Aufruf zum EuroMayDay Ruhr
Hast Du bezahlte Arbeit? Kannst Du davon leben? Hast Du freie Zeit? Was kannst Du Dir leisten? Kannst Du Dein Leben selbst bestimmen? Was wünscht Du Dir? Was machst Du im Alter?
Wir haben die Nase voll! Her mit dem schönen Leben – ohne Angst und Unsicherheit, ohne Ausbeutung und Unterdrückung, hier und überall! Der 1. Mai ist unser Tag, um gemeinsam als Parade laut und sichtbar zu sein und unseren Wünschen Ausdruck zu verleihen. Der EuroMayDay ist eine Einladung, um gemeinsam mit anderen zu handeln, zu kämpfen und zu feiern!
Immer mehr Menschen werden Ansprüche und Garantien genommen. Sie werden in unsichere Lebensverhältnisse abgedrängt. Mittlerweile arbeiten bereits ein Drittel aller Beschäftigten unter prekären Bedingungen, das heißt in Leiharbeit, in Minijobs, in befristeten Arbeitsverhältnissen, in mies oder gar nicht bezahlten Praktika, als Ich-AG oder als papierlose MigrantInnen ohne jeglichen Schutz. Besonders in den Bereichen Pflege, Hausarbeit und Einzelhandel arbeiten zumeist Frauen, die angesichts der geringen Löhne und der niedrigen Stundenzahlen kein existenzsicherndes Einkommen erhalten. Diese Prekarisierung und der radikalisierte Wettbewerb setzen auch die so genannten Stammbelegschaften unter Druck. Allein die Anwesenheit von LeiharbeiterInnen in einem Betrieb wirkt (lohn)disziplinierend.
Wir sollen mehr arbeiten und weniger verdienen. Die Bedrohung mit Armut und Ausschluss soll uns gefügig machen, niemand sich sicher fühlen. Das entwürdigende Regime der Hartz-Gesetze erzeugt Angst. Die Entrechtung und Gängelung der Erwerbslosen mit 1-Euro-Jobs, Vorladungen, Hausdurchsuchungen oder Zwangsumzügen wird begleitet von einer widerlichen Missbrauchsdebatte, die ausgrenzen und isolieren soll.
Nach dem Ende von Kohle und Stahl ist diese Situation besonders hier im Ruhrgebiet zu spüren. Die Kommunen sind pleite und leiden unter einer hohen, verfestigten Erwerbslosigkeit. Umfassende Sparprogramme sollen jetzt helfen die Haushalte zu sanieren. Wie üblich wird dabei besonders im sozialen und soziokulturellen Bereich gespart.
Mit der Kulturhauptstadt RUHR.2010 soll der sterbende Dinosaurier Ruhrgebiet zu neuem Leben erweckt werden. Kultur wird zum Standortfaktor und Kreativität auf eine Geschäftsidee reduziert. Gerade der von der Kulturhauptstadt so gefeierte Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft ist das Modell eines stark prekarisierten Arbeitsmarktes. Er wird bestimmt von Zeitverträgen und unsicheren, selbstständigen Arbeitsverhältnissen.
Die Politik bastelt an Prestige-Projekten, wie z.B. dem Bau eines neuen Konzerthauses in Bochum oder dem Dortmunder U-Turm als Zentrum für Kunst und Kreativität. Von der Mehrheit der BewohnerInnen, die das Zeitalter von Kohle und Stahl hier zurückgelassen hat, haben sich die Verantwortlichen längst verabschiedet. Diese Mehrheit der BewohnerInnen wird von diesen Projekten des sogenannten Strukturwandels nicht profitieren.
Öffentliche Gelder müssen allen Menschen, die hier leben, zugute kommen! Kulturelle Infrastruktur muss in erster Linie soziale Infrastruktur sein! Dazu gehört ein Bildungssystem, das nicht selektiert sondern fördert, ebenso wie ein schneller, bezahlbarer, öffentlicher Nahverkehr und eine umfassende Gesundheitsversorgung sowie die Finanzierung von z.B. Stadtteilzentren und Schwimmbädern! Diese Gemeingüter gehören uns allen!
Wir bleiben nicht bei der Verteidigung der Gemeingüter stehen, sondern wissen, dass allen Menschen ein ausreichendes Einkommen zusteht. Alle Menschen sollen ihren Aufenthalts- und Wohnort frei wählen dürfen. Wir wollen eine solidarische Gesellschaft, die mit patriarchalen und rassistischen Gewalt- und Herrschaftverhältnissen bricht.
Deshalb weisen wir jegliche rassistische und nationalistische Spaltung zurück. Rechte Parteien schüren den sozialen Neid und finden auch bei Teilen der bürgerlichen Mitte Unterstützung mit Kampagnen für einen Sozialstaat und Mindestlohn nur für "Volksgenossen". Unter den Slogans "Ausländer raus" und "Deutschland den Deutschen" wird Rassismus verbreitet. Die Angriffe von Neonazis gegen MigrantInnen und politische GegnerInnen nehmen zu, in den letzten Jahren wurden in Dortmund sogar mehrere Menschen von Neonazis ermordet. Die 1. Mai-Demo des DGB wurde im letzten Jahr von Neonazis angegriffen. Es geht also auch darum Dortmund ein anderes Gesicht zu geben und Solidarität zu leben.
Das Fehlen von Sicherheiten und Garantien ist uns gemeinsam: Ob wir als KünstlerInnen oder Reinigungskraft arbeiten. Ob wir akut von einer Betriebsschließung bedroht oder schon erwerbslos sind. Ob wir neben dem Studium als DJ unterwegs sind oder als neue Selbständige unser unternehmerisches Selbst vor uns her treiben. Dieses negative Gemeinsame wollen wir, trotz all unserer Unterschiedlichkeit, zu einem positiven Gemeinsamen wenden, zu einem Recht auf ein gutes Leben. Der EuroMayDay ist die Aufforderung an Euch, dieses positive Gemeinsame zum Schwingen und Tanzen zu bringen. Das meinen wir durchaus wörtlich. Wir wollen dem Wortgeklingel der Kulturhauptstadt und den Zumutungen unseres Lebens unsere Wünsche und Forderungen entgegen stellen und eine große Party auf der Straße feiern.
»Mayday, Mayday« ist das Signal, welches in Seenot geratene Schiffe aussenden. In diesem Sinne: Raus aus den Federn, es kommt auf uns alle an! Der EuroMayDay ist eine offene Parade - alle sind eingeladen, ihre Prekarisierungserfahrungen, Aneignungskämpfe, Ideen und Forderungen einzubringen. Ob mit Kostümen, Schildern, Tänzen, Musik oder anderem ist jedem und jeder selbst überlassen!
Der EuroMayDay startet am 1. Mai 2010 um 15 Uhr in Dortmund am Hauptbahnhof Nordausgang.<small></small>
<small>Falls ihr den Aufruf als Gruppe oder Einzelperson unterstützen wollt, schreibt uns eine E-Mail.</small>
die 43 Unterstützer_innen-Gruppen (Stand 28.4.2010):
AG Bildungsstreik Bochum | AG Bildungsstreik Duisburg-Essen | AG Kritische Kulturhauptstadt | alternative liste Bochum | Antifa Medienzentrum Dortmund | Antifaschistische Linke Münster | Antifaschistische Union Dortmund | Antinationale Antifa Dortmund | ASJ Herne/Recklinghausen | AStA Ruhr-Uni Bochum | Attac Bochum | attac campus bochum | Bochumer Sozialforum | der_notstand Bochum | FAU Dortmund | FAU Münster | FAU Bielefeld | FAU Essen | FAU Moers | Forum gegen Rassismus Campus Dortmund | Freiraumtanz Bochum | GEW LASS NRW | Globalibre | Hoodstock | INURA-Ruhr | Kultur- und Initiativenhaus Langer August | KulturHaus Taranta Babu | Kunterbunt e.V. | Kulturzentrum Bahnhof Langendreer Bochum | LabourNet Germany | Land for Free | Libertäre Medienmesse 2010 | lippe*alternativ | Radio El Zapote - Autonome Kultur- und Konzertgruppe Bochum | Rattenloch Schwerte | Soziales Zentrum Bochum | Sozialforum Dortmund | Theater Metropol Dortmund | Transnationales Aktionsbündnis | Unabhängige Sozialberatung Bochum | Unrast Verlag | ver.di Jugend NRW | ver.di Jugend Südwestfalen<small></small>
<small>Infos & Quelle: EuroMayDay Ruhr</small>
Emmely und der Streik im Einzelhandel
VeranstalterIn: Emily unberechenBar
Wann & Wo: Am Sa., dem 17.10.2009 ab 20:00 Uhr im Sozialen Zentrum
KanalB-Film “Ende der Vertretung - Emmely und der Streik im Einzelhandel”
“Die Situation der Beschäftigten im Einzelhandel hat sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Während die Arbeitsbelastung immer näher an die Grenze des körperlich Erträglichen geht, bleiben die Löhne immer weiter hinter den steigenden Lebenshaltungskosten zurück. Und das während die Gewinne der Unternehmen kontinuierlich ansteigen: zwischen 2000 und 2006 um 64,3%. Als die Arbeitgeber Ende 2006 die Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit kürzen wollten, hatten sie im Empfinden vieler Beschäftigter eine Grenze überschritten: Die längste und härteste Tarifauseinandersetzung im deutschen Einzelhandel begann.
