen wir die Arbeit in Bonn wieder aufnehmen.


Ansatzpunkte gibt es genug:
- Die kapitalistische Krise erreicht mit den Euroturbulenzen ihre 
zweite Phase, für die von seiten der Regierenden von Anfang an harte soziale Einschnitte angekündigt werden.

- Das unmenschliche Hartz IV-System erhielt zwar vom 
Verfassungsgericht eine Abmahnung, soll deshalb aber gleichwohl eher noch verschärft als abgeschafft werden.

- Eine umfassende soziale Sicherheit ist in Zukunft offensichtlich
nicht mehr möglich, wenn Einkommen und Erwerbsarbeit nicht getrennt werden.

- Die Sozialversicherungssysteme verlieren immer mehr ihre 
Schutzfunktion, ihre Erneuerung als solidarische 
BürgerInnenversicherung ist dringlicher denn je.

- Privatisierungen aller Art von öffentlicher Infrastruktur und 
kommunalem Eigentum stehen auch in Bonn an.



Bei unserem Treffen wird es zuerst einmal darum gehen, an welchen 
Themen wir hier in Bonn konkret aktiv werden wollen und können. Das hängt nicht zuletzt davon ab, wer dabei ist und was die Beteiligten für Interessen und Möglichkeiten mitbringen. Alle sind eingeladen, mit uns zu diskutieren, selbstverständlich auch Nichtmitglieder von attac.



Wir freuen uns auf euch


Dagmar Paternoga, Horst Lüdtke, Werner Rätz

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11.03. Griechenland-Krise, Euro-Krise

Zur Griechenland-und Euro-Krise gab es am 25.2.12 die erste Aktionskonferenz.

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03.07. Auswertung der bundesweiten AG gfa zum Kongress
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01.04. Jenseits des Wachstums?!
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