Das Buen Vivir - Eine Alternative auch für Europa?

Das "Buen Vivir" stellt das menschliche Zusammenleben nach ökologischen und sozialen Normen ins Zentrum seiner Philosophie. Gutes Leben bedeutet in diesem Kontext mehr als wirtschaftliches Wachstum und materieller Wohlstand. Zentral ist ein gemeinschaftliches Leben im Einklang mit und nicht auf Kosten der Natur und anderer Menschen sowie die Wahrung kultureller Identitäten.

Das Konzept stellt einen Bruch mit der allgegenwärtigen Verwertungs-, Einheits- und Wachstumslogik des Kapitalismus dar und kann heute als indigenes Wertesystem nachhaltigen Zusammenlebens, zivilgesellschaftliche Utopie wie auch als staatliches Projekt aus der kapitalistischen Dauerkrise verstanden werden.

Die auf unserer Website gesammelten Texte dokumentieren das Experiment Boliviens und Ecuadors, der indigenen Philosophie zu gesamtgesellschaftlicher Anerkennung zu verhelfen. Es stellen sich in diesem Zusammenhang die Fragen, ob es den Ländern gelingt, sich an dieser Philosophie merkbar zu orientieren und ob das Buen Vivir auch eine praxisrelevante Alternative für die westlich-kapitalistischen Gesellschaften ist.

Die AG Lateinamerika will sich mit den Konzepten und der Praxis auseinandersetzen. Dabei soll es nicht darum gehen, Konzepte aus anderen Ländern zu kopieren oder in eine Romantisierung indigener Lebensweise zu verfallen, sondern ob Elemente davon auch bei uns Anwendung finden können. Teilweise erinnern die Konzepte an Ansätze, die in den 80er Jahren auch bei uns  diskutiert wurden und mit einer Kritik der Konsum- und Produktionsmodi verbunden wurden.

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