Der Film begleitet die Streikenden über mehrere Monate. Zu Wort kommen Frauen, die seit Jahrzehnten im Einzelhandel arbeiten. Viele streiken zum ersten mal in ihrem Leben. Oft sind sie allein erziehend, in Teilzeit und mit so wenig Lohn, dass sie sich ihr Essen „bei der Familie zusammensuchen“ müssen.
Manchen wird ihr Engagement im Streik zum Verhängnis, Emmely zum Beispiel. Nachdem sie in ihrer Kaiser’s Filiale den Streik organisiert hat, wird ihr unter einem Vorwand fristlos gekündigt. Als sie auf Wiedereinstellung klagt, bekommt sie die ganze Wucht des einseitig an den Interessen der Unternehmen ausgerichteten deutschen Arbeitsrechts zu spüren. Der Film sucht nach Antworten auf die Frage, weshalb die Beschäftigten und ihre Organisationen nicht in der Lage sind, sich gegen die Arbeitgeber durchzusetzen. Er erkundet das Engagement der ArbeiterInnen im Streik und analysiert das Vorgehen der Streikleitung und die Rolle der Betriebsräte. Beschrieben werden auch die Interventionen linker Gruppen an der Seite der Streikenden.”
Der Film dauert 56 Minuten.
Emily unberechenBar mit Workshop "Die Ideologie des Rechtsextremen Populismus"
Verschoben auf Dezember
Referentin: Stephanie Bertholais
VeranstalterIn: Emily unberechenBar
Wo: Sozialen Zentrum Bochum
"Intelligenz ist eine Funktion und keine Substanz und als Funktion muß sie in Tätigkeit gesetzt werden. Popularisierung kommt keineswegs einem vermeindlich niedrigen Bildungsstand entgegen, sondern schafft ihn erst und verfestigt seine Grenzen" (Johannes Agnoli)
Rechtsextremer Populismus (Cas Mudde) ist schon seit längerer Zeit Gegenstand politikwissenschaftlicher Forschung. Nachdem bei den letzten Wahlen zum europäischen Parlament verzeichneten rechte Parteien in einer Vielzahl der Mitgliedsstaaten Wahlerfolge verzeichnen, drängt dieses Thema sich zunehmend auf. Die zumeist männlichen Wähler der Rechten werden vielfach mitfühlend als dumme Modernisierungsverlierer mit nachvollziehbaren Problemen dargestellt.
Über die Art der Gefährdung der Demokratie durch (rechts) populistischen Akteuren oder das, was als solche wahrgenommen wird, wird weiterhin vielfach gestritten. Was jedoch in den meisten Fällen unterbleibt ist die Analyse der Ideologie, welche diese Parteien ihrem Klientel und dem Rest der Gesellschaft zu vermitteln suchen. Diese Analyse soll in diesem Workshop unter besonderer Berücksichtigung von Populismus und Autoritarismus geschehen.
Das Varusjahr und der Stand des deutschen Nationalismus - ein Rückblick auf 2009
Referent: Alexander Häusler, Arbeitsstelle Neonazismus FH Düsseldorf
VeranstalterIn: Emily unberechenBar, attac campus bochum in Kooperation mit der RLS NRW
Wann & Wo: Am Sa., dem 7.11.2009 ab 20:00 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum
Jahrestage sind eine beliebte Gelegenheit für Kollektive, sich ihrer selbst zu versichern. Und insofern stand für das Jahr 2009 fürchterliches zu erwarten; 2.000 Jahre zuvor hatte der römische Hilfstruppenführer Arminius Verrat an seinem Förderer und Vorgesetzten Varus begangen und gemeinsam mit einer fragilen Koalition germanischer Warlords eine römische Streitmacht heimtückisch niedergemnetzelt und ausgeraubt.
Aus dem antiken Verräter und Räuber machten die deutschen NationalistInnen im 19. Jahrhundert einen Helden und Gründer der deutschen Nation. Und nach vollzogener Nationalstaatsgründung im Jahre 1871 formulierte dann ein Denkmal in Kurzform die Lektion, welche der angebliche Gründervater seinen Nachfahren hinterlassen hatte: Einigkeit sei die Grundlage deutscher Macht. Eine Lektion, welche der neue Nationalstaat ständig radikaler berücksichtigte. Vom Sozialistengesetz, Kirchenkampf und den Reden eines Treitschke bis Buchenwald und Auschwitz wurde unterjocht oder gar ermordet, was als Gefahr für diese Einigkeit betrachtet wurde.
Was ist im Gedenkjahr 2009 noch von diesem Nationalmythos festzustellen? Wer bezieht sich noch auf "Hermann" und wie?
Wir haben den Düsseldorfer Politikwissenschaftler Alexander Häusler gebeten, uns überblicksartig den Forschungsstand zum Thema Arminius darzulegen und über die Rezeption der "Hermannsschlacht" im Jubiläumsjahr 2009 zu informieren. Und die oben stehende Polemik korregiert er bestimmt auch.
Weitere Infos rund um das Thema:
Ausstellungsprojekt: Imperium - Konflikt - Mythos
Radiodokumentation "2000 Jahre Varusschlacht und die Folgen. Die Erfindung der Deutschen" Von Gregor Papsch
Varusschlacht-Abrechnung mit einem Mythos von Harald Eggebrecht
Buchvorstellung "Oppositionspolitik. Wolfgang Abendroth und die Bildung der Neuen Linken"

Referent: Dr. Richard Heigl, Historiker und freiberuflicher IT-Trainer, Regensburg, Promotion über Wolfgang Abendroth, weitere Arbeitsgebiete: Neue Linke, Geschichte sozialer Bewegungen und Geschichtstheorie, Mitarbeiter bei Das ARGUMENT und Maintainer der Internetseite www.kritische-geschichte.de
VeranstalterIn: Emily unberechenBar, AG 68 - Kritik und Bewegung und attac campus bochum in Kooperation mit der RLS NRW
Wann & Wo: Am Samstag, dem 21.11.2009 ab 20:00 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum
Der Politologe und Jurist Wolfgang Abendroth ist in der politischen Linken nicht zuletzt wegen einer Geschichte der Arbeiterbewegung bekannt. Die Geschichte des ersten marxistischen Professors in der Bundesrepublik ist eine spannende Angelegenheit. Als Professor für Politik in Marburg wurde Abendroth nicht nur zur Schlüsselfigur bei der Entwicklung des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes, sondern auch zum wichtigen Stichwortgeber der damaligen außerparlamentarischen Bewegungen. Wegweisend ist außerdem seine konzeptionelle Verbindung von gesellschaftskritischer Wissenschaft und Oppositionsbewegung.
Weitere Informationen
Richard Heigl: "Oppositionspolitik - Wolfgang Abendroth und die Entstehung der Neuen Linken (1950-1968)", Regensburg 2006.
Wohin mit Opel? Veranstaltung am 20.8.09

Wohin mit Opel?
Das fragen sich derzeit nicht nur Werksleitung, Betriebsrat und Bundesregierung. Es ist auch der Titel einer Podiumsdiskussion am
Donnerstag, den 20. August, um 19 Uhr im Jahrhunderthaus an der Alleestraße 80.
Rainer Einenkel vom Opel-Betriebsrat, Ulrike Kleinebrahm von der IG Metall, Stephan Krull von der Attac-AG "Arbeit fair teilen" und Mag Wompel von Labournet diskutieren über die Zukunft der Arbeitsgesellschaft und der Automobilindustrie, über alternative Arbeitszeitmodelle und Produkte, über Arbeitszeitverkürzung und Konversion. Denn dass es ein einfaches "Weiter wie bisher" angesichts riesiger Überkapazitäten in der Automobilindustrie, der drohenden Klimakatastrophe und der beginnenden Rohstoff-Knappheit nicht geben kann, ist allen Beteiligten klar.
Aber wo bleibt dann Opel? Und wo bleiben die Beschäftigten von Opel? Eröffnet die Wirtschaftskrise Wege für neue Arbeits- und Einkommensmodelle? Darum geht es in der Dikussion, die von Attac, Sozialforum, Opel-Betriebsrat und IGM gemeinsam veranstaltet wird. Rege Teilnahme ist erwünscht – und selbstverständlich kostenlos.
www.attac-netzwerk.de/bochum
www.bo-alternativ.de
www.labournet.de
www.sozialforum-bochum.de
Für Anfragen der Presse: Aichard Hoffmann, T 0176 23332040
Und ein wenig Musik & Video:
WIZO: Kadett B
Auf den Spuren der Märzrevolution in Bochum und Wattenscheid

Der Ausgangspunkt der Radtour wird der Springerplatz sein,
an dem am 13. März 1920 eine Demonstration gegen den Kapp-
Lüttwitz-Putsch stattfand. Die zweite Stadion ist der ehemalige
Bochumer Hauptbahnhof, heute Konrad-Adenauer-Platz, der
damals für das Kampfgeschehen eine strategische Bedeutung
hatte. Weitere Stationen sind u. a. der Friedhof an der Blumenstr.,
der Kommunalfriedhof in Bochum-Werne und das alte Rathaus
in Wattenscheid. Auf unseren Weg werden wir an zwei Gedenksteinen
Halt machen, die heute an die Zeit der Märzrevolution im Jahr 1920
erinnern. Der Endpunkt der Radtour wird das ehemalige Freikorps-
Denkmal in Essen-Horst sein, das von den Nazis im November 1934
dort errichtet wurde.
