Attac ruft zu Bündnis-Demonstration "Wir haben es satt!" auf

Eigener Demoblock gegen Freihandelsabkommen CETA

19.01.2017

  • Samstag, 21. Januar, 12 Uhr
  • Potsdamer Platz, Berlin

Attac beteiligt sich mit einem eigenen Block an der Demonstration "Wir haben es satt!" am Samstag in Berlin. Das breite Demo-Bündnis, zu dessen Trägern Attac gehört, fordert unter dem Motto: "Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!" eine Agrar- und Ernährungswende hin zu einer ökologischeren und bäuerlichen Landwirtschaft. Der Schwerpunkt von Attac liegt dabei auf dem Widerstand gegen Freihandel, insbesondere gegen die vorläufige Anwendung und Ratifizierung des Freihandelsabkommens CETA zwischen Kanada und der EU.

"CETA ist der kleine Bruder von TTIP, dem im Eisfach liegenden Freihandelsvertrag der EU mit den USA. Auch durch CETA sollen transnationale Konzerne Sonderklagerechte erhalten. Dass in CETA dem Investor-Staat-Schiedsverfahren ISDS nun das Etikett 'Handelsgerichtssystem ICS' aufgeklebt worden ist, ändert an der Sache nichts. Weiterhin wird so die Macht großer Konzerne gestärkt, während Demokratie und Gemeinwohl zunehmend ausgehöhlt werden", sagt Hanni Gramann vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. "Doch Agrar- und Lebensmittelpolitik müssen sich an den Bedürfnissen und Belangen von Menschen, Tieren und Umwelt orientieren, nicht an den Interessen von Konzernen. Dafür gehen wir am Samstag auf die Straße!"

Der Attac-Block unter dem Motto "CETA in die Tonne" zieht mit einem Lautsprecherwagen durch die Straßen. Hanni Gramann: "Unser Motto macht deutlich: CETA gehört auf den Müll und darf im Februar nicht durch das Europaparlament ratifiziert werden. Mit dem Abkommen würden Umweltschutz, Verbraucherschutz und die bäuerliche Landwirtschaft auf der Strecke bleiben."

Die Demonstration, zu der viele Tausend Teilnehmer_innen erwartet werden, startet am Samstag um 12 Uhr auf dem Potsdamer Platz in Berlin mit einer Auftaktkundgebung und führt über die Leipziger Straße am Bundesrat und dem Landwirtschaftsministerium vorbei und schließlich nach einem Schlenker durch den Tiergarten zum Brandenburger Tor, wo um 14 Uhr die Abschlusskundgebung stattfindet.

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