AG Arbeitfairteilen
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Neues Faltblatt: Das reicht! 30-Stundenwoche für alle

Das aktuelle Faltblatt der BAG ArbeitFairTeilen ist erstmalig im August 2012 erschienen, wird laufend redegiert und ist nach wie vor brandaktuell!

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Gründungsaufruf der Initiative "Arbeitszeitverkürzung jetzt!" im Jahr 2011

Hier ist der Aufruf "Arbeitszeitverkürzung jetzt!" zu finden. Er begründet, warum die Verkürzung der durchschnittlichen Arbeitszeit gerade jetzt nötig und aktuell ist.

Gründungsaufruf der AG ArbeitFairTeilen aus 2005

Der Aufruf der AG ArbeitFairTeilen stellt das Konzept zur Überwindung der Massenarbeitslosigkeit vollständig vor.
Er ist auch in englischer und in italienischer Sprache verfügbar.

Folienpräsentation

Jörg Melz und Lars Niggemeyer haben in ihrer strukturierten Folien-Präsentation zum Thema "30-Stunden-Woche für Europa" vom 5. März 2011 die Frage behandelt: Kann Arbeitszeitverkürzung die Arbeitslosigkeit beseitigen?

[Präsentation im PowerPoint-Format herunterladen]

Arbeitszeitverkürzung jetzt! Bei vollem Lohnausgleich!

Rede zum 1. Mai 2012 in Tübingen von Margareta Steinrücke, Arbeitnehmerkammer Bremen

Arbeitszeitverkürzung und Ausbau der öffentlichen Beschäftigung jetzt!

Das Manifest zur Überwindung der Massenarbeitslosigkeit
von Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup und Prof. Dr. Mohssen Massarrat
stellt den aktuellen Stand der Argumentation für Arbeitszeitverkürzung
und Ausbau der öffentlichen Beschäftigung konzentriert dar.

Reader der Attac-AG ArbeitFairTeilen

Der Reader der Attac-AG ArbeitFairTeilen:

Schritte aus der Krise
Arbeitszeitverkürzung, Mindestlohn, Grundeinkommen: Drei Projekte, die zusammengehören

ist erschienen und kann bei Attac im Internet oder beim VSA-Verlag bestellt werden (ISBN 978-3-89965-393-9).

Die Autorinnen und Autoren verbinden Forderungen wie Mindestlohn, Arbeitszeitverkürzung, Strategien der Arbeitsumverteilung, Grundeinkommen und geschlechtergerechte Arbeitsverhältnisse zu einem politischen Gesamtkonzept, das von der Attac-AG ArbeitFairTeilen zur Diskussion gestellt wird.

 

 

 

 

 

Renaissance der Arbeitszeitverkürzung? Chancen der Krise!

Hier findet man einen Artikel von Stephan Krull zur Vorbereitung des nächsten Treffens der AG ArbeitFairTeilen.

 

Wir machen Schluss mit der ständigen Angst um den Arbeitsplatz!

Das logische Konzept für Vollbeschäftigung:

ArbeitFairTeilen

Warum die Arbeitnehmer zum Spielball der Arbeitgeber
geworden sind:

Wenn die Produktivität stetig steigt, wenn in immer kürzerer Zeit von immer weniger Arbeitskräften immer mehr produziert wird, dann muss auch die Arbeitszeit entsprechend verkürzt werden. Andernfalls  sind immer mehr
Menschen von Unterbeschäftigung betroffen - der neuen Form von Arbeitslosigkeit. Die versäumte Arbeitszeitverkürzung hat die
Arbeitnehmer zum Spielball der Arbeitgeber gemacht.

Das lässt sich ändern, wenn wir wollen.
Aber nicht mit den Rezepten von gestern: Wachstum, Wachstum, Wachstum!?
Wir erleben doch gerade, was der angebliche Aufschwung bringt: Reiche werden reicher, Arme ärmer. Millionen Arbeitslose verschwinden durch Schönrechnerei aus der Arbeitslosenstatistik. Wer den Bericht der Arbeitsagentur genau ansieht, muss leider feststellen: im April 2008 hatten wir mit ALG I, ALG II und Sozialgeld zusammen insgesamt 8.027 980 Leistungsempfänger.