Veranstalter: attac-Campus und Bochumer Geschichtswerkstatt
Treffpunkt: Springerplatz, Bochum
Zeit: Sonntag, 30. August 2009 um 11.00 Uhr
Teilnahmegebühr: 5 Euro, ermäßigt: 2,50 Euro
Anmeldung erforderlich unter geschichtswerkstatt[at]bo-alternativ.de
Weitere Infos über Exkusionen auf der Seite der Bochumer Geschichtswerkstatt
Open-Source-Unterhaltung im Café Emily unberechenBar
Open-Source-Software liefert seit Jahren den Beweis: Menschen verfallen nicht bei Abwesenheit von Konkurrenzdruck in sofortige Lethargie. Menschen wollen ihre Umwelt aktiv beeinflussen. Und sie wollen dabei kooperieren, nicht konkurrieren. Eine Wirtschaftsweise, in der die produzierten Güter nicht allen frei zur Verfügung stehen, sondern durch den Markt und seine Mechanismen künstlich verknappt werden, ist nicht der einzig mögliche Weg des gemeinsamem Wirtschaftens und auch nicht der überlegene. Oder sind etwa alle mit Microsoft zufrieden?
Ein neuer Trend im Open-Source-Bereich ist Unterhaltung bis hin zu Spielfilmen. Wir wollen uns zwei solcher Filme gemeinsam ansehen und uns in entspannter Athmosphäre über die Perspektiven von Open-Source austauschen.
Wer schon mal reinschnuppern möchte, kann dies tun, indem er oder sie dem Link folgt.
Wo & Wann: am Samstag, den 15.08.2009 ab 20:00 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum
Café Emily unberechenBar: Wer starb auf dem Platz des Himmlischen Friedens?
Vor 20 Jahren ließ die chinesische Regierung am 4. Juni 1989 die Bewegung vom Platz des Himmlischen Friedens vom Militär blutig niederschlagen. Bis heute ist dieser “Zwischenfall” in China tabuisiert. Westliche Medien thematisieren vor allem das Handeln der chinesischen Regierung, ihre Motive und internen Spaltungen. Die zerschlagene Bewegung wird oft nur als Anlass dieses Handelns und verkürzt als antikommunistische, studentische Demokratiebewegung wahrgenommen. Folgerichtig werden als Zeitzeugen nur die studentischen Wortführer der Bewegung herangezogen.
In den Hintergrund tritt bei dieser Betrachtung, dass die unterdrückten Proteste Teil einer Bewegung waren, die AnhängerInnen aus allen Schichten der chinesischen Bevölkerung mobilisieren konnte - darunter auch die ArbeiterInnen, die das “chinesische Wirtschaftswunder” schufen und denen das Recht auf gewerkschaftliche Interessenvertretung weiterhin vorenthalten wird.
Deshalb wollen wir zum traurigen Jubiläum auf diese Bewegung, ihre Stärke aber auch ihre Widersprüche zurückblicken.
Jn Kooperation mit der Linken Liste Dortmund.
Wann: Samstag, den 18.07.2009 um 20:00 Uhr
Wo: Soziales Zentrum Bochum, www.sz-bochum.de
Café Emily unberechenBar presents: “Strike Bike - Eine Belegschaft wird rebellisch”

ReferentIn vom RSB
Im Jahr 2007 besetzte die Belegschaft des Fahrradwerks Bike Systems in Nordhausen fast vier Monate lang den Betrieb. Eine Woche lang produzierten sie im Rahmen dieser Besetzung in eigener Regie und Verantwortung 1800 “Strike Bikes” im Oktober `07. Sie bewiesen sich selbst und aller Welt damit, dass eine selbstverwaltete Produktion in einer Fabrik mitten in Deutschland möglich ist. Viele hörten von dieser Besetzung, konnten aber nicht vor Ort sein und unterstützen.
Der Film “Strike Bike - Eine Belegschaft wird rebellisch” liefert Informationen und Eindrücke des Arbeitskampfes, indem die Arbeiterinnen und Arbeiter selbst zu Wort kommen und ihre Geschichte erzählen. Sie berichten über die Schwierigkeit, eine Betriebsbesetzung zu organisieren, und wie die Idee geboren wurde, ein Fahrrad zu produzieren. Ebenso geben sie Auskunft darüber, warum zunächst einmal nach nur einer Woche wieder Schluss war.
Statt einfache Antworten zu geben, wirft der Film mehr als folgende Fragen auf, die schon reichlich Diskussionsstoff bieten. Fragen zur IG Metall, die zunächst sofort vor Ort ist und viel Organisatorisches zur Unterstützung der BesetzerInnen regelt, auch bei Verhandlungen berät, aber dann die versprochenen Kredite für die frisch eingetretenen Mitglieder nicht gewährt. Die aber auch der Produktion eines Strike Bike skeptisch gegenübersteht, weil der Vorschlag und die Unterstützung aus der politisch “falschen”, zu linken Ecke kommen. Auch die Strukturen der Großorganisation, in der zu viele gefragt werden wollen, stehen in der Kritik.
Fragen zur Funktion der Selbstverwaltung. Ist sie nur Kampfmaßnahme oder taugt sie als durchgehendes Gesellschaftsmodell einer nichtkapitalistischen Gesellschaft? Und wenn ja, ist sie bei einer weltweiten Arbeitsteilung, wo z.B. die Fahrradrahmen im fernen China produziert werden, überhaupt möglich? …
Wann: Samstag, den 06.06.2009 um 20:00 Uhr
Wo: Soziales Zentrum, Josephstr.2 /Ecke Schmechtingstr., 44791 Bochum
http://www.sz-bochum.de
Mehr Informationen rund um das Thema:
www.rsb4.de/index.php
www.fau.org/soli/strike-bike
www.labournet.de/branchen/sonstige/fahrzeug/bikesystems.html
Das Rheinland campt antifaschistisch

Zum zweiten Mal findet das Antifa-Camp im Rheinland statt.
Kein Sommer ohne Antifa! Das Antifa Camp im Rheinland geht in die nächste Runde...
Es ist soweit, Ihr könnt Euch für das Antifa Camp im Rheinland anmelden.
Das Camp beginnt am Mittwoch, den 5. August, und geht bis zum Sonntag, den 9. August.
Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein spannendes Programm mit vielen Workshops für Euch. Mit dabei sind wieder Diskussionen und Workshops zu Themen wie Antifaschismus, Militarismus, Kapitalismuskritik und vieles mehr.
Auch praktische Tips für die Arbeit vor Ort, Kultur, Party und Zeit für den Austausch mit "alten Hasen" und Leute, die ganz neu dabei sind, werden nicht zu kurz kommen.
Erste Infos unter
www.antifa-camp.de
Veranstaltende Gruppen: AKKU +++ Antifa AK FH Düsseldorf +++ Antifa-KOK Düsseldorf&Neuss +++ Antifaschistische Aktion Leverkusen +++ Antifaschistische Linke Münster +++ Brunchgruppe Düsseldorf +++ Café Bunte Bilder Düsseldorf +++ Cable Street Beat Düsseldorf +++ Erwin Youth +++ Food not bombs Düsseldorf +++ Infoladen Düsseldorf +++ Krisenherd +++ Stattzeitung Terz +++ T5 Duisburg
WIR ZAHLEN NICHT FÜR EURE KRISE! EINE WELT ZU GEWINNEN — JENSEITS VON KRISE, KRIEG UND KAPITALISMUS
Aufruf zum antikapitalistischen Block am 28. März
Gemeinsam mit anderen Gruppen ruft die Interventionistische Linke (iL) zu antikapitalistischen/antimilitaristischen Blöcken auf den Demonstrationen in Berlin und Frankfurt/Main auf. Der iL geht es auch mit diesen Demonstrationen darum globalen sozialen Widerstand gegen ein Abwälzen der Krisenfolgen zu setzen - und auf dem Weg nach Strasbourg (Natogipfel 2009) den Zusammenhang von Krieg, Krise und Kapitalismus zu thematisieren.
SAMSTAG | 28. MÄRZ 2009 | 12 UHR
BERLIN | ROTES RATHAUS
FRANKFURT/MAIN | HAUPTBAHNHOF
http://www.kapitalismuskrise.org - http://www.28maerz.de
Weiterlesen
Aufruf zum sozialrevolutionären Block gemeinsam mit der FAU siehe auch krise.blogsport.de
Schmuddel Demo 2009
Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Gedenken an Thomas “Schmuddel” Schulz am 28.03.2009 in Dortmund!
