AG Genug für Alle
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Einführung

Die AG Genug für Alle setzt sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein und unterstützt die vier Kriterien, denen sich fast alle BefürworterInnen eines Grundeinkommens angeschlossen haben:

  • ohne jegliche Repressionsdrohung - kein Arbeitszwang
  • Gewährleistung einer Existenz ohne Armutsbedrohung mit gesellschaftlicher Teilhabe
  • der Zahlung liegt ein Rechtsanspruch zugrunde.
  • individuell an jeden gezahlt ohne Bedürftigkeitsprüfung

Darüber hinaus vertritt die AG die Forderung, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen an alle Menschen gezahlt werden muss, die hier sind, weil es nicht zweierlei Recht am selben Ort geben darf.

Neu!
Im November 2009 verabschiedete die AG Genug für Alle ein Positionspapier zum bediungungslosem Grundeinkommen. Positionspapier: "Bedingungsloses Grundeinkommen (bge) als Teil öffentlicher Daseinsvorsorge"

Sie finden auf dieser Seite zahlreiche Texte und Aufsätze, Links sowie Literaturhinweise zum Grundeinkommen.

An dieser Stelle möchten wir ebenfalls auf die Wander-Ausstellung zu einem bedingungslosen Grundeinkommen hinweisen.


Bedingungsloses Grundeinkommen

Das Grundeinkommen bzw. Existenzgeld ist kein neues Konzept, es wurde schon in der Reformbewegung zu Beginn des vorigen Jahrhunderts diskutiert. Mit Beginn der Krise des Fordismus in den 70er Jahren des 20.Jahrhunderts besannen sich wieder mehr Menschen auf dieses Konzept, zumal in breiten gesellschaftlichen Kreisen deutlich wurde, dass Vollbeschäftigung der Vergangenheit angehört, da die Produktivitätssteigerung die Erwerbsarbeit im Produktionsbereich immer weiter reduziert. Parallel dazu wächst der gesellschaftlich erarbeitete Reichtum, der von Wenigen privat angeeignet wird, enorm.

Auskommen aller durch Erwerbsarbeit ist nicht mehr möglich. Dies führte zu der Forderung: „Von Arbeit muß man leben können und ohne Arbeit auch“.

So beschäftigten sich wieder mehr Menschen mit Möglichkeiten, den gesellschaftlich erarbeiteten Reichtum gerechter zu verteilen, Einkommen und gesellschaftliche Tätigkeit zu entkoppeln.

Existenzgeld- und Grundeinkommensvorstellungen beruhen auf 4 Bedingungen,

die jeden Menschen absichern sollen:

Grundeinkommen wird

  • individuell an jeden gezahlt ohne Bedürftigkeitsprüfung,
  • ohne jegliche Repressionsdrohung (kein Arbeitszwang),
  • die Höhe gewährleistet eine Existenz ohne Armutsbedrohung,
  • der Zahlung liegt ein Rechtsanspruch zugrunde.

Das Grundeinkommen gewährleistet soziale Sicherheit für alle. Nicht nur das, es ermöglicht eine demokratische Gestaltung der Gesellschaft und ihrer Arbeitsbedingungen – was soll wie produziert werden - und somit ein selbstbestimmtes Leben. Gleichzeitig muß es durch die Bereitstellung öffentlicher Daseinsvorsorge und kommunaler Infrastruktur ergänzt werden. Eine Privatisierung öffentlicher Güter wie Mobilität, Gesundheitswesen, Wasser- und Energieversorgung, Bildung und Kultur muß verhindert oder wieder in Gemeineigentum unter öffentlicher Gestaltung rückgeführt werden.

Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen soll eine andere Gerechtigkeitsvorstellung Vorrang bekommen, die den Menschen die Rückeroberung ihrer Würde ermöglicht, indem das Lebensrecht allein durch Existenz begründet wird und nicht erst durch Beteiligung am Erwerbsarbeitsprozeß. Es schließt gesellschaftliche Partizipationsmöglichkeiten ein, demokratisiert damit alle gesellschaftlichen Bedingungen, einschließlich der wirtschaftlichen.

Links

Deutsches Netzwerk Grundeinkommen
www.grundeinkommen.de

Internationales Netzwerk BIEN
www.basicincome.org/bien

Archiv Grundeinkommen - ein Fundes von Texten und Aufsätzen
www.archiv-grundeinkommen.de  http://aktuelles.archiv-grundeinkommen.de

Texte zum Grundeinkommen

Das bedingunslose Grundeinkommen und der Charakter der Krise (2009)

Wir erleben eine klassische Krise des Kapitalismus zusammen mit mehreren anderen sehr schweren Krisen. Es zeigt sich die Unmöglichkeit, die Kapitalakkumulation unendlich zu steigern. Ein bedingungsloses Grundeinkommen kann Auswege zeigen. Mehr

Blaschke: Garantiertes Grundeinkommen (2004)

Entwürfe und Begründungen aus den letzten 20 Jahren. Frage- und Problemstellungen. (Fassung 14.08.2004) Mehr

Wie kam attac D zum Grundeinkommen? (2003)

Auf dem Ratschlag im Oktober 2003 in Aachen haben wir den Schwerpunkt "genug für alle" beschlossen, weil wir überzeugt sind, dass jeder Mensch ein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum und am gesellschaftlichen Leben hat – und zwar „einfach so, nur weil es ihn gibt. Das muss sich niemand verdienen, nicht durch Arbeit, nicht durch Wohlverhalten, durch nichts. Das ist ein Menschenrecht! Und wir wissen: Es ist genug für alle da!" Mehr

Literaturhinweise

Neuigkeiten

18.02. DIW-Bericht: Armut Folge der Umverteilung von unten nach oben

Aus der neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung geht hervor, dass die zunehmende Armut in Deutschland die direkte Folge einer massiven Umverteilung von unten nach oben ist. Attac fordert deshalb: Armutsfestes Einkommen für alle und Mindestlohn einführen!

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