Fazit: Wenn wir heute statt steigender Unterbeschäftigung wieder Vollbeschäftigung haben wollen, dann muss die verbleibende Arbeit fair geteilt werden.

Die einen arbeiten kürzer, die anderen erhalten dadurch Arbeit. Das gehört zu unserem logischen Konzept. Die pro Kopf vorhandene Arbeit ist seit 1975 um ein Viertel zurück gegangen.
Logischerweise muss nun auch die Wochenarbeitszeit um ein Viertel gekürzt werden. Mit dieser 30-Stunden-Woche wird Vollbeschäftigung wieder möglich.

Diese neue kurze Vollzeit bringt uns viel:
Bei Vollbeschäftigung ist Schluss mit der ständigen Angst um den Arbeitsplatz! Das Elend der Massenarbeitslosigkeit hat ein Ende. Die Arbeitnehmer kommen wieder in eine starke Position. Gewerkschaften
können höhere Löhne durchsetzen - trotz kürzerer Arbeitszeiten.

Dann profitieren nicht, wie jetzt, allein die Unternehmer vom
Produktivitätsfortschritt - sondern alle:
Jugendlichen eröffnen sich bessere Perspektiven. Das Ansteigen des Burn-out-Syndroms wird gestoppt. Eltern haben mehr Zeit für Kinder. Binnennachfrage und Steuereinnahmen steigen.

Darum fordern wir Parteien und Regierung auf, die gesetzlichen Grundlagen für ein logisches Konzept zur Vollbeschäftigung durch Arbeitsumverteilung zu schaffen.

Wie Arbeit fair teilen logischerweise Vollbeschäftigung zurück bringt:

In den sechziger Jahren hatten wir Vollbeschäftigung. Aber nicht durch das
enorme Wachstum der Wirtschaft, wie gerne behauptet wird! Damals wurde die Vollbeschäftigung genau wie heute durch ein enormes Wachstum der Arbeitsproduktivität bedroht: In immer kürzerer Zeit wurde von immer weniger Arbeitskräften immer mehr produziert.

Doch warum entstand in jenen Jahren durch die Steigerung der Arbeitsproduktivität keine Arbeitslosigkeit? Weil der Verlust an Arbeitsvolumen durch die Einführung der 40-Stunden-Woche ausgeglichen wurde.
Die tarifliche Wochenarbeitszeit wurde um rund 4 Stunden verkürzt, Vollbeschäftigung war das logische Ergebnis.

In den danach folgenden Jahren wurde die Arbeitszeit trotz weiter steigender Arbeitsproduktivität nur noch um knapp 2 Stunden verkürzt. Massenarbeitslosigkeit war die Folge. Es wäre durchaus möglich gewesen, die Arbeitszeit nach und nach bis auf 30 Stunden zu senken. Aber das war nicht Ziel von Wirtschaft und Politik. Das Ziel war die Senkung der Löhne und Sozialleistungen. Und das wurde schließlich erreicht, wie wir heute alle merken.

Fazit: Hohe Löhne und Sozialleistungen sind nicht die Folge hohe wirtschaftlicher Wachstumsraten, sondern die Folge einer relativen Gleichverteilung von Arbeit - also von Vollbeschäftigung.
Das heißt: Nur wenn die "Ware Arbeitskraft" am Markt knapp ist, können die Arbeitnehmer ihre Tarifverhandlungen erfolgreich gestalten.

Darum haben die Gewerkschaften den Kampf um die Arbeitszeit wieder aufgenommen:
bei der Bahn, in den Ämtern des Bundes und der Kommunen, bei der Post, im
Einzelhandel und in vielen Industriebereichen. Die Beschäftigten bekommen unsere Unterstützung mit Worten und mit Taten, vor allem auch im Kampf
gegen die Verlängerung der Arbeitszeiten.