Am 28. März 2009 jährt sich zum vierten Mal jener Tag, an dem der Punk Thomas Schulz, genannt „Schmuddel“, von dem damals noch 17 jährigen Neonazi Sven Kahlin von der Skinhead Front Dortmund-Dorstfeld in einer belebten U-Bahn-Station brutal niedergestochen wurde und kurz darauf verstarb. Bei der diesjährigen Gedenkdemo geht es uns einerseits darum, an das Opfer des Nazimordes zu erinnern und diese traurige Realität gegen diejenigen zu verteidigen, die diese Tat zu entpolitisieren versuchten und es immer noch versuchen. Zum Anderen müssen die immer stärker werdende Neonaziszene und ihre vermehrten brutalen Angriffe auf Linke, MigrantInnen und alternative Kulturprojekte thematisiert werden, indem wir ihnen und der Öffentlichkeit mit einer großen und entschlossenen Demonstration verdeutlichen, dass wir den Mord an Thomas Schulz nicht vergessen haben und verstärkt gegen die lokale Neonaziszene vorgehen werden.
Der nicht wegen Mordes, sondern nur wegen Totschlags verurteilte Sven Kahlin ließ bei einem Neonaziaufmarsch im letzten Jahr in Herford von seinen Kameraden eine Grußbotschaft verlesen und steht auch sonst weiterhin in regem Kontakt mit den Dortmunder Neonazis. Ende 2008 solidarisierten sich diese in Form von Grußkarten mit weiteren verurteilten neonazistischen Schlägern und Mördern, wie dem Berliner Polizistenmörder Kay Diesner und Robin Schliemann, der im letzten Jahr einen Kunden in einem Dortmunder Supermarkt mit vier Schüssen schwer verletzte.
Die Verlautbarungen der Dortmunder Kameradschaft nach dem Mord zeugten von einem enormen Selbstbewusstsein und einer noch größeren Gewaltbereitschaft. „Die Machtfrage wurde gestellt und wurde für uns befriedigend beantwortet“, hieß es im Internet. Und drohend: „[…] in einigen Monaten stehen die Dortmunder Punks wieder ohne bundesweite Unterstützung dar. Nicht vergessen: Wir haben und werden weiterhin den Ton angeben […]“. Anfang diesen Jahres starteten die Dortmunder Neonazis eine Outing-Kampagne gegen vermeintliche und tatsächliche Linke. Diese wird sich, so bekunden die Neonazis, von der Antifa bis hin zu Kirchenvertretern gegen all jene richten, die sich in linken oder zivilgesellschaftlichen Zusammenhängen gegen Neonazis engagieren. Angesichts der Aufkleber und Plakate, die kurz nach dem Mord verklebt wurden, auf denen es unmissverständlich und drohend heißt: „Wer der Bewegung im Weg steht, muss mit den Konsequenzen leben!“ und „Antifaschismus ist ein Ritt auf Messersschneide“, müssen die Gefahren solcher Kampagnen seitens der Neonazis ernst genommen werden. Die hiesigen Neonazis erlangen nicht nur durch ihre bundesweiten Demonstrationen zum Antikriegstag große Bedeutung. Auch im Alltag zeigen sie mehr Präsenz und fühlen sich sicher, wenn sie unter der Woche ihre Flugblätter verteilen und am Wochenende in der im Brückstraßenviertel gelegenen Coronita Bar ihre Biere trinken. So prägen Anschläge mit Buttersäure und Farbbomben auf das soziokulturelle Wohnprojekt HippiH-Haus, Angriffe mit Schlagstöcken und Pfefferspray auf die alternative Kneipe Hirsch Q und deren BesucherInnen und die mit Steinen und Stahlzwillen attackierten Wahlkreisbüros von den Parteien Die Linke und Bündnis90/dieGrünen sowie Angriffe auf das Literaturcafé Taranta Babu das Szenario der Nazibedrohung in Dortmund.
Doch all das bleibt nicht unkommentiert. Mehrere Neonaziaufmärsche in Dortmund mussten Dank des entschlossenen antifaschistischen Widerstands erheblich verkürzt, umgeleitet oder sogar frühzeitig abgebrochen werden. Auch Thorsten Kellerhoff, der hier mit seinem rechten Fashion-Laden Goaliat Fuß zu fassen versuchte, um Thor Steinar-Kleidung an rechte Dortmunder Hools zu verkaufen, musste schnell feststellen, dass Glas nicht bruchsicher ist und auch seine alltägliche Nachtwache ihn nicht vor antifaschistischem Besuch schützte. So konnte er dem anhaltenden Protest nicht länger standhalten und schloss sein Geschäft. Ein in diesem Kontext an den BVB gerichteter offener Brief antifaschistischer Gruppen führte sogar dazu, dass der Verein das Tragen von Thor Steinar-Kleidung innerhalb des Westfalenstadions – auch für die MitarbeiterInnen – verbot. Es zeigt sich also, dass ein konsequenter Antifaschismus, der nicht auf die Inszenierung eines besseren Deutschlands abzielt, Neonazis in ihrer öffentlichen Selbstdarstellung erheblich zu behindern vermag und ihre Strukturen nachhaltig schwächen kann.
Allerdings muss die Frage gestellt werden, inwieweit das skandalöse Verhalten von Polizei und Stadtverwaltung dazu beigetragen hat, dass sich eine derart aktive und gut organisierte Neonaziszene in der Stadt etablieren konnte. Es gibt zwar nun auch eine eng mit dem Staatsschutz kooperierende Koordinationsstelle für Vielfalt, Demokratie und Toleranz, die bisher jedoch öffentlich kaum wahrnehmbar ist. Anstatt den Kontakt zu antifaschistischen Initiativen zu suchen, gibt man die Hälfte des Etats für eine wissenschaftliche Studie aus, an der antifaschistischen Basis spürt man vom städtischen Engagement bislang jedoch wenig. Der Polizeipräsident Hans Schulze ist sich keiner Schuld bewusst und verweist brav auf die verfassungsrechtlich geschützte „Meinungsfreiheit“. Am 6. September ließ er ganze Stadtteile mit 18 Hundertschaften, Gittern und Wasserwerfern abriegeln, sah die öffentliche Sicherheit und Ordnung durch Mahnwachen an Stolpersteinen und dem jüdischen Friedhof gefährdet und befürchtete hauptsächlich „Belästigungen für unbeteiligte Dritte“ und feierte es schließlich als „Erfolg“, dass mehr als 1.100 Neonazis ungehindert durch Dortmund marschieren konnten. Doch auch viele Dortmunder BürgerInnen scheinen sich eher an den mit Großaufmärschen und Gegenprotesten einhergehenden Verkehrsbehinderungen zu stören als an der Tatsache, dass Jahr für Jahr hunderte NationalsozialistInnen durch die Stadt marschieren.
Anlässlich des Mordes an Thomas „Schmuddel“ Schulz demonstrierten 2005 mehr als 4.000 AntifaschistInnen in Dortmund gegen Neonazis. Dazu hatte ein breites Bündnis antifaschistischer Gruppen aufgerufen. Der Mord bewirkte zwar kurzzeitig eine mediale Skandalisierung. Gegenüber dem im Sommer 2000 praktizierten „Aufstand der Anständigen“ blieb hier eine breite zivilgesellschaftliche Teilnahme an der Empörung aber weitgehend aus. Die Tat wurde bald zum Konflikt zwischen linken und rechten Jugendbanden verklärt und schlussendlich durch das richterliche Urteil vollends entpolitisiert. Auch heute noch beschränkt sich der hiesige bürgerliche Protest darauf, eine Kundgebung fernab vom eigentlichen Spektakel abzuhalten, anstatt sich den Neonazis effektiv in den Weg zu stellen, wie jüngst in Köln zum so genannten Anti-Islamisierungskongress der Rechtspopulisten geschehen. Für uns hingegen kann nur eine radikale Kritik kapitalistischer Vergesellschaftung, die auch die Ablehnung von Volk, Staat, Nation und Kapital einschließt, letztlich die befreite Gesellschaft ein Stück näher bringen.
Kommt zur antifaschistischen Demonstration:
28.03.2009 / 15:00 h / Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)
Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!
Gegen Neonazis und deutsche Verhältnisse!
18.11.2008 um 19:30 Uhr “Vergessene Proteste” - Buchvorstellung mit Niels Seibert
Internationalismus und Antirassismus 1964-1983: Afrikanische Studierende, die dem SDS 1964 in Westberlin das regelverletzende Demonstrieren beibringen? Ein bei einer antirassistischen Aktion demoliertes Kino 1966? Krawalle während der Frankfurter Buchmesse 1968? Militante Verhinderung einer Abschiebung 1969? Eine Bombe gegen ein Kriegsschiff im Hamburger Hafen im selben Jahr? Fluchthilfe für US-amerikanische Soldaten 1970? Tumulte auf Aktionärsversammlungen 1971?
