Motivation

Das neoliberale Wirtschaftsmodell hat weltweit zu Verwerfungen und Instabilität geführt. Im Wettlauf um Rohstoffe und geostrategische Positionen, um Profitquellen und Absatzmärkte bleiben Recht, Gerechtigkeit und Frieden auf der Strecke.

Nach dem Beginn des Krieges gegen Afghanistan 2001 und dem Beschluss der Bundesregierung, sich mit “uneingeschränkter Solidarität” an diesem Krieg zu beteiligen, gab es innerhalb von Attac eine starke Bewegung, die sich über den Zusammenhang von neoliberaler Globalisierung und Krieg verständigte und gegen Kriegsbeteiligung und Aufrüstung mobilisierte.

In der Folge kam es 2002 zur Gründung der bundesweiten AG Globalisierung und Krieg, die dem Bedürfnis nach Vernetzung und größerer Wirksamkeit entsprach.

Unter dem Datum vom 1. Dezember hat die Arbeitsgruppe ihr Positionspapier (PDF) veröffentlicht und ist seither als eine vom  Attac-Rat anerkannte Arbeitsgruppe in vielfältiger Weise aktiv.

Aktivitäten und Arbeitsweise

In der AG treffen sich AktivistInnen und Gruppen, die sich mit dem Zusammenhang von neoliberaler Globalisierung und Krieg auseinander setzen, über Kriegsursachen aufklären und Aktionen initiieren.

Bei den Protesten gegen den Afghanistan-Krieg und gegen den Irak-Krieg hat die AG sowohl innerhalb von Attac als auch in der Friedensbewegung wichtige Impulse gegeben. Die AG wird seitdem als Partner bei Aktionsbündnissen in der bundesdeutschen Friedensbewegung geschätzt. Alle Aktiven haben ein größeres Umfeld und Kontakte zu diversen Initiativen und Organisationen, die im Bereich der Friedensarbeit arbeiten. Es gibt gemeinsame Verständigung zu Kampagnen.

Innerhalb der AG gibt es Vernetzung und Austausch über konkrete Projekte vor Ort (seien es Stadtrundfahrten und  Dokumentationen über Rüstungsproduktion in Kiel oder Veranstaltungen über Europas Rohstoffpolitik in Frankfurt)  oder zu gemeinsamen strategischen Fragen. Zu dem AG-Netzwerk gehören Attac-Gruppen und Mitglieder aus Berlin, Bayreuth, Bielefeld, Kiel, Hamburg, Frankfurt (Main), Hamburg, Karlsruhe, Minden, München, Aachen/Niederlande. Außerhalb der Treffen (1-2 x jährlich) finden Verabredungen per Telefon und Mailingliste statt. Auf der  Homepage werden Analysen, Kommentare und Termine veröffentlicht.

Politische Grundforderungen

Die AG Globalisierung und Krieg sieht sich in einer Reihe mit allen Gruppierungen bei Attac, die der Schrankenlosigkeit des neoliberalen Wirtschaftsmodells ein Ende setzen wollen und sich für ein solidarisches Miteinander, ohne Diskriminierung von Frauen, ohne Benachteiligung von Minderheiten für ein würdevolles Leben aller Menschen stark machen.

Im Konkreten sind dies:

• Faire Wirtschaftsbeziehungen, Nein zur neoliberalen Handelspolitik der WTO 

• Einsatz für eine andere Welt, die auf den Werten von Solidarität und Gerechtigkeit basiert

• Gegen die einseitigen, auf wirtschaftliche Effizienz und Wachstum ausgerichteten Zumutungen des globalisierten Kapitalismus fordern wir die Unterordnung der Wirtschaft unter soziale Belange und die Beendigung des allein am Profit orientierten Verbrauchs an Ressourcen sowie des gnadenlosen Kampfes bei der Beschaffung von Rohstoffen. Gegen Ressourcenverschwendung Orientierung auf nachhaltige Entwicklungen