Es ist auch ein "Kampf um die Köpfe". Der wird von der Kapital- und
Unternehmerseite besonders intensiv in den Medien betrieben. Hier müssen wir gegenhalten. Denn viele sind schon Opfer der Propaganda geworden. Viele sind davon überzeugt, dass unsere Massenarbeitslosigkeit vor allem durch die ausländische Billiglohnkonkurrenz verursacht wird. Viele fallen auf das Gejammer über die hohen Lohnnebenkosten herein. Dabei ist Deutschland einer der Gewinner der Globalisierung - doch seine Bürger sind voller Zukunftsängste.

Wir müssen nicht ohnmächtig hinnehmen, dass unsere Arbeitseinkommen in den letzten sieben Jahren durchschnittlich um 4 Prozent gefallen sind, während die Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen real um 42 Prozent gestiegen sind.
Die Solidarisierung aller Beschäftigten und Arbeitslosen zur Senkung der tariflichen Arbeitszeit ist die Voraussetzung für höhere Löhne, Sozialleistungen und für Vollbeschäftigung.

Darum steigt mit ein! Jede Stimme, jede Kraft wird gebraucht, um Arbeit fair zu teilen. Schluss mit der ständigen Angst um den Arbeitsplatz!

 

Arbeitszeitpolitik nach der Kurzarbeit

Der Artikel (pdf-Datei) von Steffen Lehndorff "Arbeitszeitpolitik nach der Kurzarbeit" kommt zu einem klaren Fazit:
Arbeitszeitverkürzung sichert Beschäftigung.

EU-Arbeitszeitrichtlinie vor dritter Lesung im EP

Der Artikel (pdf-Datei) von Klaus Draeger (Mitarbeiter EP-Fraktion) informiert zum Stand der Umsetzung der Arbeitszeitrichtlinie nach der Ablehnung der Ratsempfehlung durch das Parlament. Der Druck aus den Ländern und die Demonstration in Straßburg haben Wirkung gezeigt. Aber nun ist weiter Aufmerksamkeit erforderlich, denn es geht in ein „Vermittlungsverfahren“ bzw. in die dritte Lesung im EP (4. – 7. Mai, letzte Sitzung des Parlaments in der laufenden Legislaturperiode). Allerdings beginnt nun auch der Wahlkampf zum EU-Parlament und es wird günstiger, die Parteien und die Kandidatinnen und Kandidaten mit unseren Positionen gegen sozialen Rückschritt oder – besser noch – gerade in der Krise für gesetzliche Arbeitszeitverkürzung zu konfrontieren.

Arbeitszeitverkürzung aus geschlechterpolitischer Perspektive

Der Vortrag (pdf-Datei) "Arbeitszeitverkürzung aus geschlechterpolitischer Perspektive" von Margareta Steinrücke stellt die Vorteile der Umverteilung der Erwerbsarbeit sehr prägnant dar.

Neuer Artikel von Grözinger und anderen

Der interessante Artikel "Arbeitszeitwünsche, Arbeitslosigkeit und Arbeitszeitpolitik" von Grözinger, Matiaske und Tobsch erschien in den WSI-Mitteilungen 2/2008. Er enthält neue Vorschläge, man beachte besonders Abschnitt 4.1 bis 4.3.

Arbeitszeitkalender 2008 des WSI

Der Arbeitszeitkalender 2008 der Hans-Böckler-Stiftung enthält einen Überblick zur Entwicklung der Wochenarbeitszeiten von 1955 bis 2008 und stellt die tarifvertraglich vereinbarten Wochenarbeitszeiten für 25 ausgewählte Wirtschaftszweige und Tarifbereiche dar. Dank der Einbeziehung von Daten bis Ende März 2008 ist diese Arbeit des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts in der Hans-Böckler-Stiftung (WSI) sehr aktuell.

Neuigkeiten

08.05. Attac fordert nun auch offiziell die 30-Stunden-Woche

Das höchste Gremium von Attac Deutschland, der Ratschlag hat am 21. April 2013 in Leipzig im Konsens folgende Resolution mit dem Titel "30-Stunden für Europa bei vollem Lohn- und Personalausgleich" verabschiedet ...

mehr
07.05. Arbeitszeitverkürzung auf dem Kongress "Umverteilen. Macht. Gerechtigkeit."
mehr
05.05. Soziologin Jutta Allmendinger: "32 Stunden sind genug"
mehr

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