Viele politische Aktivitäten der „Neuen Linken“ sind in Vergessenheit geraten. Im Vortrag wird eine Studierenden- und Internationalismusbewegung geschildert, die sich gegen Kolonialismus und Neokolonialismus, Rassismus und die bundesdeutsche Flüchtlingspolitik richtete. Die Erinnerung an diese mitunter militanten Proteste steht unvermeidlich im Widerspruch zur herrschenden Geschichtsschreibung und gibt Anregungen für die heutige politische Praxis.
Link zur Buchankündigung
Wo: Soziales Zentrum Bochum, Rottstr. 31, 44793 Bochum
Anreise zum Sozialen Zentrum
Wanderaustellung "Plantación - Lateinamerika und der Rausch der Bioenergie" bis zum 16.11.2008 im Sozialen Zentrum

Der Klimawandel, knapper werdende Ressourcen und steigende Rohstoffpreise heizen die Diskussion um Bioenergie in den letzten Jahren an.Plantación. Lateinamerika und der Rausch der Bioenergie ist eine Ausstellung, die Sinn und Unsinn von Agrokraftstoffen am Beispiel Lateinamerikas darstellt.
Die Ausstellung möchte auf die globalen Zusammenhänge des Agroenergie- bzw. Bioenergie-Booms aufmerksam machen. Dieser führt unter anderem in Lateinamerika zu verheerenden sozialen und ökologischen Folgen. Es werden die komplexen ökonomischen Ursachen und die zugrunde liegenden Agrarstrukturen dargestellt, welche diese Entwicklung bedingen. Dabei werden einzelne Aspekte anhand der Länder Brasilien, Kolumbien und Paraguay exemplarisch vertieft.
Auf 22 Bannern werden unterschiedliche Aspekte der Agrokraftstoff-Produktion vorgestellt. Thematisch schlägt die Ausstellung einen Bogen von Hoffnungen und Risiken der Bioenergie zu ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen und stellt abschließend kurz und langfristige Lösungsmöglichkeiten vor.Besucherinnen und Besucher der Ausstellung sind herzlich im Sozialen Zentrum willkommen.Die Öffnungszeiten des Sozialen Zentrums: Soziales Zentrum Bochum
Weitere Infos zur Ausstellung: FDCL: EWNT / FDCL: Ausstellung "Plantación - Lateinamerika und der Rausch der Bionenergie
13.11. "Bioenergie aus Kolumbien. Wie aus Kraftstoff Zündstoff wird" mit Simon Woyte
Bioenergie ist keine Lösung
Vortrag und Diskussion zu den Themen Umwelt und "Dritte Welt" im Bochumer Sozialen Zentrum (Anreise zum Sozialen Zentrum)
Für den 13.11. um 19:00 Uhr laden wir ein, zur einem Vortrag zum Thema Bioenergie aus Kolumbien. "Wie aus Kraftstoff Zündstoff wird" mit Simon Woyte.
Im Anschluss können wir zusammen eine Hördokumentation des Jenaer Internationalen Studierendenkreis (JISK) über die aktuelle Bioenergiedebatte (erstellt 2007) und deren soziale und ökologische Auswirkungen in Kolumbien anhören:
Bioenergie aus Kolumbien. Wie aus Kraftstoff Zündstoff wird
„Es ging viel Zeit ins Land und wir verharrten in Pavarandó. Nach und nach dämmerte es uns, dass die Militäroperation gar nicht der Guerilla gegolten hatte, sondern dass es erhebliche Investitionen von nationalen und internationalen Firmen für Großprojekte auf unserem Land gab. Als wir merkten, dass über Ölpalmplantagen und den Abbau der Bodenschätze auf unserem Land beraten wurde, beschlossen wir zügig zurückzukehren....“(Auszug aus einem Interview von B. Reis mit einer Vertreter der Widerstandsgemeinde vom Jiguamiandó-Fluss in Kolumbien, veröffentlicht in ila, März 2004)
Vom Klimawandel ...
Die Folgen des Klimawandels werden immer greifbarer. Die Pole schmelzen, Naturkatastrophen nehmen zu, Fauna und Flora, und damit letztlich unsere Lebensgrundlage, wandeln sich. Inzwischen ist sich die Weltgemeinschaft einig, dass dieser Prozess gestoppt werden sollte. Und sie ist sich endlich einig, dass wir Menschen den Klimawandel mit verursachen.
Als eine der Ursachen für die Klimaveränderungen gelten die enorm hohen CO²-Emissionen durch fossile Brennstoffe in den hoch industrialisierten Ländern.
Noch zwei weitere Gründe sprechen dafür, in Zukunft stärker auf fossile Rohstoffe zu verzichten und nach Alternativen zu suchen: Ihr Import verursacht unbequeme politische Abhängigkeiten und diese Rohstoffe werden schon innerhalb der nächsten 50 bis 100 Jahre verbraucht sein. Was dann?
... zu Agrotreibstoffen ...
Wie – so die Ausgangsfrage dieser politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Erwägungen – ist es möglich den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu verringern und möglichst viel CO² einzusparen? Vernünftig wäre ein geringerer Energieverbrauch. Die aktuelle Energiedebatte dreht sich aber zumeist um mögliche Alternativen, also erneuerbare Energiequellen.
Erneuerbare Energien sind entweder „unendlich“ vorhanden, wie Windkraft, Sonnenenergie, Wasserkraft und Erdwärme, oder es handelt sich um nachwachsende Rohstoffe, die sogenannte Bioenergie. Dafür können Kompostabfälle ebenso genutzt werden wie Restholz aus der Forstwirtschaft. Ergänzt wird dieses Angebot durch den gezielten Anbau von Energiepflanzen wie Mais, Raps, Pappeln oder Ölpalmen.
Für den Klimawandel ist es bedeutsam, dass diese Rohstoffe auf den ersten Blick CO²-neutral sind. Durch den Verbrauch wird ebensoviel CO² frei gesetzt, wie diese Pflanzen während des Wachstums gebunden haben. Unberücksichtig bleiben bei dieser Rechnung jedoch Emissionen bei Aussaat, Herstellung, Verarbeitung, Transport …
Der wesentliche Vorteil ist, dass aus Bioenergie sowohl Strom, Wärme und - als einzige erneuerbare Energieform - auch in nennenswertem Umfang Kraftstoff hergestellt werden kann. Da ein Großteil der fossilen Brennstoffe im Verkehr und bei der Stromerzeugung verbrannt werden, könnte dieser Bereich längerfristig durch „Agrotreibstoffe“ ersetzt werden. Bereits seit 2007 werden diese in begrenztem Umfang beigemischt.
... über den Biomasse-Boom ...
Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, hat die EU beschlossen, bis 2020 10 % des Kraftstoffbedarfs durch Agrotreibstoffe zu decken. Dies bedeutet aber auch, dass mehr Fläche für deren Anbau zu benötigt wird. Doch schon jetzt ist die EU darauf angewiesen, Agrarprodukte zu importieren, um den Bedarf an Nahrungsmitteln, insbesondere für Viehnahrung zu decken.
Gleichzeitig ist in den „Ländern des Südens“ die Biomasseproduktivität höher und vor allem billiger. Ölpalmen, Soja und Zuckerrohr weisen weit höhere Flächenerträge auf als Raps oder Weizen. Allein schon die Erwartung eines gesteigerten Bedarfs hat daher in diesen Ländern zu einem regelrechten Biomasse-Boom geführt.
In großem Stil versuchen viele Länder, neue Flächen zu erschließen. Kolumbien setzt dabei v. a. auf den Anbau von Ölpalmen.
Schon seit längerem wird Palmöl zur Verarbeitung in Industrieprodukten und vermehrt zur Strom erzeugung in die EU geliefert.
... nach Kolumbien!
In Kolumbien wurden die Anbauflächen für Ölpalmen in den letzten 50 Jahren auf um das 20fache ausgebaut. Bis zum Jahr 2020 soll die Fläche noch einmal um das Fünffache auf 800.000 ha steigen und wäre dann halb so groß wie Thüringen. Dafür werden schon jetzt Tropenwälder zerstört. Bioenergie wird von der Lösung zur Ursache für den Klimawandel.
Doch die gravierenden Probleme entstehen noch an anderer Stelle. Was Kraftstoff für die Einen ist, ist Zündstoff für die Anderen. Die lokale Bevölkerung muß weichen, wenn sie dem gewinnversprechenden Geschäft einiger Weniger im Weg steht. Der Biomasseexport tritt in Konkurrenz mit der Nahrungsmittelproduktion und ihren Produzenten. Ganze Landstriche werden durch das kolumbianische Militär geräumt.
Ist Gewalt nötig, übernehmen dies paramilitärische Gruppen. Die Folgen des Biomasse-Booms sind für viele Menschen tödlich.
Der Import von Biomasse nach Deutschland kann verheerende ökologische und soziale Folgen in Ländern wie Kolumbien haben. Es gilt die globalen Zusammenhänge zu berücksichtigen, wenn wir Lösungen für unsere Probleme suchen.
Auf spannende und zugleich informative Weise lädt die Hördokumentation zu einer Reise zwischen zwei Welten ein: in die technische Debatte um Agrokraftstoffe in Deutschland und in die spannungsgeladenen Tropenwälder Kolumbiens.