• Keine Kriege um Energie, Ressourcen, Pipelinestraßen und geostrategische Vorteile

• Internationale Solidarität und zivile Hilfe statt Militarisierung, Krieg und Besatzung

• Nein zur NATO-Doktrin und zur Osterweiterung der NATO

• Abbau der Raketenschilde in Polen und Tschechien

• Nein zum EU-Vertrag und dem Vertrag von Lissabon, zu Aufrüstungsbeschlüssen und Interventionskriegen

• Schluss mit der Bereitstellung von Militärstützpunkten und der Logistik für Kriegsführung
(US-Stützpunkte in der Bundesrepublik und zivile Flughäfen wie Leipzig und Hahn als Drehscheiben für Truppentransporte)

• Systematische Rüstungskontrolle und Abrüstung, Atomwaffen vernichten

• Nein zu Rüstungsexporten

• Bundeswehrabzug aus Afghanistan, für Frieden und eine souveräne Entwicklung des Landes

• Beendigung der Besatzung im Nahen und Mittleren Osten und in Afghanistan

• Schluss mit der Kriegspropaganda gegen den Iran

• Stopp der Waffenlieferungen nach Israel, Zusammenarbeit mit palästinensischen und israelischen Friedenskräften

• Gegen Ausplünderung und Angriffskriege - Einhaltung des Völkerrechts

• Für Demokratie und Menschenrechte – gegen Militarisierung im Inneren

• Gegen Rassismus und Abschiebepraxis

Projekte der vergangenen zwei Jahre

• Artikel für attac-Kalender 2007 zum Thema Krieg und Besatzung im Irak-Krieg

• Aktionen gegen EU-Verfassung und den Vertrag von Lissabon

• Unterstützung einer Solidaritätsveranstaltung des Pyeongtaek-Committees aus Südkorea „NEIN“ zur Ausweitung der US-Militärstützpunkte in Südkorea

• März 2007 Wiesbaden:
Unterstützung der Konferenz gegen die EU-Militarisierung

• Sommerakademie 2007:
dreitägiges Seminar zum Thema Energie und Kriege (u. a. mit Claudia Haydt), Herstellung einer CD mit Diskussion, Flugblatt: Klima – Frieden, Präsentation Google-Video: Petrodollar          

• Unterstützung, Vorbereitung und Durchführung der bundesweiten Afghanistan-Demonstration in Berlin am 15. 9. 2007

• Mitwirkung beim Friedensratschlag in Kassel 2006/2007

• 2007: Teilnahme an G 8-Protesten und am Alternativgipfel in Rostock

• Mitarbeit, Vorbereitung und Teilnahme an Ostermärschen 2006/2007/2008

• Teilnahme am Sozialforum in Cottbus, u. a. Gestaltung eines Workshops zum Thema Afghanistan und Energie (gemeinsam mit Tobias Pflueger und Claudia Haydt)

• Pressemeldung zur Beteiligung der Bundeswehr am Krieg in Afghanistan

• Unterstützung der Proteste gegen die NATO-Sicherheitskonferenz 2007 und 2008

• Erarbeitung eines Readers: Atomkrieg gegen den Iran?
Materialien zum Irankonflikt, der drohenden militärischen Eskalation, zu den geopolitischen Hintergründen, zu Kriegspropaganda der Massenmedien und dem Einsatz von Atomwaffen im 21. Jahrhundert

• Mitarbeit an der Vorbereitung und Realisierung der Irak-Konferenz im Frühjahr 2008 in Berlin 

• Teilnahme an Afghanistan-Konferenz Juni 2008 in Hannover

• Zusammenarbeit mit Netzwerk gegen Militärstützpunkte

• Erarbeitung des Flyers
„Bundeswehr und NATO in Afghanistan – Fakten, Argumente und Hintergründe“

• Zwei Workshops bei Sommerakademie 2008 in Leipzig (zusammen mit Aktionsbündnis „Flughafen - natofrei“ Drehkreuz Leipzig): 
„Immer ‚weiter so’ oder gibt es Alternativen zu liberaler Wirtschaft und Krieg?" und 
„Militärdrehkreuz Flughafen Leipzig-Halle -  Widerstand gegen Militarisierung und Möglichkeiten der Konversion", 24 Teilnehmer.

