attac campus bochum - wer wir sind?
Eine bildungspolitische Aktionsgruppe mit Hochschulbezug
attac campus bochum ist aus studentischem Protest entstanden und seit den Protesten gegen die Einführung der Studienkonten kontinuierlich aktiv - auch ausserhalb der “Konjunkturen” des studentischen Protests. Trotz des eindeutigen Bezugs zu den Hochschulen steht attac campus bochum für bildungspolitische AktivistInnen aus Schulen und Arbeitswelt gleichermaßen offen wie für StudentInnen und HochschulmitarbeiterInnen. Denn nur, wenn der Protest gegen Gebühren nicht mehr als “Protest der Privilegierten” (taz) wahrgenommen wird, wenn wir für Bildung als ein Recht aller Menschen eintreten, können wir Erfolg haben.
attac campus steht unseren Verbündeten aus Gewerkschaften und sozialen Bewegungen als zuverlässige Bündnispartnerin zur Verfügung. Ob bei der lokalen Montagsdemo, der bundesweiten Großdemonstration oder bei der Thekenschicht im Bochumer Sozialen Zentrum. attac campus setzt sich interdisziplinär zusammen und arbeitet multithematisch.
Aktionen und Öffentlichkeitswirksamkeit
Ein Schwerpunkt der Aktionen von attac campus bochum liegt traditionell auf öffentlichkeitswirksamen Aktionen. Mit durchaus bemerkenswerten Erfolgen in der öffentlichen und medialen Wahrnehmung. Gleich mehreren TV-Sendern war es einen Bericht wert, als attac campus bochum im Mai `04 unter dem Motto “Bei 650 Euro Studiengebühren kann ich mir keine Wohnung mehr leisten” für einen Tag in den Schaukasten der Friedensinitiative Herne zog, um gegen die rot-grünen Studiengebühren für sog. LangzeitstudentInnen zu protestieren. Zuletzt trat attac campus bochum mit einem Infotisch in der Bochumer Innenstadt gegen Gebühren und für französische Verhältnisse ein.
Studiengebühren abschaffen!
Die inzwischen flächendeckend erfolgte Einführung weiterer Studiengebühren an den Hochschulen in NRW ist eine Niederlage, die wir nicht hinnehmen können. Unser Einsatz muss nun der Abschaffung aller Studiengebühren gelten. Und es ist nicht so, als ob wir uns aussuchen könnten weiter gegen Gebühren aktiv zu bleiben oder nicht. Stehen Gebühren als Einnahmequelle einmal zur Verfügung, wird ihre Erhöhung nicht lange ausbleiben. Sich jetzt geschlagen zu geben, ist keine realistische Alternative.
Wir sind keine KundInnen - wir mischen uns ein
Die Gebühren sollen nach dem Willen ihrer BefürworterInnen die Hochschulen zu Anbieterinnen einer Dienstleistung und die StudentInnen zu KundInnen machen. Auch diese, den Hochschulen und uns zugewiesene Rolle können wir nicht akzeptieren. Wir wollen keine KundInnen sein, sondern forschend lernender Teil der Hochschule. Und das gilt es klarzustellen, in dem wir uns täglich in die Belange der Hochschule einmischen und unsere Mitwirkung und Mitentscheidung an den Hochschulen immer wieder neu einfordern. Und damit unseren Anspruch erheben, als Teil der Hochschule behandelt zu werden. Ein Teil, der selbstverständlich keine Gebühren zahlt.
Organise
Dieses Einmischen kann sich nicht auf die altgewohnten Bahnen beschränken. Die Mitarbeit in Fachschaften und akademischen Gremien ist wichtig, aber nicht ausreichend. Es braucht Formen der Organisation, die aus den engen Bahnen solcher Arbeit ausbrechen und unsere Spielräume erweitern. Wir bieten euch an, dies gemeinsam mit uns zu versuchen.
Für das Rechte auf gewerkschaftliche Organisierung - weltweit
Seit dem Sommersemester 06 setzt attac campus bochum sich für die Verbannung von Produkten der Firma Coca Cola aus den Mensen und Cafeterien an der Ruhr-Uni ein. Coca Cola soll dadurch dazu bewegt werden, gewerkschaftliche Organisisierung in den Coca-Cola-Abfüllanlagen in Lateinamerika nicht länger zu bekämpfen. Kolumbianische GewerkschafterInnen werfen Coca Cola vor, in die Ermordung von Gewerkschaftsaktiven durch rechtsextreme Paramilitärs verwickelt zu sein. Gerichte in den Vereinigten Staaten untersuchen z.Zt. die Vorwürfe. Die deutsche Gewerkschaft Ver.di unterstützt den Boykott.
Für das Recht auf informationelle Selbstbestimmung
Wie andere Grundrechte auch wird das in Artikel 10 des Grundgesetzes für “unverletzlich” erklärte Post- und Fernmeldegeheimnis ständig weiter ausgehöhlt - auch und gerade im E-mail-Verkehr. Attac campus bochum ruft dazu auf, Sand in das Getriebe der Überwachung zu streuen und z.B. verschlüsselt zu mailen. Und wer/welche das noch nicht kann, kann es in den Workshops von attac campus bochum lernen. Neben staatlicher Überwachung der Kommunikation im Internet geht attac campus bochum auch gegen die Einschränkung des Zugangs zu Wissen durch Firmen vor, die unter Berufung auf Patente und UrheberInnenrechte bisher frei verfügbares Wissen künstlich verknappen und vermarkten wollen.
Strikt antifaschistisch
Ständig im Blick hat attac campus bochum die Gefahr, welche von der extremen Rechten ausgeht. Die Naziszene im Ruhrgebiet ist widerlich stark und erschreckend gewalttätig. Attac campus ist dabei, wenn AntifaschistInnen über die extreme Rechte informieren und dafür sorgen, dass die Bäume der Nazis nicht in den Himmel wachsen.