Die Hördokumentation ist eine Produktion des Jenaer Internationalen Studierendenkreises (JISK), gefördert durch Eine Welt Netzwerk Thüringen (EWNT) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), und wird vom FDCL unterstützt.
Länge: 45 min.
SprecherInnen: Antje Hoppert, Judith Rau, Sebastian Kratz, Jan Walter, Jesús Fernandez
Musik: Claus Hutschenreuther (Akkordeon), Jesús Fernandez (Gitarre)
Manuskript: Simon Woyte, Benjamin Bunk, Annett Siebert
Produktion: Benjamin Bunk, Simon Woyte, Annett Siebert
Idee, Regie und Schnitt: Simon Woyte
Kontakt: simonwoyte[at]googlemail.com
Die Hördokumentation ist erhältlich:
Als Audio-CD (3.-): www.globale-entwicklung.de oder über archiv[at]fdcl.org
oder als freier Download auch beim FDCL hier.
Informationsveranstaltung am 4.11.2008: Zur Demonstration vor der Zentralen Ausländerbehörde [ZAB] Dortmund
Informationsveranstaltung am 4.November um 19:00 Uhr im Sozialen Zentrum, Rottstr. 31, 44793 Bochum. Interessierte herzlich willkommen.Veranstalter: Transnationales Aktionsbündnis [TAB] und Attac Campus Erneut fanden in der Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) Dortmund mehrere Abschiebeanhörungen statt: vom 16. - 18.09.08 mit nigerianischen Botschaftsangehörigen und vom 22. - 24.10.08 mit Botschaftsangehörigen der DR Kongo. Im Herbst sind Abschiebeanhörungen für Menschen geplant, von denen die Ausländerbehörden davon ausgehen, dass ihre Herkunftsland Albanien ist. Es reicht! Eine der wesentlichen Aufgaben der Zentralen Ausländerbehörden in Nordrhein-Westfalen ist die Beschaffung von Passersatzpapieren. Dabei hat sich die ZAB Dortmund in den letzten Jahren immer wieder durch die Organisierung dubioser Sammelanhörungen hervorgetan. Niemand kann ohne Papiere abgeschoben werden. Um also “Reisepapiere” zu beschaffen, werden bei solchen Anhörungen Flüchtlinge und MigrantInnen zwangsweise Botschaftsangehörigen oder Delegationen aus ihren (vermeintlichen) Herkunftsländern vorgeführt.
Diese bestätigen dann, es handele sich um “ihre” Staatsangehörigen, und stellen Papiere aus: Schließlich werden sie von den hiesigen Behörden dafür gut bezahlt. Auch Flüchtlinge, die während ihrer Anhörung schweigen oder aus einem anderen Land stammen, werden so schon mal zu MitbürgerInnen der Botschaftsangehörigen oder Delegationsmitglieder erklärt.
Wir fordern: Schluss mit der skandalösen Anhörungspraxis und dem Geschäft mit den Passersatzpapieren! Keine Geschäfte mit dem Leben von Flüchtlingen und MigrantInnen!Niemand verlässt den Ort, an dem er oder sie lebt, ohne Grund! Wer bleiben will, muss bleiben können!
Kontakt: transnationales.aktionsbuendnis[at]arcor.de oder internationales.aktionsbuendnis[at]arcor.de
Demonstration gegen den NPD-Aufmarsch in Bochum
Infos der Antifaschistischen Jugend Bochum
Für den 25.10.08 hat die NPD unter dem Motto „Deutsche wehrt Euch - Gegen Überfremdung, Islamisierung und Ausländerkriminalität!” eine NRW-weite Demonstration in Bochum angemeldet.
Die Nazi-Demo soll um 12 Uhr am Hauptbahnhof beginnen und richtet sich gegen Menschen mit Migrationshintergund und unter anderem auch mit islamischem Glauben.
Im Aufruf der NPD werden Migrantinnen und Migranten als potentielle Kriminelle stigmatisiert. Darüber hinaus wird gegen „Multikulti“ gehetzt und anstatt dessen eine deutsche Volksgemeinschaft eingefordert.
Die Antifaschistische Jugend Bochum(AJB) hat dagegen eine Demonstration angemeldet, die um 10 Uhr am Vorplatz des Bochumer Hauptbahnhofs beginnen soll. Ein ausführlicherer Aufruf für diese Demonstration wird folgen. Kommt am 25.10.08 um 10Uhr nach Bochum und beteiligt euch an den Gegenaktionen.
iNo Pasarán!
Weiter Infos: Antifaschistische Jugend Bochum
18.10. Auf den Spuren der Edelweißpiraten: Stadtrundgang durch Köln
Edelweißpiraten – so nannten sich in den dreißiger und vierziger
Jahren Gruppen von Jugendlichen, die gegen die Nazis standen
und sich vorwiegend gegen die Hitlerjugend organisiert haben.
Sie organisierten sich in Köln, aber auch im Ruhrgebiet und im
Bergischen Land und trugen häufig unter dem Hemdenkragen
das aus Horn geschnitzte Edelweiß. Viele ihrer Mitglieder haben
Zwangsarbeitern geholfen, Flugblätter gedruckt und vor allem
wurden Lieder gegen die Nazis komponiert.
Nach dem Stadtrundgang werden wir noch Gelegenheit haben,
das ehemalige Gestapo-Gebäude in Köln, das heute eine Gedenkstätte
ist, zu besichtigen.
Treffpunkt: Bochumer Hauptbahnhof
Uhrzeit: 8.30 Uhr, Abfahrt um 8.56 Uhr und Ankunft in Köln um 9.49 Uhr
Interessierte bitte bei der Geschichtswerkstatt Bochum, uns attac campus bochum/le chat pitre sich melden oder zur angegebenen Uhrzeit einfach bei den Treffpunkten sein.
07.10.2008 Cafe` campista: Wanderarbeiterinnen in China + "Die Taxischwestern von Xi`an" (Dokumentarfilm 2005)
China ist die Fabrik der Welt, ca. ein viertel aller ArbeiterInnen weltweit stammen aus China; dort werden viele der Konsumgüter für die westliche
Welt produziert.
Aber die chinesiche Gesellschaft ist in Bewegung gekommen. Allein im letzten Jahr gab es 58.000 soziale Unruhen, Streiks und andere Formen des
zivilen Ungehorsams.
Eins der zentralen Subjekte dieser Kämpfe sind die Dagong Mei, die Wanderarbeiterinnen. Sie kämpfen gegen die Schranken des patriarchalen Konfuzianismus und der kapitalistischen Produktionsweise für die Durchsetzung ihrer Bedürfnisse.
Ihre Situation wollen wir mit Hilfe des Films "Die Taxischwestern von Xi`an" mit Euch diskutieren!
Die Taxischwestern von Xi`an
Fang Yu
CN/DE 2005
Sie fahren mindestens zehn Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, seit über zehn Jahren durch die chinesische Metropole Xi’an. Frau Wang, Frau Duan und Frau Yu sind Taxifahrerinnen, im Volksmund auch „Taxischwestern“ genannt. Der Film begleitet sie während ihrer Fahrten und die „Taxischwestern“ erzählen über ihre Arbeit, ihr Privatleben, ihren Kampf ums Überleben und gewähren einen tiefen Einblick in den mörderischen Arbeitsalltag in China.
Wann: Dienstag, den 7.10.2008 um 20:00 Uhr
Wo: Soziales Zentrum, Rottstr. 31, 44793 Bochum
VeranstalterIn: Linke Liste Dortmund & attac campus bochum
02.10.08: Bewegung transnational: Der 2. Oktober 1968 in Mexico und die Bewegung der Zapatisten

Am 2. Oktober 2008 jährt sich zum 40. Mal das Massaker von Tlatelolco, das das abrupte Ende der ‚68er-Bewegung’ in Mexico bedeutete. Der Jahrestag wird noch heute begangen, nicht zuletzt weil die Zahl der Opfer bis heute ungeklärt ist. Gleichzeitig wird 68 von der seit 2001 regierenden PAN als der Beginn eines Demokratisierungsprozess propagiert, der schließlich zur Abwahl der seit 70 Jahren regierenden PRI führte. Entgegen dieser Instrumentalisierung für die Rede vom heute demokratischen Mexiko, nimmt die Militarisierung des Landes zu. Seit 1994 ist mit den Zapatisten eine Bewegung an die Öffentlichkeit getreten, die auch als eine Folge von 68 interpretiert werden kann, nicht zuletzt aufgrund ihrer Abkehr von Staatsfixierung und nationalen Identitäten. Am Beispiel Mexiko soll am Vorabend des ‚deutschen Nationalfeiertages’ am 2. Oktober ein Blick geworfen werden auf die Entwicklung dort, zwischen 1968 und heute, dem Internationalismus gestern und heute und nicht zuletzt der Gretchenfrage ‚Wie hältst du’s mit der Nation?’.