• Teilnahme am Europa-Tag in Stuttgart und am IMI-Kongress 2007

• Mitarbeit bei Kampagne der Friedensbewegung
„Dem Frieden eine Chance. Truppen raus aus Afghanistan“. Diskussionsveranstaltungen, Info-Stände, Unterschriftensammlung für eine Petition gegen die Mandatsverlängerung.

• Unterstützung der Proteste gegen Bombodrom in der Freien Heide

• Mitarbeit im Bündnis "bye bye NATO"

• Webseite der AG mit umfangreichen Analysen zum Zusammenhang von Globalisierung und Krieg  (u. a. Energieressourcen und Krieg, militärisch-industrieller Komplex, Medienkritik) und mit Aktionsterminen und Links zur globalisierungskritischen und zur Friedensbewegung.

• 2008 Umstellung des Webangebotes auf TYPO3.

Arbeitsvorhaben für die folgenden 2 Jahre

• Gewinnung von neuen MitstreiterInnen und stärkere Präsenz in attac D (Gruppenkontakte)

• Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit  u. a. durch  Erarbeitung von Aufklärungsmaterialien wie Flyer, CDs, Reader  u. a.  zu aktuellen Themen
(u. a. „60 Jahre NATO“ und zum Komplex „Globalisierung und Krieg“)
und durch Pressearbeit

• Unterstützung von Bürger- und Friedensinitiativen, die sich gegen gegen US-Militärstützpunkte und vorhandene oder geplante Bundeswehrübungsplätze engagieren
(Freie Heide, Offene Heide, gegen Bombodrom)

• Unterstützung von Protestaktionen, die auf atomare Abrüstung gerichtet sind
(z. B. Atomwaffenlager Büchel, Motto „Unsere Zukunft atomwaffenfrei“)

• Mitarbeit bei Vorbereitung und Teilnahme an Demonstrationen
„Dem Frieden  eine Chance.  Bundeswehr raus aus Afghanistan" am 20. 9. 2008

• Mitarbeit im Bündnis "bye bye NATO"
(u. U. 2. bis 5. 10. 2008 BUKO-Kongress: u. a. Thema NATO)

• September 2008: Teilnahme am ESF in Malmö

• 10. bis 12. 10. 2008 - Attac Ratschlag:
Vorbereitung thematisches Angebot zum Thema
„Bundeswehr und NATO in Afghanistan"

• November 2008: IMI Kongress

• Dezember  2008: Teilnahme am Friedenspolitischen Ratschlag in Kassel

• 24. bis 25. Januar 2009:
Teilnahme an Bertelsmannkritischer Tagung in Gütersloh,
Workshop „Bertelsmann und Militarisierung“

• April 2009: Protestaktionen zu „60 Jahre NATO“

• April 2009: Mitarbeit Vorbereitung und Teilnahme an Ostermärschen

• April 2009: Teilnahme am Attac-Antikapitalismus-Kongress

• Sommer 2009: Workshops/ Seminare bei attac-Sommerakademie

• Dezember 2009: Teilnahme am Friedenspolitischen Ratschlag in Kassel

• Sommer 2010: Workshops/ Seminare bei attac-Sommerakademie

NEUIGKEITEN

23.05. - Keine Kampfdrohnen für die Bundeswehr! mehr

02.10. - Fluchtursachen beseitigen, statt Asylrecht weiter zu beschneiden mehr

11.01. - Stellungnahme von attac Deutschland zum "Friedenswinter" mehr

TERMINE

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