Ort: Bochum, Soziales Zentrum Bochum
Uhrzeit: 19:00 Uhr
ReferentIn: Olaf Berg; Lars Stubbe; N.N., ya basta Münster
RLS NRW in Kooperation mit AG68, Auslandsbüro der RLS in Mexico-City,Bundeskoordination Internationalismus (BuKo),Wahlkreisbüro Sevim Dagdelen (alle angefragt)
Mit Grußworten über Video und live-Bericht von den Ereignissen am 2. 10.
"Wir wollen alles! - 68 in Italien" - Input- & Diskussionsveranstaltung mit Norbert Meyerhöfer

"1968“ hat sich in anderen europäischen Ländern – zwischen Ende 1967 und Anfang 1969 – rasch erschöpft. In Italien markierte „1968“ den Anfang einer außerordentlich intensiven Periode, in deren Vorlauf die Gründung der Quaderni Rossi und die Entstehung der militanten Arbeiteruntersuchung und des Operaismus lagen. Das Referat wird die wichtigsten Entwicklungen nachzeichnen und die „Generation der existentiellen Revolte“ – das neue Arbeitersubjekt, der proletarische Student, die feministische Bewegung – analysieren, die das „Terrain der Autonomie“ entdeckten und Italien bis 1977 in ein einzigartiges soziales und politisches Laboratorium verwandelten. Fußball ist in der italienischen Alltagskultur nicht wegzudenken, das Referat beleuchtet im zweiten Teil die Politisierung der Kurven im Stadion in den späten Sechzigern und den Siebzigern, sowie die phänotypischen Veränderungen des Fanverhaltens.
Referent: Norbert Meyerhöfer
VeranstalterIn: attac campus bochum & Linke Liste Dortmund in Kooperation mit der RLS NRW
Wann: 16.09.2008 um 19:00 Uhr
Ort: Club, Evangelische Studierendengemeinschaft, Querenburger Höhe 287, 44801 Bochum
Infotour zu den Gegenaktivitäten um den "Anti-Islam-Kongress" am 19.09. - 21.09.2008

Die Infotour zu den Gegenaktivitäten um den "Anti-Islam-Kongress" stoppt und informiert am 2.09.2008 um 20.00 Uhr beim cafe` campista im Sozialen Zentrum, Rottstr. 31, 44793 Bochum.
Wir hoffen, das viele AktivistInnen, Gruppen und Einzelpersonen am Infoabend teilnehmen und die Proteste und Aktivitäten gegen den "Anti-Islam-Kongress" unterstützen und sich beteiligen.
Am 20. September 2008 will die extreme rechte „Bürgerbewegung“ pro Köln einen „Anti-Islam-Kongress“ in Köln veranstalten. Zu diesem Termin sind europäische Parteien und Politiker geladen, gemeinsam in rassistischer Manier zu hetzen. Mit dabei sind die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), der belgische Vlaams Belang, der Front National (FN) aus Frankreich, Alsace d’abord sowie Die Freiheitlichen (Südtirol).
In vielen europäischen Ländern werben extrem rechte oder faschistische wie postfaschistische Parteien mit anti-islamischen Parolen. So fordert die FPÖ ein Verbot für Minarette und ihr Vorsitzender Strache spricht davon, dass der Kampf der Kulturen im 21. Jahrhundert bereits begonnen habe. Der Islamismus sei der Faschismus des 21. Jahrhunderts. Auch FN, Vlaams Belang oder Alsace d’abord verfolgen keinen direkten biologistischen Rassismus, sondern feinden Menschen aufgrund angeblicher kultureller Unterschiede an. „Anti-Islam“ als Thema hat Hochkonjunktur bei der extremen Rechten in Europa. Der Vortrag des Antifa AK wird zunächst die verschiedenen politischen Akteure der Rechten in Europa beleuchten, ihrer Gemeinsamkeiten und ihre Differenzen gegenüberstellen.
Im Anschluss wird es eine vergleichende Darstellung der Versuche der extremen Rechten mit dem Thema „Anti-Islam“ für sich zu werben geben. Selbstverständlich werden auch „pro Köln“ und der Moscheebaustreit am Rhein ein Teilaspekt der Veranstaltung sein, an dem gewiss im Anschluss des Vortrages die Möglichkeit besteht, das Thema vertieft zu debattieren.
Termine der Infotour:
- 1. August Aachen: Welthaus, An der Schanz 1, 19 Uhr
- 7. August: München: Antifa-Café im Kafe Marat, 20 Uhr
- 11. August: Siegen: Volkseigener Betrieb Politik, Kunst & Unterhaltung (VEB); MarienbornerStr. 16, (Uhrzeit folgt noch.)
- 11. August: Dortmund (weitere Infos folgen)
- 12. August: Recklinghausen, 19 Uhr, Alternatives Kulturzentrum (AKZ)
- 12. August: Wuppertal, Autonomes Zentrum, Markomannenstr. 3 (Wupp.-Eberfeld), 20 Uhr
- 14. August: Berlin-Prenzlauer Berg, 20 Uhr, Bandito Rosso ((Lottumstraße 10a)
- 14. August Herne (weiter Infos folgen)
- 15. August Berlin- Friedrichshain, 20 Uhr, K9 (Kinzigstraße 9)
- 20. August Antira Camp Hamburg (weiter Infos folgen)
- 20. August Jena (weiter Infos folgen)
- 21. August Erfurt (weiter Infos folgen)
- 29. August Detmold (weiter Infos folgen)
- 1. September: Mannheim (weitere Infos folgen)
- 2. September: Karlsruhr, 19:30 Uhr, Planwirtschaft
- 2. September: Bochum, 20 Uhr, Cafe ´ campista, Soziales Zentrum Bochum
- 3. September: Pforzhei, 20 Uhr, Infoladen c/o Cafe Havana, Maximilianstr. 96
- 4. September: Münster, 20 Uhr, F24 - Frauenstrasse 24
- 6. September: Antifa Camp OWL (Weiter Infos folgen noch)
- 12. September: Göttingen (weitere Infos folgen)
Den Aufruf des Antifa AK zu den Antifa-Action days und weitere Infos zu Infotour fintet ihr unter www.no-racism.mobi
Politische Lyrik in und um 1968

Genauso wenig, wie es das eine Jahr 1968 gab, gab es eine 68-er Lyrik oder Literatur. Genauso, wie die gesellschaftlichen Umbrüche nach 1968 sich bereits lange vorher ankündigten, kündigte auch die Lyrik den gesellschaftlichen und auch einen ästhetischen Wandel an.
In dieser Reziationsveranstaltung wird Lyrik der sechziger und siebziger Jahre vorgestellt und auch erläutert. Dabei geht Benno Raestrup chronologisch vor - und verbindet die Gedichte so mit einem roten historischen Faden.
Bei dieser Veranstaltung wird auch klar, das selbst politische Gedichte keineswegs trocken und ernst sein müssen, sondern mit oftmals bissiger Satire, Ironie und Spott die gesellschaftlichen Verhältnisse kommentieren und Utopien formulieren.
Gelesen werden u.a. Jandl, Brinkmann, Bachmann, Enzensberger, Thimm, Handke und viele andere mehr.
Referent: Benno Raestrup
Veranstalterin: attac campus bochum und Linke Liste Dortmund in Kooperation mit der RLS NRW im Rahmen der Kampagne "40 Jahre 1968"
Wann: 19.08.2008 um 19:00 Uhr
Wo: KulturHaus Taranta Babu
Humboldtstr. 44
44137 Dortmund
Bundesweites Vernetzungstreffen zur studentischen Protestorganisation vom 13.-15. im August 2008!
Es ist einiges passiert und wir haben uns alle lange nicht mehr vernetzt. Das ist schade, denn so geht uns eine Stärke, nämlich die des Gemeinsamen, etwas verloren. Aus diesem Grund dachten sich Studierende der Uni Hamburg (Uni HaHa), wäre es doch sehr angebracht, sich mal wieder zu treffen um sich auszutauschen, gemeinsam zu planen und wieder neue Bezüge zueinander herzustellen beziehungsweise die „alten“ zu festigen. Wir laden euch alle also recht herzlich ein, uns hier in Hamburg zu besuchen und zwar vom 13.- 15. 8. 2008 an, in und um die Uni HaHa. Wir freuen uns über jeden Besuch, sei es als Gruppe oder auch als Einzelperson Ihr seid herzlich willkommen, einfach mal vorbeizuschauen.
Auf vorangegangenen Treffen wurde unter anderem zu Themen wie Studiengebühren, neoliberale Umstrukturierung des Bildungssystems und die politische Lage gearbeitet, dabei immer mit dem Bilck über den universitären Tellerrand hinaus. Wir kämpfen nicht für die Student_innen in Deutschland oder Europa, sondern global. Dabei sind wir explizit auch offen für Themen jenseits der Uni! Das letzte Vernetzungstreffen fand am 15./ 16. 12. 2007 statt, ein Ergebnis davon war die bundesweite Demonstration zum Jahrestag des Bundesverfassungsgerichts, welches die Einführung von Studiengebühren zur Ländersache erklärte, am 26. 01. 2008 in Frankfurt am Main. Seitdem haben wir uns nicht mehr gesehen.
Ab dem 16. 8. finden, ebenfalls in Hamburg, das Antira-Camp und das Klima-Camp statt, so dass ihr einfach hier verweilen und im Anschluss an den Camps teilnehmen könnt. Thematisch gibt es noch keine Schwerpunkte, aber einige Vorschläge: wir könnten z. Bsp. Einen Workshop für die Camps vorbereiten zu Aktionsformen, dafür bräuchten wir möglichst viele Ideen und Material wie Fotos, Zeitungsartikel oder Videos.
Ansonsten sollte der Austausch im Vordergrund stehen, aus dem sicher auch während unseres Treffens Aktionistisches hervorgehen kann. Aber wie immer gilt: es ist soviel, wie wir draus machen, also überlegt euch potentielle Themen/ Aktionen/ Diskussionen/ Workshops, die ihr gerne gestalten bzw. initiieren möchtet. Bitte meldet euch für die weitere Planung (Ort, Aufwand, Schlafplätze) kurz zurück unter nordstreik[at]gmx.deDiese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können und sagt ungefähr, wie viele Menschen ihr sein werdet.
TOP-Sammlung:
- Freiraumproblematik: selbstverwaltete Cafes bis Freie Unis, latent bedroht von innen wie außen
- Studiengebühren: Hessen jubelt, Hamburg ächtzt unter Schwarz-Grün, ansonsten unverändert
- Globaler Aktionstag: Aufruf aus Kannada, am 5. November ein globalen Aktionstag gegen Kommerzialisierung von Studiengebühren
- Bachelor / Master und der Bologna-Prozess: Jetzt noch zu stoppen?
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15 Jahre nach der de-facto-Abschaffung des Asylrechts - eine antirassistische Bestandsaufnahme & Input zum Antiracamp in Hamburg
Am Tag X, dem 26.Mai 1993, wurde das Recht auf Asyl auf parlamentarischem Wege abgeschafft. Die Abgeordneten konnten den Bundestag allerdings nur auf dem Luftweg erreichen: Bonn war zur selben Zeit von zig-Tausenden AntirassistInnen "geflutet".
Welche politische und gesellschaftliche Atmosphäre hatte damals zu der Grundrechtsabschaffung geführt? Wie fand antirassistischer (und antifaschistischer) Widerstand vor dem Hintergrund eines deutschnationalen Wiedervereinigungstaumels und rassistischer Übergriffe statt? Welche Bedeutung haben diese Ereignisse heute noch? Welche Höhen und Tiefen, welche Rückschritte, aber auch welche Erfolge konnte die Antira-Bewegung in Deutschland seitdem verbuchen? Wo steht sie heute, und wo will sie hin? Und was planen AntirassistInnen für das Antira-Camp in Hamburg?
Anlässlich des 15-jährigen "Jubiläums" wollen einige Antira-AktivistInnen über ihre Erfahrungen in ihrer politischen Praxis und ihre Einschätzungen berichten, über die wir anschließend gemeinsam diskutieren wollen.
Es erzählen und diskutieren mit:
- ein Vertreter der Medizinische Flüchlingshilfe
- frühere Mitglieder der Roma-UnterstüterInnengruppe
- Bürengruppe Paderborn
Gleichzeitig wollen wir die Gelegenheit nutzen und zum ersten Antira-Camp seit Jahren im August (16.-24.08.2008) nach Hamburg mobilisieren.
Vorabinfos gibt es unter camp08.antira.info/aufruf.html
Eine Veranstaltung von Internationales Aktionsbündnis, AG feministische Theorie und Praxis, G8 Bochum, attac campus bochum in Kooperation mit der RLS NRW
Wann: 19.08.2008 um 19:00 Uhr
Wo: Soziales Zentrum, Rottstr. 31, 44793 Bochum
20. Antifa Camp Weimar/Buchenwald vom Samstag den 26.07. - Sonntag den 03.08.2008
WEIMAR/BUCHENWALD Vom Samstag den 26.7. bis Sonntag den 3.8.2008 findet nahe des ehemaligen KZ Buchenwald das 20. Antifa Camp Weimar/Buchenwald statt.
Wie in den Jahren zuvor sind die praktischen Arbeitsprojekte wichtiger Bestandteil des Antifacamps. Es gibt politische Veranstaltungen, sowohl auf dem Campgelände, als auch in der Weimarer City.
Grundkonsens und Basis des Camps ist die gemeinsame antifaschistische Arbeit und nicht das Aufarbeiten innerlinker Konflikte.
Das Camp definiert sich nicht durch nationale Zusammenhänge oder deren Symbolik, sondern durch antifaschistische Inhalte als kleinsten gemeinsamen Nenner.
Das Gedenken an die Opfer des Hitlerfaschismus und ein gemeinsames antifaschistisches Agieren an diesem historisch bedeutsamen Ort soll an oberster Stelle stehen.
Linke Freiräume erkämpfen und verteidigen! Alle Infos unter: www.buchenwald-camp.antifa.de
Geschichtswerkstatt Bochum zeigt den Film "Die Edelweiss Piraten" im Rahmen des cafe` campista

Die Geschichtswerkstatt Bochum zeigt im Rahmen des Cafe` campista den Film von Niko von Glasowaus die "Edelweiss Piraten" über den Widerstand in der NS-Zeit aus dem Jahr 2001 mit Bela B.Felsenheimer von der Punkband „die Ärtzte“ in einer sagehaften Rolle am 15. Juli 2008 im SZ Bochum, Rottstr. 31, Bochum.
Im Kölner Stadtteil Ehrenfeld lebt eine Gruppe von Arbeiterkindern kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges ihren ganz eigenen Alltag. Die selbst ernannten „Edelweißpiraten“ träumen von einer gerechten Welt und sehnen sich nach der unbeschwerten Vergangenheit. Sie rebellieren gegen das Naziregime.
Der Film räumt mit der Diskreditierung der Edelweißpiraten als Kleinkriminelle auf und setzt dem proletarischen Widerstand ein Denkmal. Inszenatorisch eher durchwachsen, überzeugen die mäandernden Episoden durch ihre bedrängende Alltagsrealität einer zerbombten und ausgehungerten Stadt.“ Lexikon des internationalen Films „Nicht die Helden der Geschichtsbücher stehen im Mittelpunkt, sondern Menschen, die Gegenwehr als selbstverständlich ansahen, aber sich auch mit Denunziation und Verrat in der Gruppe auseinander setzen mussten. Nach “Sophie Scholl” ein weiteres Kapitel vom Widerstand in Nazi-Deutschland - ein bisher allerdings vollkommen vergessenes!“ Cinema
Antifa-Camp im Rheinland vom 25.06. bis 29.06.2008
Leverkusen. »Theorie, Praxis und Kultur« versprechen die Organisatoren eines Antifa-Camps vom 25. bis 29. Juni im Rheinland. Angefangen mit einer Veranstaltung »Was ist eigentlich Faschismus?« beschäftigen sich weitere Runden mit den Ursachen von Antisemitismus, mit der Situation von Flüchtlingen in diesem Land oder mit Möglichkeiten der Rechtshilfe und Computersicherheit. »Have sex, hate sexism« ist der Titel einer Diskussion über feministische Politik in der Antifabewegung. Partys, Filme und Konzerte runden das Programm ab. Das Camp, das unter anderem von der Antifa Kok (Düsseldorf und Umgebung) und der »Antifaschistischen Aktion Leverkusen« organisiert wird, findet in der Nähe von Leverkusen statt. Die Teilnahme kostet für fünf Tage 45 Euro (ermäßigt 30 Euro), inklusive Zeltplatz und drei veganen Mahlzeiten pro Tag.(jW)
Programminformationen und Anmeldung unter antifa-camp.de
Regelmäßige Treffen von attac campus bochum
attac campus bochum lädt an jedem 1. und 3. Dienstag im Monat um 20.00 Uhr zum cafe` campista ins Soziale Zentrum, Rottstr. 31 in Bochum ein.
Im Rahmen des cafe` campista finden immer wieder Inputreferate, Film-, Diskussions- und Themenabende statt. Dabei sind Ideen zur Gestaltung der Abende von anderen Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen herzlich willkommen und finden im Rahmen des cafe` campista ihre Berücksichtigung.
Jeweils an jedem 2. und 4. Dienstag im Monat um 20.00 Uhr findet unser Plenum im Clubraum der ESG, Querenburger Höhe 287 in Bochum statt. Hier werden aktuelle politische Themen und anstehende Termine besprochen.
Folgende thematische Schwerpunkte werden behandelt:
- Vorratsdatenspeicherung, Überwachung und Datenschutz
- Hochschulpolitik, Auswirkungen von Studiengebühren auf das Leben Studierender
- 1968 - Auswirkungen und Folgen, Beteiligung an der AG 68 der RLS NRW
- Antifaschismus - Analysen der extremen Rechte, Rassismus, Faschimus und Nationalismus und Handlungsoptionen gegen die extreme Rechte
- Globalisierung, internationale Beziehungen uvm.
Informationen:
Soziales Zentrum
ESG in Bochum
40 Jahre 1968